Noch sind sie gut von ihren Eltern zu unterscheiden - die Flamingo-Küken im Zwillbrocker Venn in Vreden haben noch nicht die typisch pinke Farbe. Das dauert noch etwa zwei Jahre.
Stattdessen sind sie noch dunkel und tragen die flauschigen Babyfedern. "Erst in etwa zwei Jahren bekommen sie die pinke Farbe und sind dann eindeutig als Flamingos zu erkennen", erklärt Max Roth von der Biologischen Station Zwillbrock. Er hat ein Auge auf den Flamingo-Nachwuchs.
Kein Flamingo-Nachwuchs im vergangenen Jahr
Die Mitarbeitenden der Biologischen Station Zwillbrock kümmern sich in diesem Jahr besonders rührig um die Küken. Im vergangenen Jahr gab es nämlich keinen Flamingo-Nachwuchs im Venn.
Täglich werden die Flamingos im Venn beobachtet.
Das ist in diesem Jahr anders. Aktuell gibt es zahlreiche Flamingo-Küken. Einige sind ein paar Tage alt, andere schon einige Wochen, in einigen Nestern liegen auch noch Eier. "Die älteren werden schon langsam flügge", lacht Max Roth.
Flamingos bekommen so viel Ruhe wie möglich
Um den pinken Vögeln möglichst viel Ruhe zu gönnen, nähern sich die Mitarbeitenden der Biologischen Station der Flamingo Insel im Venn nur dann, wenn es sein muss. Max Roth kontrolliert fast jeden Tag aus sicherer Entfernung, ob es den Tieren gut geht.
Aktuell gibt es noch "Flamingo-Milch"
Die Besucher und Flamingo-Fans kommen sowieso nicht näher als etwa 150 Meter an die Insel heran. Im gesamten Venn gibt es Aussichtstürme mit Ferngläsern. Da können die pinken Vögel in Ruhe beobachtet werden.
Die Flamingos im Zwillbrocker Venn brauchen jetzt viel Ruhe, um sich um den Nachwuchs zu kümmern.
Im Moment werden die Küken noch von ihren Eltern gefüttert, mit der sogenannten "Flamingo-Milch". Diese rosa Flüssigkeit bilden beide Elternteile jeweils in ihrem Kropf und geben sie an die Jungen weiter. Wenn die kleinen Flamingos dann flügge werden, ernähren sie sich z.B. von kleinen Krebsen, Schnecken oder Algen.
Derzeitige Hitzewelle ist kein Problem für die Flamingos
Mit den heißen Temperaturen, unter denen die meisten in diesen Tagen sehr leiden, haben die Flamingos keine Probleme. Eltern und der Nachwuchs sind viel in dem kleinen See, der die Flamingo-Insel im Zwillbrocker Venn umgibt. "Da sie eh viel im Wasser sind, kommen die Tiere mit der Hitze gut klar!", sagt Max Roth.
Die Flamingo-Küken sind über Tag viel im Wasser, nicht nur wegen der aktuellen Hitzewelle.
Der nächste große Schritt ins Leben für den Flamingo-Nachwuchs ist das Beringen. "Das machen wir, damit wir die Vögel wiedererkennen können, wenn sie im kommenden Jahr hoffentlich wiederkommen!", erklärt Roth. Das soll jetzt bald passieren.
Flamingos bleiben noch etwa zwei Monate im Zwillbrocker Venn
Etwa bis August September oder Anfang September sind die Flamingos und ihr Nachwuchs noch im Zwillbrocker Venn zu beobachten. Dann ziehen die pinken Vögel in ihr Winterquartier in den Niederlanden.
Unsere Quellen:
- Interview mit Max Roth, Biologische Station Zwillbrock e.V.
- Eindrücke des WDR-Reporters vor Ort
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Münsterland, 26.06.2026, 19.30 Uhr.