Geschichten, die im Ohr bleiben WDR 3 Kulturfeature

Außergewöhnliche Biografien und neue Perspektiven auf Kultur und Gesellschaft - das WDR 3 Kulturfeature erzählt besondere Geschichten, die im Kopf bleiben und die Welt bewegen. Hier anhören und downloaden.

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Gefiederte Musen – Musik, von Vögeln inspiriert

Gefiederte Musen – Musik, von Vögeln inspiriert WDR 3 Kulturfeature 22.11.2025 54 Min. 5 Sek. Verfügbar bis 21.11.2026 WDR 3 Von Sabine Fringes

Lange bevor es den Menschen gab, erfüllte der Gesang der Vögel den Planeten. Ihre Melodien inspirierten Dichter und Komponisten. Und gaben dem Menschen Rätsel auf: Warum singen sie? Und wovon?

Was haben uns die Vögel zu sagen? Antworten darauf geben Märchen und Mythen. Heute forschen allerlei Studien zum Thema. Eines stellen sie immer wieder fest: Der Gesang der Vögel macht den Menschen glücklich. Besonders dann, wenn viele verschiedene Vogelarten zu hören sind. Das Kulturfeature lauscht den Melodien der Gefiederten – und ihrem Widerhall in der Musik. Und damit dem beglückenden Verhältnis zwischen Mensch und Tier. Ein Feature von Sabine Fringes. Produktion 2021


Was haben uns die Vögel zu sagen? Antworten darauf geben Märchen und Mythen. Heute forschen allerlei Studien zum Thema. Eines stellen sie immer wieder fest: Der Gesang der Vögel macht den Menschen glücklich. Besonders dann, wenn viele verschiedene Vogelarten zu hören sind. Das Kulturfeature lauscht den Melodien der Gefiederten – und ihrem Widerhall in der Musik. Und damit dem beglückenden Verhältnis zwischen Mensch und Tier.

Ein Feature von Sabine Fringes. Produktion WDR 2021

Reise unter die Gehirnschale eines Riesen – Sieben Abschweifungen zu Jean Paul

Reise unter die Gehirnschale eines Riesen – Sieben Abschweifungen zu Jean Paul WDR 3 Kulturfeature 15.11.2025 53 Min. 58 Sek. Verfügbar bis 14.11.2026 WDR 3 Von Holger Noltze

"Titan" hieß nicht nur sein mit phantastischen Vorschüssen finanzierte Riesenroman. Ein Titan war der Autor Jean Paul selbst, was die schiere Anzahl beschriebener Seiten betrifft. Vor 200 Jahren ist der Großmeister der skurrilen Einfälle gestorben.

Jean Paul, als Johann Paul Friedrich Richter in einem Pfarrershaus in Franken aufgewachsen, ist in seinem Leben nicht aus der Provinz herausgekommen. Doch hat er in seinen Büchern die abenteuerlichsten Achterbahnfahrten der deutschen Literatur unternommen – vom Höchsten hinab zum weithin Abgelegenen. Bis heute kann es eine dabei schwindlig aus der Kurve tragen. Zigtausend Seiten umfasst Jean Pauls Werk und Nachlass. Ausdruck einer rastlosen Schreibwut und seiner kommutativen Poetik – aus den Zettelkästen sollten sich auch nach seinem Tod noch immer neue Romane zusammensetzen lassen. Ein Feature von Holger Noltze. Produktion: WDR 2013


Jean Paul, als Johann Paul Friedrich Richter in einem Pfarrershaus in Franken aufgewachsen, ist in seinem Leben nicht aus der Provinz herausgekommen. Doch hat er in seinen Büchern die abenteuerlichsten Achterbahnfahrten der deutschen Literatur unternommen – vom Höchsten hinab zum weithin Abgelegenen. Bis heute kann es eine dabei schwindlig aus der Kurve tragen. Zigtausend Seiten umfasst Jean Pauls Werk und Nachlass. Ausdruck einer rastlosen Schreibwut und seiner kommutativen Poetik – aus den Zettelkästen sollten sich auch nach seinem Tod noch immer neue Romane zusammensetzen lassen.
Ein Feature von Holger Noltze. Produktion: WDR 2013

Unmögliches denken – Poesie und Visionen: Der Schriftsteller Arthur C. Clarke

Unmögliches denken – Poesie und Visionen: Der Schriftsteller Arthur C. Clarke WDR 3 Kulturfeature 08.11.2025 54 Min. 14 Sek. Verfügbar bis 07.11.2099 WDR 3 Von Rainer Praetorius

Arthur C. Clarke war einer der größten Science-Fiction-Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Er nahm vorweg, was heute Selbstverständlichkeit ist – und doch an Rätselhaftigkeit nicht eingebüßt hat.

Schon 1945 veröffentlichte der britischer Buchautor und Physiker Sir Arthur C. Clarke (1917-2008) in einer Fachzeitschrift einen Artikel, der detailliert die Möglichkeit einer weltumspannenden Kommunikation mit Hilfe von nur drei im geostationäre Orbit verteilten Satelliten beschrieb. Keine zwanzig Jahre später beförderte eine Thor-Delta-Rakete den amerikanischen Satelliten „Syncom 3“ auf eine geostationären Umlaufbahn. Von dort übertrug der Trabant aktuelle Fernsehbilder von den Olympischen Spielen in Japan in die USA. Weitere zehn Jahre später entwarf Clarke mit dem Internet ein Kommunikationssytem, das heute unseren Alltag beherrscht. Mit Regisseur Stanley Kubrick arbeitete Clark vier Jahre an "2001: Odyssee im Weltraum“, einem filmischen Meilenstein. Er formuliert auf eigene Weise, was der Schriftsteller als "Clarkesches Gesetz“ festgehalten hat: "Jede hinreichend weit entwickelte Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.“ Ein Feature von Rainer Praetorius. Produktion: WDR 2022


Schon 1945 veröffentlichte der britischer Buchautor und Physiker Sir Arthur C. Clarke (1917-2008) in einer Fachzeitschrift einen Artikel, der detailliert die Möglichkeit einer weltumspannenden Kommunikation mit Hilfe von nur drei im geostationäre Orbit verteilten Satelliten beschrieb. Keine zwanzig Jahre später beförderte eine Thor-Delta-Rakete den amerikanischen Satelliten „Syncom 3“ auf eine geostationären Umlaufbahn. Von dort übertrug der Trabant aktuelle Fernsehbilder von den Olympischen Spielen in Japan in die USA. Weitere zehn Jahre später entwarf Clarke mit dem Internet ein Kommunikationssytem, das heute unseren Alltag beherrscht. Mit Regisseur Stanley Kubrick arbeitete Clark vier Jahre an "2001: Odyssee im Weltraum“, einem filmischen Meilenstein. Er formuliert auf eigene Weise, was der Schriftsteller als "Clarkesches Gesetz“ festgehalten hat: "Jede hinreichend weit entwickelte Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.“

Ein Feature von Rainer Praetorius. Produktion: WDR 2022

Jeder muss seinen Wahnsinn selbst verantworten – der Kölner Schriftsteller Dieter Wellershoff

Jeder muss seinen Wahnsinn selbst verantworten – der Kölner Schriftsteller Dieter Wellershoff WDR 3 Kulturfeature 02.11.2025 53 Min. 57 Sek. Verfügbar bis 31.10.2099 WDR 3 Von Gisa Funck

Er erfand das Etikett „Neuer Realismus“, in dessen Namen Rolf Dieter Brinkmann auf die Barrikaden ging. Dann wechselte Dieter Wellershoff die Seiten, um selbst als Schriftsteller die bürgerliche Gesellschaft zu sezieren. Ein Portrait zum hundertsten Geburtstag.

