Nach Medien-Informationen verhängte die sportliche Führung des BVB im Trainingslager in Marbella eine Geldstrafe im hohen fünfstelligen Bereich.
Am Freitag hatte Trainer Niko Kovac nach der Ankunft in Andalusien gesagt, dass es noch kein Gespräch mit Adeyemi gegeben habe. "Ich kenne Karim sehr gut, Karim ist ja von Haus aus ein sehr, sehr guter Junge", sagte Kovac. "Ich weiß, dass er einen Fehler gemacht hat. Das wird er sicherlich auch dementsprechend wieder verändern."
Kehl musste Adeyemi beruhigen
Der Offensivstar hatte sich beim 2:0-Sieg des BVB gegen Borussia Mönchengladbach über seine Auswechslung in der 60. Minute gestenreich aufgeregt und musste auch von BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl beruhigt werden. "Über die Szene wird zu reden sein, er wird dafür eine Strafe kriegen", sagte Kehl direkt nach dem Spiel bei "Sky". "Die Reaktion will ich nicht sehen, die will der Trainer nicht sehen, die will keiner sehen."
Das gehöre sich nicht, sagte der Sportdirektor, die Spieler müssten es akzeptieren, wenn der Trainer eine Entscheidung treffe. Dann wurde Kehl konkret: "Wir hatten jetzt einige dieser Situationen und wir wollen diese Situationen nicht sehen und deswegen wird er dafür eine Geldstrafe kriegen."
Kovac rechtfertigt Auswechslung
BVB-Trainer Kovac sagte, Adeyemi müsse auch mit schwächeren Spielen lernen umzugehen. "Es war heute nicht sein bestes Spiel und als Trainer muss man Entscheidungen treffen. Die Entscheidung war, dass ich ihn in der 60. Minute runtergenommen habe und dafür seinen Freund Maxi Beier gebracht habe, der dann glücklicherweise ein Tor erzielt hat", begründete Kovac Adeyemis Auswechslung.
Es gehe zwar um Emotionen, aber man müsse auch einsichtig sein. Zur angekündigten Strafe sagte Kovac: "Das ist die Entscheidung des Clubs, was ich total verstehe, akzeptiere und für richtig halte."
Zuletzt Strafbefehl wegen illegalen Waffenbesitzes
Adeyemi hatte mit seinem Verhalten immer wieder für Aufregung gesorgt. Mitte November wurde bekannt, dass der 23 Jahre alte Nationalspieler bereits Ende Oktober einen Strafbefehl wegen illegalen Waffenbesitzes mit einer festgesetzten Geldstrafe von 60 Tagessätzen erhalten hatte.
BVB-Geschäftsführer Lars Ricken und DFB-Sportdirektor Rudi Völler waren außerdem übereingekommen, dass sich der BVB-Profi für ein soziales Projekt in der Dortmunder Nordstadt engagieren soll. Weitere Sanktionen waren damals von BVB-Seite nicht geplant.
Sendung: WDR.de, "Adeyemi akzeptiert Geldstrafe", 04.01.2026, 11:07 Uhr
Unsere Quellen:
- Nachrichtenagenturen dpa und SID
- Interview mit Sebastian Kehl bei Sky
- Sportschau-Interview mit Niko Kovac