Für einen klaren Blick braucht es möglichst wenig Lichtverschmutzung
Bildquelle: Marco A. LudwigJede Sternschnuppe ein Wunsch? Dann stehen die Chancen gerade gut, sich etwas zu wünschen. Denn der Strom der Perseiden sorgt immer noch für viele Sternschnuppen am Himmel. Ihren Höhepunkt erreichten die Perseiden bereits in der Nacht vom 12. August, aber auch in den Tagen davor und danach kann man viele Sternschnuppen am Himmel entdecken.
Die Voraussetzungen dafür sind in diesem Jahr besonders gut, sagt Nicole Sehrig von der Sternwarte in Bochum. Zum einen wegen des guten Wetters und der klaren Sichtverhältnisse, zum anderen, weil das Himmelsspektakel in diesem Jahr bei Neumond stattfindet - so dass der Mond den Himmel möglichst wenig erhellt.
So sieht man möglichst viele Sternschnuppen
Doch wie sollte man vorgehen, um möglichst viele Sternschnuppen zu sehen? Am wichtigsten sei es, dass es möglichst dunkel ist, erklärt Sehrig. "Wenn ich mitten in der Innenstadt bin, dann sehe ich nur die Sterne", sagt sie. "Aber wenn ich außerhalb bin, dann sehe ich ein Vielfaches an Objekten und deshalb auch lichtschwächere Sternschnuppen."
"Der wichtigste Tipp ist: Je dunkler, desto besser." Nicole Sehrig, Sternwarte in Bochum
Die beste Zeit, um die Sternschnuppen zu sehen, ist zwischen 22 Uhr und 4 Uhr. In dieser Zeit sollte man möglichst mit bloßem Auge Richtung Himmel schauen, empfiehlt Sehrig. Denn wenn man mit dem bloßen Auge Ausschau hält, habe man einfach ein viel größeres Gesichtsfeld. Man könne sich zwar auch ein Fernglas oder ein Teleskop nehmen - aber die Wahrscheinlichkeit, dass dann gerade in diesem ausgewählten Ausschnitt was erscheint, sei tatsächlich viel, viel geringer.
Außerdem sollte man Richtung Nordosten schauen, denn dort liegt der scheinbare Ursprung der Perseiden - im Sternbild des Perseus. Ansonsten solle man sich eine Decke oder einen Liegestuhl mitnehmen, um nach den Sternschnuppen Ausschau zu halten, sagt Sehrig. "So dass man entspannt in den Himmel schauen kann."
Wo kann man die Perseiden am besten sehen?
Michael Meister von der Schulsternwarte Minden-Lübbecke e. V. sagt: "NRW ist eine helle Suppe, vor allem in den Ballungsräumen". Aber es gebe auch ein paar Zipfel, wo es besonders dunkel ist. "Zwar nicht wie in der Wüste Nevadas, aber immerhin dunkler". Diese Zipfel seien zum Beispiel im Nordosten (OWL) oder im Südwesten (Eifel) von NRW zu finden.
Wir haben ein paar Orte in NRW herausgesucht, an denen ideale Bedingungen herrschen um möglichst viele Sternschnuppen zu entdecken. Eine Auswahl.
Unsere Quellen:
- Interview mit Nicole Sehrig, Sternwarte in Bochum
- Michael Meister von der Schulsternwarte Minden-Lübbecke e.V.
- Auskunft Schmallenberger Sauerland Tourismus
- Tourismusinformationen der Orte
Sendung: WDR.de, "Wie man Perseiden am besten sehen kann", 13.08.2026, 21:25 Uhr