In seinen Romanen betreibt Dieter Wellershoff Aufklärung der bürgerlichen Existenzformen. Es sind Fallstudien über Selbstbetrug und unbeherrschtes Wunschdenken – wobei er die eigene Person ausdrücklich in das Versuchsfeld einschloss. Seine Fronterfahrungen als junger Wehrmachtssoldat hatten ihn zu Skepsis und schmerzloser Neugier befähigt: Das Leben ein Zufall. Begonnen hat Dieter Wellershoff als Lektor von Heinrich Böll und Rolf Dieter Brinkmann. Dann wagte er den Sprung auf die andere Seite des Schreibtischs und begann, selbst zu schreiben. Der Erfolg beim breiten Publikum kam für Dieter Wellershoff erst im vorgerückten Alter, eine der Wendungen in einer erstaunlichen Biografie, die selbst heute noch Überraschungen bereithält. Ein Feature von Gisa Funck. Produktion: WDR 2025


In seinen Romanen betreibt Dieter Wellershoff Aufklärung der bürgerlichen Existenzformen. Es sind Fallstudien über Selbstbetrug und unbeherrschtes Wunschdenken – wobei er die eigene Person ausdrücklich in das Versuchsfeld einschloss. Seine Fronterfahrungen als junger Wehrmachtssoldat hatten ihn zu Skepsis und schmerzloser Neugier befähigt: Das Leben ein Zufall. Begonnen hat Dieter Wellershoff als Lektor von Heinrich Böll und Rolf Dieter Brinkmann. Dann wagte er den Sprung auf die andere Seite des Schreibtischs und begann, selbst zu schreiben. Der Erfolg beim breiten Publikum kam für Dieter Wellershoff erst im vorgerückten Alter, eine der Wendungen in einer erstaunlichen Biografie, die selbst heute noch Überraschungen bereithält.
Ein Feature von Gisa Funck. Produktion: WDR 2025

Die Bad-Boy-Story: Komponist George Antheil

Die Bad-Boy-Story: Komponist George Antheil WDR 3 Kulturfeature 01.11.2025 54 Min. 22 Sek. Verfügbar bis 31.10.2099 WDR 3 Von Sabine Fringes

Er brachte maschinelle Rhythmen und Flugzeugpropeller ins Konzert: George Antheil sorgte im Paris der 1920er Jahre für Skandale – die Musik wirkt noch 100 Jahre später elektrisierend und beunruhigend.

Bei seinen Konzerten trug er stets eine Pistole bei sich, um sich notfalls den Weg freischießen zu können. So beschreibt es zumindest Antheil in seinen Erinnerungen „Bad Boy of Music.“ Aber wie reift ein Enfant terrible heran? Sabine Fringes blickt hinter die Fassade des 1900 geborenen musikalischen Draufgängers mit den Komponisten Moritz Eggert, Steffen Schleiermacher und Geigerin Tianwa Yang. Ein Feature von Sabine Fringes. Produktion: WDR 2025


Bei seinen Konzerten trug er stets eine Pistole bei sich, um sich notfalls den Weg freischießen zu können. So beschreibt es zumindest Antheil in seinen Erinnerungen „Bad Boy of Music.“ Aber wie reift ein Enfant terrible heran? Sabine Fringes blickt hinter die Fassade des 1900 geborenen musikalischen Draufgängers mit den Komponisten Moritz Eggert, Steffen Schleiermacher und Geigerin Tianwa Yang.
Ein Feature von Sabine Fringes. Produktion: WDR 2025

Go for trash! Der Aktionskünstler HA Schult

Go for trash! Der Aktionskünstler HA Schult WDR 3 Kulturfeature 25.10.2025 51 Min. 47 Sek. Verfügbar bis 24.10.2099 WDR 3 Von Sabine Fringes

HA Schult ist einer der ersten Künstler, die sich das Thema Umweltschutz auf die Fahnen geschrieben haben. Weltberühmt wurde er durch seine tausend Trash People, die er seit 1996 rund um den Globus schickt.

Für seine spektakulären Aktionen ist ihm kein Aufwand zu hoch: Seine Armee von mannshohen Müllmenschen brachte er aufs Matterhorn, in die Arktis, vor die Pyramiden in Gizeh. In Köln zählt sein geflügelter Ford, der golden auf dem Zeughausturm thront, seit mehr als drei Jahrzehnten zu den Sehenswürdigkeiten. Wie seine Düsseldorfer Künstlerkollegen Joseph Beuys, Nam June Paik oder Wolf Vostell zog HA Schult in den 60er Jahren mit seiner Kunst aus dem Atelier ins Leben hinaus. Sein Motto: „Kunst ist Kampf. Kunst ist Sozialarbeit.“ Bis heute zählt er zu den streitbarsten Akteuren in der Kunstszene. Ein Feature von Sabine Fringes. Produktion: 2025


Für seine spektakulären Aktionen ist ihm kein Aufwand zu hoch: Seine Armee von mannshohen Müllmenschen brachte er aufs Matterhorn, in die Arktis, vor die Pyramiden in Gizeh. In Köln zählt sein geflügelter Ford, der golden auf dem Zeughausturm thront, seit mehr als drei Jahrzehnten zu den Sehenswürdigkeiten.
Wie seine Düsseldorfer Künstlerkollegen Joseph Beuys, Nam June Paik oder Wolf Vostell zog HA Schult in den 60er Jahren mit seiner Kunst aus dem Atelier ins Leben hinaus. Sein Motto: „Kunst ist Kampf. Kunst ist Sozialarbeit.“
Bis heute zählt er zu den streitbarsten Akteuren in der Kunstszene.

Ein Feature von Sabine Fringes. Produktion: 2025

Der unbekannte Georg Kreisler – Abgründe und Absurditäten

Der unbekannte Georg Kreisler – Abgründe und Absurditäten WDR 3 Kulturfeature 18.10.2025 53 Min. 50 Sek. Verfügbar bis 17.10.2099 WDR 3 Von Markus Metz und Georg Seeßlen

Einige seiner bösen Lieder wie "Tauben vergiften im Park" sind Teil unseres allgemeinen Kulturgutes geworden. Daneben gibt es einen unbekannteren Georg Kreisler, den Komponisten ernster Musik, den Romanautor und Verfasser zweier Opern.

Als Georg Kreisler nach dem Anschluss Österreichs an Nazi-Deutschland 1938 als Jugendlicher mit seinen Eltern aus Wien floh, war es vor allem die Musik, die ihm in Amerika dabei half, sein Talente zu entwickeln: Etwa Musik mit bissigen, aber auch tieftraurigen Texten zu verbinden und trotzdem die Menschen damit zum Lachen zu bringen. Zurück in Europa, 1955, blieb Georg Kreisler Zeit seines Lebens ein Zerrissener und Unbehauster. Einer, der nicht Teil der österreichischen Schmäh-Kultur werden wollte. Einer, dem der Ruhm, den er als Liederkomponist erhielt, zur Last wurde. Denn aus der Schublade, in die ihn sein eigenes Publikum gesteckt hatte, wollte er hinaus. Ein Feature von Markus Metz und Georg Seeßlen. Produktion WDR 2022


Als Georg Kreisler nach dem Anschluss Österreichs an Nazi-Deutschland 1938 als Jugendlicher mit seinen Eltern aus Wien floh, war es vor allem die Musik, die ihm in Amerika dabei half, sein Talente zu entwickeln: Etwa Musik mit bissigen, aber auch tieftraurigen Texten zu verbinden und trotzdem die Menschen damit zum Lachen zu bringen. Zurück in Europa, 1955, blieb Georg Kreisler Zeit seines Lebens ein Zerrissener und Unbehauster. Einer, der nicht Teil der österreichischen Schmäh-Kultur werden wollte. Einer, dem der Ruhm, den er als Liederkomponist erhielt, zur Last wurde. Denn aus der Schublade, in die ihn sein eigenes Publikum gesteckt hatte, wollte er hinaus.

Ein Feature von Markus Metz und Georg Seeßlen. Produktion WDR 2022

Porträt des Literatur-Nobelpreisträgers László Krasznahorkai

Porträt des Literatur-Nobelpreisträgers László Krasznahorkai WDR 3 Kulturfeature 11.10.2025 53 Min. 15 Sek. Verfügbar bis 11.10.2099 WDR 3 Von Thomas David

Er gilt nicht nur als einer der bedeutendsten Schriftsteller Ungarns. Als "Meister der Apokalypse" ist László Krasznahorkai ein international gefeierter Autor. Jetzt hat er den Literatur-Nobelpreis bekommen.

