Schriftzug Wunderschön vor einem Strand und blauem Meer
Drohnenaufnahme von Bergpanorama und der Braunschweiger Hütte

Wandertage 5 bis 8: Ötztaler Alpen bis nach Meran

Stand:

Wandertag 5: Ötztaler Alpen bis zur Braunschweiger Hütte
Wandertag 6: Braunschweiger Hütte – Pitztaler Jöchl – Skigebiet Sölden – Zwieselstein
Wandertag 7: Zwieselstein (Österreich) – St. Leonhardt (Italien)
Wandertag 8: Pfandleralm – Meran

Wandertag 5: Ötztaler Alpen bis zur Braunschweiger Hütte

Ausgangspunkt Mittelberg für den Aufstieg zur Braunschweiger Hütte (2.760 m).
Gehzeit 5 Stunden, Höhenunterschied: 1.010 m rauf

Es geht am Pitze Wasserfall vorbei auf schmalen Pfaden rauf auf 2.700 Meter. An vielen, oft heiklen Stellen gibt es Drahtseile zum Festhalten und gelegentlich auch Tritte aus Stahl. Die Braunschweiger Hütte und der Weg dorthin ist eine intensive Erfahrung. Nirgendwo auf der Tour wird einem der Klimawandel so bewusst wie hier, im Angesicht des dramatisch schrumpfenden Gletschers. Und auch die Gefahren am Berg sind hier sichtbar. Die Tour ist für Kinder unter acht Jahren nicht geeignet.

Die Braunschweiger Hütte wurde 1892 erbaut und zählt zu den Hütten des Deutschen Alpenvereins. Insgesamt bietet sie 56 Betten und 127 Plätze im Lager. Bewirtschaftet ist sie normalerweise von Mitte Juni bis Ende September, als Schutzhütte aber das ganze Jahr geöffnet.

Wandertag 6: Braunschweiger Hütte – Pitztaler Jöchl – Skigebiet Sölden - Zwieselstein

Auf der sechsten Etappe geht es also zum Pitztaler Jöchl auf knapp 3.000 Meter. Dann folgt ein Abstieg durch das Gletschergebiet. Ab der Talstation eine kurze Strecke mit dem Linienbus, um auf dem E5-Panoramaweg bis nach Zwieselstein zu wandern.
Gehzeit: 7 Stunden, Höhenunterschied: 200 m rauf, 1.400 m runter

Beim Abschied von der Braunschweiger Hütte kann man, wenn man Glück hat, nochmal die Steinböcke sehen, die hier leben. Für den Aufstieg aufs Pitztaler Jöchl auf knapp 3.000 Meter braucht man Kraft, Trittsicherheit und Kondition. Stöcke werden gebraucht, aber auch Handschuhe. Denn an vielen Stellen muss man sich beim Klettern am Fels abstützen und muss deshalb die Hände schützen. Auch diese Wanderetappe ist für Kinder unter acht Jahren nicht geeignet. Bei manchen Abstiegen müssen Heranwachsende, Ungeübte und Senioren durch Wanderführer zusätzlich gesichert werden.

Abstieg ins Gletschergebiet

An den Klettersteigen braucht man Kraft, Trittsicherheit und Kondition und manchmal auch Hilfe vom Wanderführer.

Wandertag 7: Zwieselstein (Österreich) – St. Leonhardt (Italien)

Busfahrt zum Timmelsjoch bis an die Grenze zu Italien. Abstieg nach Rabenstein. Transfer nach St. Leonhard. Aufstieg zur legendären Pfandleralm.
Gehzeit: ca. 5 Stunden, Höhenunterschied: 600 m runter, 400 m rauf

Die ehemalige Grenzstation Timmelsjoch zerfällt langsam vor sich hin. Das alte Zollhaus ist schön anzusehen und ein guter Rastplatz. Der Wandertag wirkt auf den ersten Blick harmlos. Es geht über eine lange Strecke gemächlich bergab. Das fordert die Muskeln, ist aber doch viel entspannender als das, was man am Tag davor hinter sich gebracht hat.
Rabenstein ist ein hübscher Ort mit einer markanten Kirche. Die Pfandleralm hat ein Wildgehege, wo Rehe gezüchtet werden. In der Nähe der Pfandleralm gibt es ein Denkmal, wo des Freiheitshelden Andreas Hofer gedacht wird. Denn hier hat er sich vor seinen Verfolgern versteckt. Er wurde allerdings 1810 entdeckt, gefangen genommen und hingerichtet.

Die Skulptur einer Dornenkrone

Die Dornenkrone ist ein Mahnmal für den Schmerz, den die Tiroler empfinden, dass ihr Land vor über hundert Jahren zwischen Österreich und Italien aufgeteilt wurde. Sie nennen es eine "Unrechtsgrenze".

Wandertag 8: Pfandleralm – Meran

Steiler Waldaufstieg im Zickzack bis zur Baumgrenze. Ein Höhenweg des Hirzermassivs führt zur Hirzer Bergbahn. Rast auf der Mahd-Alm. Abfahrt mit der Seilbahn Richtung Meran.
Gehzeit: 6 Stunden, Höhenunterschied: 700 m rauf

Es geht nochmal ziemlich bergauf: 700 Höhenmeter. Dabei wird es sehr anstrengend und steil. Abstecher zum Berg Riffl – der Aussicht wegen. Die Mahd-Alm ist ein freundlicher Ort zum Ausruhen, bevor die Wanderung in Meran endet. Meran ist immer noch ein mondäner Kurort. Einen Teil seines Erfolges verdankt er jedoch der österreichischen Kaiserin Sissi, die im Jahr 1870 einige Monate in Meran verbrachte.

Stadtansicht Meran

Am Zielort: Meran ist immer noch ein mondäner Kurort.

Lesetipps zur Alpenwanderung

Christian K. Rupp
E5 Oberstdorf - Meran/Bozen: Unterwegs auf dem Fernwanderweg
Conrad Stein Verlag, 6. Aufl. 2024
ISBN 978-3866868113
Preis: 18,90 Euro

Stephan Baur, Dirk Steuerwald
Alpenüberquerung Fernwanderweg E5. 31 Etappen von Konstanz über Oberstdorf und Meran/Bozen nach Verona
Rother Bergverlag, 14. akt. Aufl. 2025
ISBN 978-3763314027
Preis: 16,90 Euro