Schriftzug Wunderschön vor einem Strand und blauem Meer
Noch heute sind Ruinen der Hotelanlage in der Azuaje-Schlucht erhalten.

Azuaje-Schlucht, Dünen von Maspalomas, Cruz de Tejeda und Roque Nublo

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Gran Canaria ist ein Wanderparadies: Sehr reichhaltig ist die Vegetation in der Azuaje-Schlucht. Wer den Gipfel Roque Nublo erklimmt, wird bei gutem Wetter mit dem Blick auf den Teide der Nachbarinsel Teneriffa belohnt. In den Dünen von Maspalomas kann man auf acht Kilometern die Sandlandschaft erkunden. Viele Wanderer starten am Cruz de Tejeda, das den Mittelpunkt der Insel kennzeichnet.

Azuaje-Schlucht

Die Azuaje-Schlucht zählt zu den wasserreichsten Gebieten Gran Canarias. Die Quelle, die das Tal speist, liegt im Gebirge auf etwa 1.620 Metern Höhe. Das kontinuierlich vorhandene Wasser sorgt dafür, dass sich hier eine besonders dichte und artenreiche Vegetation entwickelt hat. Das mineralhaltige Wasser – bedingt durch den vulkanischen Ursprung der Insel – wurde früher auch als Heilwasser genutzt. Im 19. Jahrhundert entstand hier das erste Kurhaus auf den Kanarischen Inseln, ein sogenanntes "Balneario", zu dem auch ein Hotel gehörte. Es war sowohl bei Einheimischen als auch bei Reisenden beliebt. In den 1950er-Jahren wurde die Anlage durch einen starken Sturm beschädigt, als große Wassermengen eindrangen und das Gebäude zerstörten. Ein Wiederaufbau erfolgte nicht. Heute sind die Ruinen noch erhalten und Teil des Landschaftsbildes in der Azuaje-Schlucht.

Dünen von Maspalomas

Wie und wann die Sandwüste von Maspalomas entstanden ist, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Einige Forscher vermuten, dass der Sand über Jahrhunderte aus Korallen- und Muschelkalk angeschwemmt wurde. Andere Theorien gehen davon aus, dass ein schweres Erdbeben im 18. Jahrhundert in Portugal einen Tsunami auslöste, der große Mengen Sand an die Südküste trug. Die Dünen sind Naturschutzgebiet und gehören zu den größten Touristenattraktionen Gran Canarias. Um die empfindliche Landschaft zu schützen, wurden drei offizielle Wege angelegt. Insgesamt acht Kilometer, auf denen Besucher verschiedene Dünenabschnitte erkunden können. Früher war das anders, da liefen die Menschen kreuz und quer durch das Gebiet und zerstörten dabei Pflanzen, Tiere und Strukturen, die das empfindliche Ökosystem stabilisieren. Denn auch in dieser Sandwüste gibt es erstaunlich viel Leben. Die Pflanzen halten den Sand fest und schaffen Lebensraum – ein wichtiger Schutz für die gesamte Dünenlandschaft. Auch die nahe gelegene Salzwasserlagune hat lange unter Umweltsünden gelitten, konnte sich aber durch Schutzprogramme wieder erholen. Heute lassen sich dort wieder zahlreiche Vogelarten beobachten. Sorgen bereitet jedoch der Einfluss der sozialen Medien: Viele Besucher suchen genau die Motive, die sie zuvor auf Instagram oder Facebook gesehen haben und verlassen dafür die offiziellen Wege. Für das vermeintlich perfekte Foto beschädigen sie das Ökosystem. Experten warnen, dass es bewahrt werden muss, wenn die Dünen auch zukünftigen Generationen erhalten bleiben sollen.

Zwei Touristen schauen auf die Dünenlandschaft von Maspalomas

Die Dünen von Maspalomas sind Naturschutzgebiet und gehören zu den größten Touristenattraktionen Gran Canarias.

Cruz de Tejeda

Der Ort Cruz de Tejeda ist geographischer Mittelpunkt Gran Canarias und der Startpunkt für viele Wanderungen. Von hier blickt man auf die Caldera von Tejeda, einen riesigen Vulkankessel, der durch vulkanische Ausbrüche und den Einsturz einer Magmakammer entstanden ist. Wind und Wasser haben die Landschaft über Jahrtausende weiter geformt. Von einer Seite zur anderen misst die Caldera rund 20 Kilometer und zählt damit zu den größten Vulkankesseln der Welt.

Steinernes Kreuz auf einer Stele

Der Ort Cruz de Tejeda markiert den geografischen Mittelpunkt von Gran Canaria.

Roque Nublo

Der Roque Nublo auf 1.813 m Höhe zählt zu den spektakulärsten Bergen Gran Canarias. Auf seinem Gipfel ragt der gleichnamige Fels rund 70 Meter in die Höhe. Der Wanderweg dorthin gilt als leicht bis mittelschwer, dennoch sind gute Wanderschuhe und Trittsicherheit erforderlich. Auf Gran Canaria gibt es neben klassischen, geführten Wandertouren auch Angebote wie Klettersteige, Canyoning und Cliff Jumping. Der Name "Roque Nublo" bedeutet "Wolkenfels". Wie fast alles auf der Insel ist auch er das Ergebnis vulkanischer Aktivitäten. Der Fels ist der sichtbare Pfropfen eines riesigen Vulkans, der etwa 3.000 Meter tief in die Erde reichte. Entstanden ist die Form durch Ausbrüche und Erosionsprozesse, die sich über rund anderthalb Millionen Jahre hinzogen. Vom Gipfel aus reicht der Blick bei klarer Sicht bis zum Teide auf der Nachbarinsel Teneriffa.

Aufrecht stehender Fels auf einem Berggipfel

Der "Roque Nublo" (Wolkenfels) ist ein Wahrzeichen der Insel.

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