In seinen Romanen und Erzählungen durchstößt der 1954 geborene László Krasznahorkai die feine Membran der Zivilisation und macht das Alltägliche zu einer Frage von Leben und Tod: so in seinem Debüt «Satanstango», dessen Verfilmung 1994 auf der Berlinale seine internationale Premiere hatte, so auch in seinem zuletzt übersetzten Roman "Herscht 07769", der im Milieu ostdeutscher Neonazis spielt. In einer mäandernden, Raum und Zeit überspannenden Prosa zeigt sich das Bild eines Autors, der schutzlos der Brutalität des irdischen Daseins ausgesetzt scheint. Begegnungen in Berlin und Budapest mit einem rastlosen Solitär der Gegenwartsliteratur. Ein Feature von Thomas David. Produktion WDR 2023


In seinen Romanen und Erzählungen durchstößt der 1954 geborene László Krasznahorkai die feine Membran der Zivilisation und macht das Alltägliche zu einer Frage von Leben und Tod: so in seinem Debüt «Satanstango», dessen Verfilmung 1994 auf der Berlinale seine internationale Premiere hatte, so auch in seinem zuletzt übersetzten Roman "Herscht 07769", der im Milieu ostdeutscher Neonazis spielt. In einer mäandernden, Raum und Zeit überspannenden Prosa zeigt sich das Bild eines Autors, der schutzlos der Brutalität des irdischen Daseins ausgesetzt scheint. Begegnungen in Berlin und Budapest mit einem rastlosen Solitär der Gegenwartsliteratur.

Ein Feature von Thomas David. Produktion WDR 2023

Die letzten Venezianer. Eine Stadt kämpft ums Überleben

Die letzten Venezianer. Eine Stadt kämpft ums Überleben WDR 3 Kulturfeature 27.09.2025 47 Min. 14 Sek. Verfügbar bis 26.09.2099 WDR 3 Von Petra Reski und Christopher Weingart

30 Millionen Besucher im Jahr: Venedig versinkt in den Touristenfluten. Doch die lokale Politik treibt den Ausverkauf der Stadt weiter voran. Wer profitiert davon?

48.283 Einwohner leben noch in Venedig, vor hundert Jahren waren es noch rund 160.000. „Jedes Jahr verliert Venedig rund tausend Einwohner“, erklärt Silvio Testa, Aktivist und Venezianer.  In der vom Overtourism erstickten Stadt ist das tägliche Leben nicht mehr vorgesehen. Während die letzten Bewohner darum kämpfen, dass der Stadt der Sonderstatus als „Insel“ zuerkannt und sie auf die Liste des gefährdeten Weltkulturerbes gesetzt wird, ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Bürgermeister Luigi Brugnaro wegen Bestechung und illegalen Bieterabsprachen. Wie kann es den Venezianern gelingen, ihre Stadt zu retten?


48.283 Einwohner leben noch in Venedig, vor hundert Jahren waren es noch rund 160.000. „Jedes Jahr verliert Venedig rund tausend Einwohner“, erklärt Silvio Testa, Aktivist und Venezianer.  In der vom Overtourism erstickten Stadt ist das tägliche Leben nicht mehr vorgesehen. Während die letzten Bewohner darum kämpfen, dass der Stadt der Sonderstatus als „Insel“ zuerkannt und sie auf die Liste des gefährdeten Weltkulturerbes gesetzt wird, ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Bürgermeister Luigi Brugnaro wegen Bestechung und illegalen Bieterabsprachen. Wie kann es den Venezianern gelingen, ihre Stadt zu retten?

Matsutake – Ein Pilz im Anthropozän

Matsutake – Ein Pilz im Anthropozän WDR 3 Kulturfeature 20.09.2025 54 Min. 21 Sek. Verfügbar bis 19.09.2099 WDR 3 Von Jean-Claude Kuner

In jedem Herbst wird der Matsutake-Pilz zu einem begehrten Geschenk in Japan. Er lässt sich nicht kultivieren. Entsprechend komplex sind die Bedingungen, unter denen er gewonnen wird – und hoch die Beträge, die für ihn gezahlt werden.

Den nicht kultivierbaren Pilz gibt es nur in der Wildnis. In Japan ist er Mangelware und wird deshalb in großen Mengen importiert. In den Wäldern Oregons ist so ein Wirtschaftszweig mit exorbitanter Wertsteigerung entstanden. Einmal von den USA nach Japan exportiert, kostet der Pilz dort schnell das Vierzigfache und mehr. Die US-amerikanische Anthropologin Anna Lowenhaupt Tsing erforscht den Matsutake schon lange. Für sie ist der Pilz ein geeignetes Objekt für ihre Kritik am Kapitalismus und dem Zeitalter des Anthropozän mit seiner vom Menschen gemachten zerstörerischen Ausbeutung der Natur. Dennoch entdeckt Lowenhaupt Tsing in den ökologischen Ruinen auch Chancen und Lösungen und stellt die Frage: Wie könnten wir leben in den Trümmern des Kapitalismus? Ein Feature von Jean-Claude Kuner. Produktion Dlf Kultur/WDR 2021.


Den nicht kultivierbaren Pilz gibt es nur in der Wildnis. In Japan ist er Mangelware und wird deshalb in großen Mengen importiert. In den Wäldern Oregons ist so ein Wirtschaftszweig mit exorbitanter Wertsteigerung entstanden. Einmal von den USA nach Japan exportiert, kostet der Pilz dort schnell das Vierzigfache und mehr.
Die US-amerikanische Anthropologin Anna Lowenhaupt Tsing erforscht den Matsutake schon lange. Für sie ist der Pilz ein geeignetes Objekt für ihre Kritik am Kapitalismus und dem Zeitalter des Anthropozän mit seiner vom Menschen gemachten zerstörerischen Ausbeutung der Natur. Dennoch entdeckt Lowenhaupt Tsing in den ökologischen Ruinen auch Chancen und Lösungen und stellt die Frage: Wie könnten wir leben in den Trümmern des Kapitalismus?

Ein Feature von Jean-Claude Kuner. Produktion Dlf Kultur/WDR 2021.

Der süße Fluch des Bandoneons – Eine transatlantische Reise

Der süße Fluch des Bandoneons – Eine transatlantische Reise WDR 3 Kulturfeature 13.09.2025 54 Min. 59 Sek. Verfügbar bis 12.09.2099 WDR 3 Von Jakob Weingartner

Das Bandoneon wurde als wehmütige Stimme des argentinischen Tangos weltberühmt. Einst repräsentierte die Bergmannsorgel den Anspruch deutscher Kumpel auf kulturelle Emanzipation. Zusammen mit dem argentinischen Bandoneonisten Gabriel Rivano sucht das Feature von Jakob Weingartner nach der deutschen Seele im singenden Blasebalg. Es besucht seine Geburtstätte in einem winzigen Dorf im sächsischen Erzgebirge; lernt in Köln einen besessenen Sammler kennen; erfährt in einer Knappensiedlung im Ruhrgebiet,  dass die ersten massenhaft hergestellten Instrumente preisgünstig von verurteilten Straftätern zusammengebaut wurden. Die Reise führt schließlich zurück über den Atlantik – nach Buenos Aires. Dort werden  heute einfache Volksbandoneons gebaut, um das Eliteninstrument wieder unter die Besitzlosen zu bringen. Dort lüftet sich auch ein schauerliches Geheimnis: Einige Bandoneonisten schwören, dass ihr Instrument die Seelen seiner vorherigen Spieler in sich trägt. Was tun, wenn eine davon mit einem Fluch belegt ist? Ein Feature von Jakob Weingartner. Produktion: WDR 2025


Verborgenheit – Auf der Suche nach dem Dichter Eduard Mörike

Verborgenheit – Auf der Suche nach dem Dichter Eduard Mörike WDR 3 Kulturfeature 06.09.2025 53 Min. 7 Sek. Verfügbar bis 05.09.2099 WDR 3 Von Norbert Hummelt

Eduard Mörike ist schon zu Lebzeiten als idyllischer Schwabe bezeichnet worden. Diesen Ruf ist er bis heute nicht losgeworden. Dabei ist vieles in seinem Werk von untergründiger Spannung getragen.

