Eine Sternschnuppe leuchtet neben der Milchstraße am Himmel.
Bildquelle: dpa/ Matthias BalkEs wird ein unvergesslicher astronomischer Höhepunkt am 12. August: Wer ab dem frühen Abend mit der Schutzbrille die Sonnenfinsternis verfolgt – die nächste ist erst im Jahr 2081 – kann danach mit bloßen Augen das Maximum des Perseiden-Meteorstroms am Nachthimmel beobachten. Höhepunkt für das Sternschnuppen-Spektakel werden die Nächte vom 11. auf den 12. und vom 12. auf den 13. August sein. Dann ist der Himmel stockfinster.
Höhepunkt der Perseiden im August
Der Neumond am 12. August sorgt dafür, dass kein störendes Mondlicht den Himmel aufhellt – ideale Bedingungen also. Ist die Sicht klar, sind bis zu 30 Sternschnuppen pro Stunde am Nachthimmel zu sehen, schätzen Astrophysiker. Die beste Zeit ist zwischen 22 Uhr abends und 4 Uhr morgens, besonders in den frühen Morgenstunden vor der Dämmerung. Die Blickrichtung: Nordosten in Richtung des Sternbilds Kassiopeia und Perseus.
Staubpartikel vom Kometen 109P/Swift-Tuttle
Im Nationalpark Eifel bietet sich der Blick auf das Perseiden-Spektakel an.
Bildquelle: WDR/ dpa/ Oliver BergDie Staubpartikel, die als Sternschnuppen verglühen, stammen vom Kometen 109P/Swift-Tuttle. Mit rund 60 Kilometern pro Sekunde rasen sie in die Erdatmosphäre - das sind 216.000 Kilometer pro Stunde. Die kleinen Gesteinsbrocken verglühen in 80 bis 110 Kilometern Höhe. Die hohe Geschwindigkeit erzeugt die charakteristischen hellen Leuchtspuren. Besonders eindrucksvoll sind sogenannte Feuerkugeln, die deutlich heller aufleuchten als gewöhnliche Meteore.
Himmelsphänomen auch als "Laurentiustränen" bekannt
Die Perseiden gelten als bekanntester Sternschnuppenstrom des Jahres. Sie werden auch als "Tränen des Laurentius" bezeichnet, weil sie um den Namenstag des Heiligen (10. August) zu sehen sind. Der soll der Legende nach als Märtyrer auf einem glühenden Rost gefoltert und dort Tränen über die Sünden seiner Mitmenschen vergossen haben. Bereits seit Mitte Juli sind die Perseiden aktiv, bis zum 24. August lassen sich ihre Meteore beobachten. Der Ausstrahlungspunkt der Perseiden liegt im Sternbild Perseus.
Zeit für Wünsche ans Universum
Im Volksmund heißt es, wer Sternschnuppen sieht, darf sich etwas wünschen. Vielleicht bringt der Astro-Dreiklang besonderes Glück. Lokale Sternwarten und Planetarien veranstalten Beobachtungsabende. Auch der Naturpark und Nationalpark Nordeifel bietet wegen sehr geringen Lichtverschmutzung ideale Bedingungen - und das nicht nur am 12. August. Dort hat man sogenannte Sternblicke eingerichtet – Orte ohne störendes Streulicht und mit Parkmöglichkeiten für Autos.
Unsere Quellen:
- leoniden.net
- nationalpark-eifel.de
- Nachrichtenagentur dpa, ots, kna
Sendung: WDR.de, "Sternschnuppen im August", 07.08.2026, 16.20 Uhr