Nieke Kühne mit dem Supercup

Nach Siebenmeterwerfen Blomberg-Lippe bezwingt Borussia Dortmund im Supercup

Stand:

Blomberg-Lippe gewinnt im Supercup gegen Borussia Dortmund. Der BVB verpasst die erhoffte Revanche nach verpasster Meisterschaft.

Die HSG Blomberg-Lippe hat Borussia Dortmund im Supercup mit 26:24 nach Siebenmeterwefen geschlagen. Für beide Teams war es das erste Pflichtspiel nach der Sommerpause, nächste Woche wartet der Bundesliga-Auftakt.

Blomberg mit starker Anfangsphase

Blomberg warf das erste Tor, dann mussten sich beide Teams zunächst erst einmal warmspielen - kein Wunder, schließlich war dieser Supercup für beide das erste Pflichtspiel nach langer Vorbereitung und Testspielphase.

Auch wenn BVB-Torhüterin Sarah Wachter in der vierten Minute die erste Parade der Partie lieferte und Kelly Vollebregt in der sechsten Minute zum Dortmunder Anschlussor traf (2:1), war Blomberg in der Anfangsphase des Spiels dominierend. Den BVB kostete es sichtbar mehr, ins Spiel zu finden.

BVB zu zögerlich in der Offensive

Dass Blomberg-Lippe nach zehn Spielminuten nur mit 3:1 führte, hatten die Dortmunderinnen auch dem starken Auftritt von Torhüterin Wachter zu verdanken. In der zwölften Minute zog BVB-Trainer Kay Rothenpieler schließlich Konsequenzen und nahm die erste Auszeit. Mit der Abwehrleistung seines Teams schien er zufrieden, doch in der Offensive sah er Defizite. "Viel mutiger nach vorne gehen. Mehr Bewegung und in die Tiefe kommen!", beschwor Rothenpieler sein Team und wechselte anschließend gleich mehrere Spielerinnen aus.

Blomberg-Lippe gewinnt Supercup im Siebenmeterwerfen

NRW-Sport 22.08.2026 00:40 Min. Verfügbar bis 21.08.2028 WDR Online

Rothenpieler ist erst zu aktuellen Saison zum BVB gekommen und trainiert dort nun zum ersten Mal eine Frauenmannschaft. Der BVB hat außerdem sieben Neuzugänge im Kader zu verzeichnen. Blomberg-Lippe machte in der ersten Viertelstunde der Supercup-Partie einen sortierteren Eindruck, was womöglich auch mit der personellen Neuaufstellung des BVB zusammenhing.

Wenige Tore auf beiden Seiten

Weder die Traineransprache noch die Wechsel in den Reihen der Dortmunderinnen zeigten zunächst den erhofften Effekt. Das Team schaffte keine Räume, die zu Angriffsaktionen hätten führen können. Stattdessen blieb ihr Spiel statisch, was es Blomberg leicht machte, die Angriffsversuche zu verteidigen. Blomberg schwang sich auch nicht zu herausragenden Offensivaktionen auf, bewahrte aber Ruhe auf dem Feld und erhielt so die stabile, wenn auch torarme Führung. Nach zwanzig Spielminuten lagen die Blombergerinnen mit 5:3 vorne.

Wenig später kassierte die HSG jedoch einen Doppelschlag von der Dortmunderin Merel Freriks. Kurz nach dem Ausgleich schaffte der BVB sogar die erste Führung der Partie. Die Dortmunder Tore wirkten wie ein Weckruf auf Blomberg. Innerhalb einer Minute hatten sie sich die Führung wieder gesichert und zeigten, dass sie das wachere Team auf dem Platz waren. Doch auch der BVB war mittlerweile besser in die Partie gekommen und wurde der HSG nun immer wieder gefährlich.

Unentschieden in die Pause

Kurz vor der Pause parierte Blombergs Torhüterin Nicole Roth einen 7-Meter-Wurf ihrer ehemaligen Teamkollegin Ona Vegué herausragend. Wachter, die auch eine gute Partie zeigte, gelang das auf der gegenüberliegenden Seite wenige Minuten später nicht. Die Teams zogen mit einem verdienten 9:9 Zwischenstand in die Halbzeitpause.

Alieke van Maurik von Dortmund im Supercup

Alieke van Maurik von Dortmund im Supercup

Bildquelle: IMAGO / Timon Peters

Der BVB startete anschließend stärker in die zweite Hälfte. Schon in der 31. Spielminute warf Lara Egeling zum 10:9, Blomberg glich schnell aus, Dortmund wiederum zog wenige Sekunden später nach. Nach fünf Spielminuten in der zweiten Halbzeit waren bei einem Spielstand von 12:12 bereits sechs Tore gefallen. Das Spiel war nun deutlich schneller und dynamischer als zuvor. Beide Teams waren präsenter, gerade Dortmund schien im Vergleich zur ersten Halbzeit konzentrierter und selbstbewusster.

Durststrecke in der 2. Halbzeit

Auf den torreichen Start der zweiten Halbzeit folgte eine Spielphase, in der sich kein Team in seiner Leistung wirklich vom anderen absetzen konnte. Das Spiel blieb dynamisch und spannungsgeladen, doch es fielen weniger Tore. Nach 44 Spielminuten stand es 14:14. Beiden Teams unterliefen relativ viele Fehler, doch keiner der beiden Mannschaften gelang es so recht, die Fehler der Gegnerinnen effizient zu nutzen.

Laura Rüffieux traf in der 47. Spielminute mit einer starken Freiwurfvariante zum 16:14. Doch den aufgebauten Vorsprung hatten die Dortmunderinnen wenig Minuten später bereits wieder ausgeglichen.

Ausgeglichene Schlussphase

Die Schlussphase des Spiels wurde zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen, in dem weiterhin auf jeden Vorsprung ein zeitnaher Ausgleich folgte. Bei einem Stand von 21:21 in der 59. Spielminute deuteten bereits alle Zeichen auf ein Siebenmeterwerfen. Eine Verlängerung gibt es im Supercup nämlich nicht. Als Blomberg 35 Sekunden vor Abpfiff der Treffer zum 22:21 gelang schien es zunächst, als hätte sich die HSG den Supercup-Titel gesichert. Doch Dortmunds Toptalent und U20-Weltmeisterin Lara Egeling glich wenige Sekunden vor Abpfiff aus und rettete den BVB damit ins Siebenmeterwerfen.

Entscheidung im Siebenmeterwerfen

Doch das entschied Blomberg-Lippe nach zwei verworfenen Bällen des BVB schließlich für sich und gewann mit einem Endstand von 26:24 den Supercup 2026 nach einer durchwachsenen Partie.

Nächste Woche Bundesiga-Start

Für den BVB geht es am Samstag, 29. August, zum ersten Bundesligaspiel nach Leipzig (19:30). Blomberg-Lippe empfängt am selben Tag um 17 Uhr Frisch Auf Göppingen.

Unsere Quellen: Übertragung der Partie HSG Blomberg Lippe gegen Borussia Dortmund am 22. August 2026 bei DYN

Sendung: WDR.de, "Blomberg-Lippe gewinnt Supercup im Siebenmeterwefen", 22.08.26, 17:32 Uhr

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