Eduard Mörike, 1804 im Württembergischen geboren, 1875 in Stuttgart gestorben führte ein Leben in unscheinbaren, ungeliebten Verhältnissen. Doch in dieser Existenz im Kleinen entstanden einige der schönsten Gedichte in deutscher Sprache. Norbert Hummelt begibt sich auf Spurensuche – ins Evangelische Stift in Tübingen, wo Mörike studierte, dorthin, wo er später Pfarrer und Literaturlehrer an einer Mädchenschule gewesen ist. Liegt der Schlüssel zu seinem Werk in der Liebe zu einer jungen Frau, der er mit 19 begegnete? Ein Feature von Norbert Hummelt. Produktion: SWR 2025


Eduard Mörike, 1804 im Württembergischen geboren, 1875 in Stuttgart gestorben führte ein Leben in unscheinbaren, ungeliebten Verhältnissen. Doch in dieser Existenz im Kleinen entstanden einige der schönsten Gedichte in deutscher Sprache. Norbert Hummelt begibt sich auf Spurensuche – ins Evangelische Stift in Tübingen, wo Mörike studierte, dorthin, wo er später Pfarrer und Literaturlehrer an einer Mädchenschule gewesen ist. Liegt der Schlüssel zu seinem Werk in der Liebe zu einer jungen Frau, der er mit 19 begegnete?
Ein Feature von Norbert Hummelt. Produktion: SWR 2025

Die drei Leben der Connie Converse – Die Frau, die den Folk erfand und verschwand

Die drei Leben der Connie Converse – Die Frau, die den Folk erfand und verschwand WDR 3 Kulturfeature 30.08.2025 53 Min. 58 Sek. Verfügbar bis 29.08.2030 WDR 3 Von Monika Kursawe

Was für eine Stimme! Was für abgefeimte Melodiebögen! Und erst die Texte: böse, durchtrieben, feministisch, witzig und poetisch. Als Connie Converse in den frühen 50er-Jahren nach NYC kam, brachte sie Songs mit, die den Folk hätten verändern können.

Sie spielte sie auf "listening parties" vor ergriffenem Publikum und trat sogar im Fernsehen auf; einen Plattenvertrag bekam sie jedoch nie. Zum Glück gab es Menschen, die die Songs auf Tonbandgerät aufnahmen. Denn dann verschwand Connie einfach und ward nie mehr gesehen. Monika Kursawe hat sich auf die Spuren einer großen Musikerin und schwierigen Existenz gemacht. Ein Feature von Monika Kursawe. Produktion SWR 2024


Sie spielte sie auf "listening parties" vor ergriffenem Publikum und trat sogar im Fernsehen auf; einen Plattenvertrag bekam sie jedoch nie. Zum Glück gab es Menschen, die die Songs auf Tonbandgerät aufnahmen. Denn dann verschwand Connie einfach und ward nie mehr gesehen. Monika Kursawe hat sich auf die Spuren einer großen Musikerin und schwierigen Existenz gemacht.

Ein Feature von Monika Kursawe. Produktion SWR 2024

Van Gogh, Vermeer, Raffael – Auf der Suche nach verschollenen Meisterwerken

Van Gogh, Vermeer, Raffael – Auf der Suche nach verschollenen Meisterwerken WDR 3 Kulturfeature 23.08.2025 52 Min. 18 Sek. Verfügbar bis 22.08.2099 WDR 3 Von Stefan Koldehoff und Johannes Nichelmann

Van Goghs Porträt seines Arztes Dr. Gachet, ein Interieur mit zwei Frauen von Vermeer beim Konzert, das Bildnis eines jungen Mannes von Raffael: Drei Kunstwerke, die seit Jahrzehnten nicht mehr öffentlich zu sehen waren. Werden sie wieder auftauchen?

Würden diese Gemälde wieder an die Oberfläche geraten, wäre jedes einzelne von ihnen einen dreistelligen Millionenbetrag wert. Die Journalisten Johannes Nichelmann und Stefan Koldehoff sind seit langem auf der Spur solcher Meisterwerke, die heute in privaten Villen oder gut bewachten Zollfreilagern verborgen sind. Sie berichten von Gemälden, die dem Organisierten Verbrechen als Zahlungsmittel oder für Erpressungen dienen. Und von Bildern, die in den Nachkriegswirren gestohlen wurden. Sie klopfen an die Türen, hinter denen diese Werke heute vermutet werden. Ein Feature von Stefan Koldehoff und Johannes Nichelmann. Produktion: DLF 2024


Würden diese Gemälde wieder an die Oberfläche geraten, wäre jedes einzelne von ihnen einen dreistelligen Millionenbetrag wert. Die Journalisten Johannes Nichelmann und Stefan Koldehoff sind seit langem auf der Spur solcher Meisterwerke, die heute in privaten Villen oder gut bewachten Zollfreilagern verborgen sind. Sie berichten von Gemälden, die dem Organisierten Verbrechen als Zahlungsmittel oder für Erpressungen dienen. Und von Bildern, die in den Nachkriegswirren gestohlen wurden. Sie klopfen an die Türen, hinter denen diese Werke heute vermutet werden.
Ein Feature von Stefan Koldehoff und Johannes Nichelmann.
Produktion: DLF 2024

aaaaaaaaaa Klingende Monotonie

aaaaaaaaaa Klingende Monotonie WDR 3 Kulturfeature 16.08.2025 54 Min. 14 Sek. Verfügbar bis 15.08.2099 WDR 3 Von Julian Kämper

Die Kunst der Monotonie: wer sich darauf einlässt, wird den inneren Reichtum der Einzeltöne erleben. Ein Feature auf (fast) nur einem Ton.

Ob im Alltag, in den Künsten oder in der technologisierten Umgebung – auf lang anhaltende und gleichbleibende Tonhöhe reagieren wir ganz unterschiedlich. Wenn Sprecher oder Musiker auf einer Tonstufe verharren, kann uns das in den Wahnsinn treiben oder einschläfern. Wenn wir uns aber beim Chorsingen oder Meditieren auf ein „A“ oder „Om“ geeinigt haben, kann das Gemeinsaft stiften und in einen Zustand kollektiver Ekstase führen. Und so mancher Komponist hat erkannt, dass die Reduktion auf eine Tonhöhe keineswegs hörbare Langeweile bedeutet, sondern das eintönige Material vielfältige Bewegungen erzeugen kann. Ein Feature von Julian Kämper. Produktion: DLF 2023


Ob im Alltag, in den Künsten oder in der technologisierten Umgebung – auf lang anhaltende und gleichbleibende Tonhöhe reagieren wir ganz unterschiedlich. Wenn Sprecher oder Musiker auf einer Tonstufe verharren, kann uns das in den Wahnsinn treiben oder einschläfern. Wenn wir uns aber beim Chorsingen oder Meditieren auf ein „A“ oder „Om“ geeinigt haben, kann das Gemeinsaft stiften und in einen Zustand kollektiver Ekstase führen. Und so mancher Komponist hat erkannt, dass die Reduktion auf eine Tonhöhe keineswegs hörbare Langeweile bedeutet, sondern das eintönige Material vielfältige Bewegungen erzeugen kann.

Ein Feature von Julian Kämper. Produktion: DLF 2023

Irre Gärten – Mit Jorge Luis Borges durchs Labyrinth

Irre Gärten – Mit Jorge Luis Borges durchs Labyrinth WDR 3 Kulturfeature 09.08.2025 54 Min. 1 Sek. Verfügbar bis 08.08.2099 WDR 3 Von Andra Joeckle

Die Textwelten des Schriftstellers Jorge Luis Borges verzweigen sich ins Unübersehbare. Auf einer der Inseln Venedigs kann man sich ganz real in ihnen verlaufen.

Der argentinische Autor Jorge Luis Borges kultivierte wie kein zweiter Schriftsteller die Denkfigur des Labyrinths. Angeregt durch Borges’ Erzählung „Der Garten der Pfade, die sich verzweigen“ – in der Buch und Labyrinth eins sind – entwarf Randoll Coate, ein britischer Geheimdienstler und Diplomat  ein Labyrinth in Form eines offenen Buchs. Auf der Insel San Giorgio Maggiore in Venedig wurde es mit dreitausend Buchsbaumbüschen angelegt. Sprechende Motive wie Sanduhr, Blindenstock oder Tiger locken den Besucher ins Innere und lassen ihn auf geistesabenteuerlichen Wegen in die Irre gehen. Ein Feature von Andra Joeckle. Produktion: DLF Kultur 2022


Der argentinische Autor Jorge Luis Borges kultivierte wie kein zweiter Schriftsteller die Denkfigur des Labyrinths. Angeregt durch Borges’ Erzählung „Der Garten der Pfade, die sich verzweigen“ – in der Buch und Labyrinth eins sind – entwarf Randoll Coate, ein britischer Geheimdienstler und Diplomat  ein Labyrinth in Form eines offenen Buchs. Auf der Insel San Giorgio Maggiore in Venedig wurde es mit dreitausend Buchsbaumbüschen angelegt. Sprechende Motive wie Sanduhr, Blindenstock oder Tiger locken den Besucher ins Innere und lassen ihn auf geistesabenteuerlichen Wegen in die Irre gehen.

