Wenn sie in Hitzestress geraten, sind heiße Tage für Tiere eine Qual.

WDR 02:25 Min. Verfügbar bis 03.07.2028

NRW-Tierheime in Not Der Kampf der Tiere mit der Hitze

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Die Tierheime in NRW sind am Limit: Die Hitze macht Hund, Katze und Maus zu schaffen. Ausreichend Kühlsysteme gibt es meist nicht.

"Liebe alle - wir brauchen mobile Klimageräte!" Der Hilferuf, den das Tierheim Aachen vor einigen Tagen via Instagram postete, war bitter nötig. Pools, Ventilatoren, Kühlzelte, selbst nasse Handtücher kamen zum Einsatz, aber es reichte trotzdem nicht angesichts der tropisch hohen Temperaturen. 30,2 Grad hatte es schon morgens im Katzenhaus - eine Qual für die Tiere.

Doch auf die Aachener Tierfreunde war Verlass: Nur einen Tag später waren sechs Klimageräte im Tierheim, gespendet von der großherzigen Community. Dass das so schnell ging, hat die Mitarbeiter im Tierheim überrascht: "Ein Post, ein Aufruf und so viele Leute, die helfen wollen", freute sich Marlies Bungert, Tierschutzbeauftragte des Tierheims.

Tiere haben Hitzewelle "nicht gut verkraftet"

Auch im Düsseldorfer Tierheim sind die Temperaturen hoch. Zu hoch. "Die Tiere haben die Hitzewelle nicht gut verkraftet", sagte Melanie Gordon, Leiterin des Tierheims, dem WDR. Abkühlung mit Wasserschläuchen, Planschbecken für die Hunde, nasse Handtücher: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mussten zu allen möglichen Tricks und Kniffen greifen, um den Tieren die Hitze wenigstens ein bisschen erträglicher zu machen.

Katze Abby im Tierheim

Langmachen und hoffen, das es bald vorbeigeht

Man habe zwar Klimageräte, aber es seien zu wenige. "Wir versuchen, die Bereiche, in denen Tiere sind, schon jetzt kühl zu halten", so Gordon. Denn die nächste Hitzewelle kommt bestimmt. Und bis dahin will man sich in Düsseldorf mit weiteren Ventilatoren und Klimageräten ausrüsten.

In Siegen geht man nur frühmorgens Gassi

Im Siegener Tierheim fällt die Gassirunde bei der Hitze weitgehend aus. Normalerweise finden sich zu jeder Tageszeit immer genug Freiwillige, die mit den Hunden eine Runde drehen. Doch das geht gerade nicht. "Bis neun Uhr kann man eine kleine Runde drehen, danach ist es einfach zu warm", sagte Mitarbeiterin Jessica Pietschmann dem WDR.

Buchfinke im Nest rufend

Bei der Hitze wird es im Nest zu warm

Und auch die Außengehege sind derzeit leer - zu heiß, zu wenig Schatten. Und die Zahl der Tiere im Tierheim steigt ständig. Gerade werden viele geschwächte Jungvögel gebracht, berichtet Pietschmann. "Denen wird es im Nest zu warm, sie versuchen, an die Luft zu kommen und purzeln dabei aus dem Nest. Dann liegen sie hilflos am Boden."

Haustiere vor Hitze schützen - so geht's

Doch nicht nur in den Tierheimen, auch zu Hause ist es oft zu heiß für unsere vierbeinigen Gefährten. So kann man Hunde, Katzen und auch andere Haustiere am besten durch die heißen Tage bringen:

Unsere Quellen:

  • WDR-Recherchen im Tierheim Aachen
  • Tierheim Düsseldorf
  • Tierheim Siegen

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Aachen, 03.07.2026, 19:30 Uhr

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