Morddrohung gegen Kritiker: Spuren führen in den Iran
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In einer Nacht im November 2022 erschüttern gleich zwei Anschläge das Ruhrgebiet. Den Auftrag dafür hatten "staatliche Stellen" im Iran gegeben. Denn seit Gründung der Islamischen Republik ist das oberste Ziel des Irans, die Zerstörung Israels und aller vermeintlichen Kollaborateure, also Juden weltweit.
Auf das Rabbinerhaus neben der Alten Synagoge in Essen werden Schüsse abgefeuert und ein Molotowcocktail trifft eine Schule direkt neben einer Synagoge in Bochum.
Verletzt wird niemand, aber dann wird klar: Die Spuren führen in den Iran. Ein Deutsch-Iraner, Nima J. (Name geändert), wird festgenommen. Die Spuren führen auch zum ehemaligen Chef der Hells Angels in Mönchengladbach, Ramin Y., der im Iran untergetaucht ist.
Welchen Einfluss haben die iranischen Revolutionsgarden in Deutschland? Welche Ziele verfolgt das Regime in Teheran mit solchen Operationen im Ausland? Host Dana Weise spricht in diesem Film mit dem Journalisten Bamdad Esmaili, der selbst Einschüchterungsversuche durch den Iran erlebt hat.
Iranischer Geheimdienst versucht, Spione in NRW zu rekrutieren
Seit der Eskalation des Konflikts mit Israel im Sommer 2025 geht das Regime besonders hart gegen seine Gegner vor. Aus Sicherheitskreisen heißt es, dass die Aktivitäten der iranischen Dienste nach dem zwölftägigen Krieg auch in Deutschland intensiviert wurden. Nach WDR-Recherchen versucht der Geheimdienst, Spione in NRW zu rekrutieren, und setzt dafür auch Exil-Iraner unter Druck.
Dabei setzen die Auslandsspione offenbar zunehmend auf sogenannte "Low-Level"-Agenten. Dabei handelt es sich um austauschbare Menschen, die riskante Aufgaben übernehmen, aber keinem Nachrichtendienst angehören. Solche Agenten waren offenbar auch an den Anschlägen auf die Synagogen im Ruhrgebiet 2022 beteiligt.
Hier gibt es weitere Infos zum Fall und ein ausführliches Interview mit Bamdad Esmaili.