Ein Feature von Andra Joeckle. Produktion: DLF Kultur 2022

Bis die Atombomben fielen – Dacia Marainis Kindheit in einem japanischen Internierungslager

Bis die Atombomben fielen – Dacia Marainis Kindheit in einem japanischen Internierungslager WDR 3 Kulturfeature 02.08.2025 50 Min. 14 Sek. Verfügbar bis 01.08.2099 WDR 3 Von Corinne Orlowski

Dacia Maraini ist eine der wichtigsten literarischen Stimmen Italiens. Erst jetzt im hohen Alter erzählt sie von verstörenden Kinderjahren in einem japanischen Gefangenenlager im zweiten Weltkrieg.

Kaum jemand weiß, dass während des Zweiten Weltkrieges italienische Antifaschisten in japanischen Lagern interniert waren. Zu denen, die dort ständigem Hunger und dem Sadismus der japanischen Bewacher ausgeliefert waren, gehörte auch die damals siebenjährige Dacia mit ihrer Familie. Retten werden sie erst die verhängnisvollen Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki, die das japanische Kaiserreich zur Kapitulation zwingen. Ein Feature von Corinne Orlowski. Produktion: WDR 2025


Kaum jemand weiß, dass während des Zweiten Weltkrieges italienische Antifaschisten in japanischen Lagern interniert waren. Zu denen, die dort ständigem Hunger und dem Sadismus der japanischen Bewacher ausgeliefert waren, gehörte auch die damals siebenjährige Dacia mit ihrer Familie. Retten werden sie erst die verhängnisvollen Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki, die das japanische Kaiserreich zur Kapitulation zwingen.
Ein Feature von Corinne Orlowski. Produktion: WDR 2025

Ich hatte drei Leben. Mikis Theodorakis – ein Porträt

Ich hatte drei Leben. Mikis Theodorakis – ein Porträt WDR 3 Kulturfeature 26.07.2025 54 Min. 13 Sek. Verfügbar bis 25.07.2099 WDR 3 Von Sabine Huthmann und Friederike Wigger

Als Musiker und Aktivist verkörperte Mikis Theodorakis wie kein Zweiter das Gewissen Griechenlands in seinen düstersten Tage. Eine Hommage zum 100. Geburtstag.

Mikis Theodorakis wurde am 29. Juli 1925 auf der Insel Chios geboren. Sein Leben wurde von der gewaltsamen Geschichte seiner Heimat geprägt. Er kämpfte im Widerstand gegen die deutsche Besatzung, wurde im Bürgerkrieg auf die berüchtigten Strafinseln deportiert. Er ging ins Exil und engagierte sich politisch nach dem Militärputsch gegen die Diktatur der Obristen. Später gründete er eine eigene linke Partei, trat sogar zeitweilig als Minister in die Regierung ein. Als Künstler international bekannt ging Theodorakis immer wieder neue Wege: So als er sich Ende der 50er Jahre als Komponist plötzlich von der Kunstmusik abwandte und sich zu den Wurzeln der griechischen Volksmusik bekannte. Als Sänger verabschiedete sich Theodorakis 1999 mit einem weltweit letzten Konzert in Frankfurt/Main. Im selben Jahr entstand das Feature von Sabine Huthmann und Friederike Wiggert, das Theodorakis bei Schallplattenaufnahmen in Berlin begleitet. Ein Feature von Sabine Huthmann und Friederike Wigger. Produktion: SFB-ORB/NDR/ORF 2000


Mikis Theodorakis wurde am 29. Juli 1925 auf der Insel Chios geboren. Sein Leben wurde von der gewaltsamen Geschichte seiner Heimat geprägt. Er kämpfte im Widerstand gegen die deutsche Besatzung, wurde im Bürgerkrieg auf die berüchtigten Strafinseln deportiert. Er ging ins Exil und engagierte sich politisch nach dem Militärputsch gegen die Diktatur der Obristen. Später gründete er eine eigene linke Partei, trat sogar zeitweilig als Minister in die Regierung ein. Als Künstler international bekannt ging Theodorakis immer wieder neue Wege:
So als er sich Ende der 50er Jahre als Komponist plötzlich von der Kunstmusik abwandte und sich zu den Wurzeln der griechischen Volksmusik bekannte. Als Sänger verabschiedete sich Theodorakis 1999 mit einem weltweit letzten Konzert in Frankfurt/Main. Im selben Jahr entstand das Feature von Sabine Huthmann und Friederike Wiggert, das Theodorakis bei Schallplattenaufnahmen in Berlin begleitet.
Ein Feature von Sabine Huthmann und Friederike Wigger.
Produktion: SFB-ORB/NDR/ORF 2000

Reprogrammiert euch! – Arbeit, Zukunft und Science-Fiction

Reprogrammiert euch! – Arbeit, Zukunft und Science-Fiction WDR 3 Kulturfeature 19.07.2025 53 Min. 25 Sek. Verfügbar bis 18.07.2099 WDR 3 Von Tim Schleinitz und Swantje Reuter

Warum arbeitest Du eigentlich? Willst Du oder musst Du? Was wäre, wenn Du nicht müsstest? Aktuelle Science-Fiction-Literatur denkt unsere Arbeitswelt konsequent weiter, spitzt zu, sucht Alternativen. Denn: the future is unwritten.

Bis zu einem Drittel unseres Lebens arbeiten wir. Aber: Was ist Arbeit? Notwendiges Übel, Beitrag zur Gesellschaft, Selbstverwirklichung? Oder verantwortlich für Klimakatastrophe und psychischen Kollaps? Wie könnte Arbeit in der Zukunft aussehen? Drei zeitgenössische Science-Fiction Autoren nehmen uns mit in die Welt ihrer Werke. Philipp Böhm, Annalee Newitz und Juan S. Guse zeigen uns Gesellschaften in multiplen Krisen, subversive Roboter und glückliche Kanalarbeiter. Sie beweisen: Kaum ein anders Genre kann unserer Gegenwart den Spiegel so gekonnt vorhalten. Arbeiten wir noch auf das Ende der Welt hin oder schon auf das Ende der Arbeit? Ein Feature von Tim Schleinitz und Swantje Reuter. Produktion: WDR 2023


Bis zu einem Drittel unseres Lebens arbeiten wir. Aber: Was ist Arbeit? Notwendiges Übel, Beitrag zur Gesellschaft, Selbstverwirklichung? Oder verantwortlich für Klimakatastrophe und psychischen Kollaps? Wie könnte Arbeit in der Zukunft aussehen? Drei zeitgenössische Science-Fiction Autoren nehmen uns mit in die Welt ihrer Werke. Philipp Böhm, Annalee Newitz und Juan S. Guse zeigen uns Gesellschaften in multiplen Krisen, subversive Roboter und glückliche Kanalarbeiter. Sie beweisen: Kaum ein anders Genre kann unserer Gegenwart den Spiegel so gekonnt vorhalten. Arbeiten wir noch auf das Ende der Welt hin oder schon auf das Ende der Arbeit?
Ein Feature von Tim Schleinitz und Swantje Reuter. Produktion: WDR 2023

Herz über Kreuz - Ein Comingout in der Freikirche

Herz über Kreuz - Ein Comingout in der Freikirche WDR 3 Kulturfeature 05.07.2025 51 Min. 13 Sek. Verfügbar bis 04.07.2099 WDR 3 Von Monika Kursawe

Magdalena ist Mitte 30 und Mutter dreier Kinder, als sie an der Einsicht nicht mehr vorbeikommt, dass es Frauen sind, die sie begehrt - und keine Männer. Allerdings: Seit ihrem fünfzehnten Lebensjahr ist sie Mitglied einer christlich-evangelikalen Freikirche.

Ihr gesamtes soziales Leben hat in dieser strengen, sektenartigen Vereinigung stattgefunden. Homosexualität ist in deren Sicht eine schwere "Sünde", eine Krankheit und noch dazu gefährlich: Wer sich solch unkeuschem Begehren öffnet, wird zum Spielball des Bösen. Ein Originalton-Feature über Glaube, Freiheit und Angst. Und die Absurdität der Sünde. Ein Feature von Monika Kursawe. Produktion: SWR 2024


Ihr gesamtes soziales Leben hat in dieser strengen, sektenartigen Vereinigung stattgefunden. Homosexualität ist in deren Sicht eine schwere "Sünde", eine Krankheit und noch dazu gefährlich: Wer sich solch unkeuschem Begehren öffnet, wird zum Spielball des Bösen. Ein Originalton-Feature über Glaube, Freiheit und Angst. Und die Absurdität der Sünde.
Ein Feature von Monika Kursawe. Produktion: SWR 2024

Der Brocken ist ein Deutscher – Harry Heines Reise durch den Harz

Der Brocken ist ein Deutscher – Harry Heines Reise durch den Harz WDR 3 Kulturfeature 28.06.2025 54 Min. 13 Sek. Verfügbar bis 27.06.2099 WDR 3 Von Lorenz Hoffmann

Im September 1824 wandert ein Göttinger Student durch den Harz. Der romantische, im Ton aber ironische Text, den der 26jährige darüber verfasst, wird später als erster Teil der Reisebilder erscheinen und den literarischen Ruf Heinrich Heines begründen.

