2020 hatten Jörg Hohmann von der Bürgerstiftung Meschede und Franz Linneboden vom Vereinsring Hirschberg eine Idee: Sie wollten einen Radweg planen und bauen, der nicht nur Meschede und Warstein, sondern auch den Ruhrtal- und den Möhnetalradweg verbindet.
Das Ganze nennt sich Bürgerradweg, weil Planung und Umsetzung von Ehrenamtlern übernommen wurden. Normalerweise sind solche Wege einige hundert Meter lang. In diesem Fall waren es aber ganze 6,8 Kilometer - vom Stimmstamm bei Meschede bis Hirschberg nahe Warstein.
Kosten und Förderung: Bürgerradweg bleibt im Budget
Dabei mussten die ehrenamtlichen Planer einiges beachten. Denn der Weg führt durch ein FFH-Schutzgebiet, was strenge Umweltauflagen zur Folge hat. Außerdem mussten die Ausgaben im Blick behalten werden: 2,4 Millionen Euro stellte das Land zur Verfügung - und mehr wurden es auch nicht.
Das lag auch daran, dass durch die ehrenamtlichen Planer viel Geld gespart wurde. Rund eine Million Euro mehr hätte das Projekt sonst gekostet, heißt es aus Insiderkreisen.
Strecke durch den Wald: Radweg abseits der B55
Direkt nach der Eröffnung wurde der Weg schon von einigen Radfahrern genutzt. Sie freuten sich über eine sauber asphaltierte Strecke durch den Wald - unbehelligt vom Autoverkehr auf der nahe gelegenen B55.
Längster Bürgerradweg NRWs ist fertig
WDR. 17.07.2026. 00:37 Min.. Verfügbar bis 16.07.2028.
Unsere Quellen:
- Beobachtungen und Gespräche des WDR-Reporters vor Ort
- Stadt Warstein
Sendung: WDR 2 Südwestfalen, Lokalzeit, 17.07.2026, 12:31 Uhr