Warnstreiks im Einzelhandel | Aktuelle Stunde
WDR. 00:21 Min.. Verfügbar bis 03.07.2028.
Die Gewerkschaft Verdi hatte Beschäftigte beider Branchen zu Warnstreiks aufgerufen. Zentraler Treffpunkt war eine Kundgebung in Dortmund. Dort kamen laut Verdi mehrere hundert Streikende zusammen - unter anderem Beschäftigte bei Kaufland, Ikea, Metro, Primark, H&M und Zara. Außerdem sind nach Verdi-Angaben auch Lager von Edeka und Rewe Teil der Streikmaßnahmen.
Streik in NRW am Freitag: Was sind die Folgen für Kunden?
Für Kundinnen und Kunden dürften die Folgen aber voraussichtlich überschaubar bleiben. Flächendeckend geschlossene Geschäfte gab es nicht. Es kam bislang eher punktuell zu Einschränkungen - etwa längere Wartezeiten an Kassen, weniger Personal in einzelnen Märkten oder Lücken an Frische-Theken und Backshops.
Verdi fordert 7 Prozent mehr für Beschäftigte
Warnstreiks im Handel in NRW: Verdi fordert mehr Geld für Beschäftigte im Handel
Hintergrund des Streiks sind die laufenden Tarifverhandlungen im Handel. Verdi fordert im NRW-Einzelhandel sieben Prozent mehr Geld, mindestens aber 225 Euro pro Monat. Im Groß und Außenhandel fordert die Gewerkschaft ebenfalls sieben Prozent, mindestens 250 Euro.
Arbeitgeberseite bessert Angebot nach
Die Arbeitgeber haben im Einzelhandel zuletzt ein Angebot von 2,4 Prozent mehr Geld ab November 2026 und weiteren zwei Prozent ab August 2027 vorgelegt. Verdi hält das für unzureichend und spricht von Reallohnverlusten. Die nächste Verhandlungsrunde im Groß- und Außenhandel ist für den 13. Juli geplant, im Einzelhandel geht es am 26. August weiter.
Unsere Quellen:
- WDR-Archiv
- Pressemitteilung der Gewerkschaft Verdi
- Sprecherin von Verdi gegenüber dem WDR
Sendung: WDR.de, NRW: Warnstreiks im Handel, 02.07.2026, 18:45 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Aktuelle Stunde, 03.07.2026, 18.45 Uhr