Der Wanderer Harry Heine steht vor einer Entscheidung: Sein Jura-Studium ist bald beendet. Will er danach eine Chance auf einen Job in Preußen haben, als Beamter oder Dozent, muss er zum Christentum konvertieren. Aber wäre das nicht Verrat an seiner Herkunft? An der jüdischen Tradition, die ihn seit einigen Jahren intensiv beschäftigt? Ein Dreivierteljahr nach der Wanderung, am 28.06.1825, wird Harry durch Taufe zu Heinrich. Sein Ringen um diese Entscheidung und die Bitterkeit darüber, sie treffen zu müssen, durchziehen den Subtext der Reisebilder aus dem Harz - gut versteckt zwischen den Beschreibungen von sprudelnden Flüsschen, wandernden Philistern und frommen Hirten. Zweihundert Jahre nach Heine wandert Lorenz Hoffmann zum Kreuz auf dem Ilsenstein, steigt in die Gruben von Clausthal hinab, macht deutsch-deutsche Begegnungen in einem irgendwie schon wieder gespaltenen Land, denkt über Ungleichheiten und Ungleichzeitigkeiten nach und sucht an der Göttinger Universität nach den Spuren H. Heines. Ein Feature von Lorenz Hoffmann. Produktion: MDR 2024


Der Wanderer Harry Heine steht vor einer Entscheidung: Sein Jura-Studium ist bald beendet. Will er danach eine Chance auf einen Job in Preußen haben, als Beamter oder Dozent, muss er zum Christentum konvertieren. Aber wäre das nicht Verrat an seiner Herkunft? An der jüdischen Tradition, die ihn seit einigen Jahren intensiv beschäftigt? Ein Dreivierteljahr nach der Wanderung, am 28.06.1825, wird Harry durch Taufe zu Heinrich. Sein Ringen um diese Entscheidung und die Bitterkeit darüber, sie treffen zu müssen, durchziehen den Subtext der Reisebilder aus dem Harz - gut versteckt zwischen den Beschreibungen von sprudelnden Flüsschen, wandernden Philistern und frommen Hirten. Zweihundert Jahre nach Heine wandert Lorenz Hoffmann zum Kreuz auf dem Ilsenstein, steigt in die Gruben von Clausthal hinab, macht deutsch-deutsche Begegnungen in einem irgendwie schon wieder gespaltenen Land, denkt über Ungleichheiten und Ungleichzeitigkeiten nach und sucht an der Göttinger Universität nach den Spuren H. Heines.
Ein Feature von Lorenz Hoffmann. Produktion: MDR 2024

Freak Like Me: Wem gehört die Musik, zu der wir tanzen?

Freak Like Me: Wem gehört die Musik, zu der wir tanzen? WDR 3 Kulturfeature 21.06.2025 54 Min. 5 Sek. Verfügbar bis 20.06.2099 WDR 3 Von Lydia Meyer und Nils Altland

Kaum jemand kennt den Namen Tish Bailey – doch ihre Stimme ist weltberühmt. Mit der Zeile „You need a freak like me to make love to your body“ prägte sie einen der bekanntesten House-Tracks aller Zeiten. Ein Feature auf den Spuren einer vergessenen Stimme, einer transatlantischen Freundschaft – und der Schattenseiten der Musikindustrie.

Ein befreundeter DJ nimmt Tishs spontane Gesangseinlage Anfang der 1990er-Jahre auf. Wenige Jahre später findet sich ihre Stimme als Sample in DJ Deeons Clubhit „Freak Like Me“ wieder. Der Track wird zum weltweiten Phänomen. Er läuft bis heute in Clubs, wurde von Acts wie Lexy & K-Paul sowie Lee Walker und Katy B gesampelt und geremixt, landete in den Charts und wurde millionenfach gestreamt. Doch Tish Bailey, deren Zustimmung nie jemand eingeholt hatte, blieb unsichtbar. Bis heute hat sie keinen Cent und keine Credits für ihren Gesangsbeitrag erhalten. 2019 entdeckt die Berliner Produzentin Sarah Farina zufällig ein YouTube-Video mit wenigen Klicks, in dem sich Tish Bailey vorstellt. Tief bewegt von der Geschichte der heute 55-jährigen aus Chicago, nimmt sie Kontakt auf. Der Beginn einer ungewöhnlichen Freundschaft, eines gemeinsamen Kampfes um Anerkennung und Gerechtigkeit – und neuer Musik. Das Feature „Freak Like Me: Wem gehört die Musik, zu der wir tanzen?“ von Nils Altland und Lydia Meyer ist ein Plädoyer für eine bewusstere und gerechtere Clubkultur – und eine Hommage an die Liebe zur Musik. Ein Feature von Lydia Meyer und Nils Altland. Produktion: WDR 2025


Ein befreundeter DJ nimmt Tishs spontane Gesangseinlage Anfang der 1990er-Jahre auf. Wenige Jahre später findet sich ihre Stimme als Sample in DJ Deeons Clubhit „Freak Like Me“ wieder. Der Track wird zum weltweiten Phänomen. Er läuft bis heute in Clubs, wurde von Acts wie Lexy & K-Paul sowie Lee Walker und Katy B gesampelt und geremixt, landete in den Charts und wurde millionenfach gestreamt. Doch Tish Bailey, deren Zustimmung nie jemand eingeholt hatte, blieb unsichtbar. Bis heute hat sie keinen Cent und keine Credits für ihren Gesangsbeitrag erhalten.
2019 entdeckt die Berliner Produzentin Sarah Farina zufällig ein YouTube-Video mit wenigen Klicks, in dem sich Tish Bailey vorstellt. Tief bewegt von der Geschichte der heute 55-jährigen aus Chicago, nimmt sie Kontakt auf. Der Beginn einer ungewöhnlichen Freundschaft, eines gemeinsamen Kampfes um Anerkennung und Gerechtigkeit – und neuer Musik.
Das Feature „Freak Like Me: Wem gehört die Musik, zu der wir tanzen?“ von Nils Altland und Lydia Meyer ist ein Plädoyer für eine bewusstere und gerechtere Clubkultur – und eine Hommage an die Liebe zur Musik.
Ein Feature von Lydia Meyer und Nils Altland. Produktion: WDR 2025

Drama Deutsche Einheit – Grass, Brecht und der 17. Juni

Drama Deutsche Einheit – Grass, Brecht und der 17. Juni WDR 3 Kulturfeature 14.06.2025 53 Min. 49 Sek. Verfügbar bis 13.06.2099 WDR 3 Von Cornelia Epping-Jäger und Jean Claude Kuner

Berlin, 17. Juni 1953: Günter Grass ist auf dem Weg zum Potsdamer Platz. Menschenmassen, wohin man sieht, sowjetische Panzer eingeklemmt in der Menge. Auf der anderen Seite des Platzes steht Bertolt Brecht. Über den Intellektuellen in der Revolution wird Günter Grass später ein umstrittenes Lehrstück schreiben.

Die Bilder der Unruhen im Juni ’53, vom Mauerbau ’61 lassen Günter Grass nicht los. Eben so wenig das Schweigen der DDR-Intellektuellen darüber. 1964 entwirft er ein Theaterstück: Den Aufstand der römischen Plebejer in Shakespeares Coriolan will er verbinden mit dem Arbeiteraufstand vom 17. Juni 1953, das Wechselspiel zeigen zwischen politischer Wirklichkeit und ihrer Abbildung auf dem Theater. Mittendrin der große Theatermann Bert Brecht. „Die Plebejer proben den Aufstand“ betitelt Günter Grass das Stück, das auf Drängen seiner Verlegerin Maria Sommer tatsächlich entsteht. Eine erste Lesung bei der Gruppe‘ 47 führt zu heftigen Diskussionen. Nach der Uraufführung am Schillertheater verschwindet das Stück in der Versenkung. Erst 2003 bringt Günter Grass sein „deutsches Trauerspiel“ über Macht und Moral wieder auf die Bühne. Kurz bevor er selbst seinen Ruf als moralische Instanz in der Öffentlichkeit verliert durch mutloses Beschweigen seiner freiwilligen Meldung zur Waffen-SS als Siebzehnjähiger. Ein Feature von Cornelia Epping-Jäger und Jean Claude Kuner. Produktion: WDR 2023


Die Bilder der Unruhen im Juni ’53, vom Mauerbau ’61 lassen Günter Grass nicht los. Eben so wenig das Schweigen der DDR-Intellektuellen darüber. 1964 entwirft er ein Theaterstück: Den Aufstand der römischen Plebejer in Shakespeares Coriolan will er verbinden mit dem Arbeiteraufstand vom 17. Juni 1953, das Wechselspiel zeigen zwischen politischer Wirklichkeit und ihrer Abbildung auf dem Theater. Mittendrin der große Theatermann Bert Brecht. „Die Plebejer proben den Aufstand“ betitelt Günter Grass das Stück, das auf Drängen seiner Verlegerin Maria Sommer tatsächlich entsteht. Eine erste Lesung bei der Gruppe‘ 47 führt zu heftigen Diskussionen. Nach der Uraufführung am Schillertheater verschwindet das Stück in der Versenkung.
Erst 2003 bringt Günter Grass sein „deutsches Trauerspiel“ über Macht und Moral wieder auf die Bühne. Kurz bevor er selbst seinen Ruf als moralische Instanz in der Öffentlichkeit verliert durch mutloses Beschweigen seiner freiwilligen Meldung zur Waffen-SS als Siebzehnjähiger.
Ein Feature von Cornelia Epping-Jäger und Jean Claude Kuner. Produktion: WDR 2023

Jiddischland – Eine verschollene Operettengeschichte

Jiddischland – Eine verschollene Operettengeschichte WDR 3 Kulturfeature 09.06.2025 54 Min. 36 Sek. Verfügbar bis 09.06.2099 WDR 3 Von Sylvia Roth

Lehár und Strauß sind Dauerbrenner auf den Bühnen. Wenig wissen wir dagegen über Abraham Goldfaden, Joseph Rumshinsky oder Alexander Olshanetsky. Auch sie haben Operetten geschrieben - jiddische!

Die Wandertheater in den osteuropäischen Schtetl fliehen vor zaristischen Pogromen, Jiddische Operetten werden 1883 verboten. So entstehen weltweit jiddische Theater. In New York bildet sich an der Lower East Side ein ganzer Bezirk mit jiddischen Bühnen heraus, die Second Avenue. Eine Reise von rumänischen Weinlokalen nach New York über Aufbruch, Neuanfang, Geborgenheit und Fremde. Ein Feature von Sylvia Roth. Produktion WDR 2022


Die Wandertheater in den osteuropäischen Schtetl fliehen vor zaristischen Pogromen, Jiddische Operetten werden 1883 verboten. So entstehen weltweit jiddische Theater. In New York bildet sich an der Lower East Side ein ganzer Bezirk mit jiddischen Bühnen heraus, die Second Avenue. Eine Reise von rumänischen Weinlokalen nach New York über Aufbruch, Neuanfang, Geborgenheit und Fremde.
Ein Feature von Sylvia Roth. Produktion WDR 2022

Ein Schriftsteller-Leben: Thomas Mann (2/2)

Ein Schriftsteller-Leben: Thomas Mann (2/2) WDR 3 Kulturfeature 08.06.2025 53 Min. 28 Sek. Verfügbar bis 06.06.2099 WDR 3 Von Hermann Kurzke

Sein beharrliches Ethos führt Thomas Mann zu einer immensen Arbeitsleistung als Schriftsteller und Publizist. Beide schützen seine Position einer Weltöffentlichkeit gegenüber und helfen gegen die Urangst vor dem Letzten Gericht.

In seinem zweiteiligen Portrait „Ein Schriftsteller-Leben“ charakterisiert Hermann Kurzke – souveräner Biograf und Thomas Mann-Herausgeber – Autor und Werk in kurzen Kapiteln: die tiefe Widersprüchlichkeit seiner Person ebenso wie das erstaunliche Nebeneinander von Leben und Literatur. Ein Feature von Hermann Kurzke. Produktion: HR 2002


In seinem zweiteiligen Portrait „Ein Schriftsteller-Leben“ charakterisiert Hermann Kurzke – souveräner Biograf und Thomas Mann-Herausgeber – Autor und Werk in kurzen Kapiteln: die tiefe Widersprüchlichkeit seiner Person ebenso wie das erstaunliche Nebeneinander von Leben und Literatur.
Ein Feature von Hermann Kurzke. Produktion: HR 2002

Ein Schriftsteller-Leben: Thomas Mann (1/2)

Ein Schriftsteller-Leben: Thomas Mann (1/2) WDR 3 Kulturfeature 07.06.2025 53 Min. 6 Sek. Verfügbar bis 06.06.2099 WDR 3 Von Hermann Kurzke

Thomas Mann will es seiner Frau, der Welt und dem verstorbenen Vater zeigen, dass er als Bürger wie als Künstler seinen Mann zu stehen vermag. Er will DER repräsentative Nationaldichter werden. Die meisten Pläne scheitern.

In seinem zweiteiligen Portrait „Ein Schriftsteller-Leben“ charakterisiert Hermann Kurzke – souveräner Biograf und Thomas Mann-Herausgeber – Autor und Werk in kurzen Kapiteln: die tiefe Widersprüchlichkeit seiner Person ebenso wie das erstaunliche Nebeneinander von Leben und Literatur. Ein Feature von Hermann Kurzke. Produktion: HR 2002


In seinem zweiteiligen Portrait „Ein Schriftsteller-Leben“ charakterisiert Hermann Kurzke – souveräner Biograf und Thomas Mann-Herausgeber – Autor und Werk in kurzen Kapiteln: die tiefe Widersprüchlichkeit seiner Person ebenso wie das erstaunliche Nebeneinander von Leben und Literatur.
Ein Feature von Hermann Kurzke. Produktion: HR 2002

Durch die Blume hören – Sounds auf Pflanzenbasis

Durch die Blume hören – Sounds auf Pflanzenbasis WDR 3 Kulturfeature 31.05.2025 54 Min. 45 Sek. Verfügbar bis 30.05.2099 WDR 3 Von Julian Kämper

Die Farbenpracht  der Pflanzenwelt ist übers Radio nicht vermittelbar. Geschweige denn ihr Duft. Ihre akustischen Dimensionen aber sehr wohl. Was teilen die Pflanzen uns mit?

Komponistinnen entwerfen florale Klangwelten; Klangkünstler sonifizieren die sensorisch ermittelten Biodaten ihrer Zimmerpflanzen: es fließt, surrt, rauscht und tönt. Bei der künstlerischen Erkundung des Pflanzeninneren geht es nicht um naturalistischen Kitsch – es lässt sich vielmehr das allgemeine Bewusstsein durch genaues Hinhören schärfen für die gegenwärtigen Natur- und Klimaschutzdebatten. Wenn Blumen, Gräser oder Bäume zum Sprechen gebracht werden: Was wollen sie uns sagen? Und wie lauten unsere Antworten? Ein Feature von Julian Kämper. Produktion DLF 2024


Komponistinnen entwerfen florale Klangwelten; Klangkünstler sonifizieren die sensorisch ermittelten Biodaten ihrer Zimmerpflanzen: es fließt, surrt, rauscht und tönt. Bei der künstlerischen Erkundung des Pflanzeninneren geht es nicht um naturalistischen Kitsch – es lässt sich vielmehr das allgemeine Bewusstsein durch genaues Hinhören schärfen für die gegenwärtigen Natur- und Klimaschutzdebatten. Wenn Blumen, Gräser oder Bäume zum Sprechen gebracht werden: Was wollen sie uns sagen? Und wie lauten unsere Antworten?
Ein Feature von Julian Kämper. Produktion DLF 2024

Nur für Hartgesottene! Wege zu Carlo Gesualdo

Nur für Hartgesottene! Wege zu Carlo Gesualdo WDR 3 Kulturfeature 29.05.2025 54 Min. 14 Sek. Verfügbar bis 29.05.2099 WDR 3 Von Hildburg Heider

Die wenigsten Komponisten treten auch als Mörder hervor. Ganz anders Gesualdo da Venosa. Der Schöpfer eines einmaligen Klangstils ermordete die Ehefrau mit Liebhaber und seine vermeintliche Tochter.

Don Carlo Gesualdo da Venosa wächst in einer italienischen Fürstenfamilie heran, mit 19 übernimmt er die Regierungsgeschäfte. 1590 begeht er einen dreifachen „Ehrenmord“, zieht sich in ein einsames Leben zurück und ist von inneren Furien getrieben. Er komponiert soghafte, auch heute hochmodern klingende Musik: entrückte Gebete für fünf Stimmen und verschattete Madrigale. Ein Feature von Hildburg Heider. Produktion WDR 2021


Don Carlo Gesualdo da Venosa wächst in einer italienischen Fürstenfamilie heran, mit 19 übernimmt er die Regierungsgeschäfte. 1590 begeht er einen dreifachen „Ehrenmord“, zieht sich in ein einsames Leben zurück und ist von inneren Furien getrieben. Er komponiert soghafte, auch heute hochmodern klingende Musik: entrückte Gebete für fünf Stimmen und verschattete Madrigale.
Ein Feature von Hildburg Heider. Produktion WDR 2021

Innere und äußere Landschaften in den Gedichten von Simon Armitage, John Burnside und Alice Oswald

Innere und äußere Landschaften in den Gedichten von Simon Armitage, John Burnside und Alice Oswald WDR 3 Kulturfeature 24.05.2025 53 Min. 42 Sek. Verfügbar bis 23.05.2099 WDR 3 Von Michael Hillebrecht

Ein Ortsbesuch im Imaginären: Einmal über die gesamte britische Insel führt die Erkundung der britischen Gegenwartslyrik.

Idyllische Naturlyrik schreiben diese drei britischen Dichter nicht. Für John Burnside liefert die Minenarbeiterstadt seiner Kindheit das Modell für Gedichte, die wenig pastoral ausfallen. Die Strophen von Simon Armitage sind vom Ausblick aus dem Fenster inspiriert, den er als Junge genoss – vor ihm lag sein Geburtsort in West-Yorkshire, umgeben von Mooren. Und Alice Oswald hat am Fluss Dart in Devon in Südengland ihre Seelenheimat gefunden. Michael Hillebrecht hat die drei Lyriker in ihren äußeren Landschaften besucht –  und ihre inneren Landschaften erkundet. Ein Feature von Michael Hillebrecht. DLF Kultur 2013


Idyllische Naturlyrik schreiben diese drei britischen Dichter nicht. Für John Burnside liefert die Minenarbeiterstadt seiner Kindheit das Modell für Gedichte, die wenig pastoral ausfallen. Die Strophen von Simon Armitage sind vom Ausblick aus dem Fenster inspiriert, den er als Junge genoss – vor ihm lag sein Geburtsort in West-Yorkshire, umgeben von Mooren. Und Alice Oswald hat am Fluss Dart in Devon in Südengland ihre Seelenheimat gefunden. Michael Hillebrecht hat die drei Lyriker in ihren äußeren Landschaften besucht –  und ihre inneren Landschaften erkundet.
Ein Feature von Michael Hillebrecht. DLF Kultur 2013

Aus Sand gebaut – Die Skulpturen der Künstlerin Jeewi Lee

Aus Sand gebaut – Die Skulpturen der Künstlerin Jeewi Lee WDR 3 Kulturfeature 17.05.2025 55 Min. 24 Sek. Verfügbar bis 16.05.2099 WDR 3 Von Thorsten Jantschek

Am Anfang steht die künstlerische Faszination für Sand. Dann hatte Jeewi Lee die Idee, einzelne Sandkörner originalgetreu zu großen Skulpturen zu machen. Eine Erkundung zwischen Kunst und Technik beginnt. Sie endet in einer Ausstellung.

Laut Definition ist Sand „unverfestigtes Sediment, das sich überwiegend aus Mineralkörnern mit einer Korngröße von 0,063 bis 2 Millimeter zusammensetzt.“ Zugleich ist der feine Stoff weltweit der nach Süßwasser meist verbrauchte Rohstoff und weltweit Mangelware. Die Künstlerin Jeewi Lee hat Sand aus allen Weltgegenden in ihrem Atelier in Berlin, verarbeitet ihn zu Bildern. Nun will sie sich für ein Skulpturenprojekt den Eigentümlichkeiten einzelner Sandkörner widmen. Gemeinsam mit Phillip C. Reiner, der geometrische Grundlagenforschung betreibt, hat sie sich auf eine künstlerische Entdeckungsreise begeben, die mit einem Mikroskop auf einem Ateliertisch begann, zu einem High-Tech-Scanner führte, um dann für originalgetreue Abbilder einzelner Sandkörner in 650-facher Vergrößerung Station bei einem 3D-Sanddrucker zu machen und schließlich in einer großen Einzelausstellung endet. Ein Feature von Thorsten Jantschek. Produktion: DLF 2025


Laut Definition ist Sand „unverfestigtes Sediment, das sich überwiegend aus Mineralkörnern mit einer Korngröße von 0,063 bis 2 Millimeter zusammensetzt.“ Zugleich ist der feine Stoff weltweit der nach Süßwasser meist verbrauchte Rohstoff und weltweit Mangelware.
Die Künstlerin Jeewi Lee hat Sand aus allen Weltgegenden in ihrem Atelier in Berlin, verarbeitet ihn zu Bildern. Nun will sie sich für ein Skulpturenprojekt den Eigentümlichkeiten einzelner Sandkörner widmen. Gemeinsam mit Phillip C. Reiner, der geometrische Grundlagenforschung betreibt, hat sie sich auf eine künstlerische Entdeckungsreise begeben, die mit einem Mikroskop auf einem Ateliertisch begann, zu einem High-Tech-Scanner führte, um dann für originalgetreue Abbilder einzelner Sandkörner in 650-facher Vergrößerung Station bei einem 3D-Sanddrucker zu machen und schließlich in einer großen Einzelausstellung endet.
Ein Feature von Thorsten Jantschek. Produktion: DLF 2025

Maestro der Comebacks – João Carlos Martins im Portrait

Maestro der Comebacks – João Carlos Martins im Portrait WDR 3 Kulturfeature 10.05.2025 54 Min. 19 Sek. Verfügbar bis 09.05.2099 WDR 3 Von Jean-Claude Kuner

Der Pianist und Dirigent João Carlos Martins ist in seiner Heimat Brasilien ein Superstar. Kurz vor seinem 85. Geburtstag verabschiedet er sich jetzt von der Bühne. Eine Lebensgeschichte so ungewöhnlich wie seine Musik.

Jeder in Brasilien kennt ihn unter dem Namen „Maestro“. Als Wunderkind gefeiert, startet der 1940 geborene brasilianische Pianist João Carlos Martins in eine glänzende Zukunft. Sein Auftritt in der Carnegie Hall 1962 macht ihn schlagartig berühmt. Mit seinen Bachinterpretationen wird er bereits mit Glenn Gould verglichen. Doch dann behindern Krankheit und Unfälle seine Karriere, denen er mit unglaublichem Überlebenswillen und Kreativität trotzt. Immer wieder startet er erfolgreiche Comebacks. 2002 streiken seine Hände dann endgültig. João Carlos Martins wird Dirigent und gründet in São Paulo sein eigenes Orchester. 2019, dank der Erfindung bionischer Handschuhe, gelingt ein überraschendes weiteres Comeback. Zum ersten Mal nach mehr als 20 Jahren spielt er wieder Klavier. 33 Millionen Menschen sehen weltweit das Instagram-Video. Heute wird er von Jung und Alt gefeiert und für sein soziales Engagement und seine Widerstandskraft bewundert. Für Mai 2025 hat Martins jetzt sein Abschiedskonzert für den Ort angekündigt, wo alles begann: in der New Yorker Carnegie Hall. Ein Feature von Jean-Claude Kuner. Produktion: WDR/DLF Kultur 2022


Jeder in Brasilien kennt ihn unter dem Namen „Maestro“. Als Wunderkind gefeiert, startet der 1940 geborene brasilianische Pianist João Carlos Martins in eine glänzende Zukunft. Sein Auftritt in der Carnegie Hall 1962 macht ihn schlagartig berühmt. Mit seinen Bachinterpretationen wird er bereits mit Glenn Gould verglichen. Doch dann behindern Krankheit und Unfälle seine Karriere, denen er mit unglaublichem Überlebenswillen und Kreativität trotzt. Immer wieder startet er erfolgreiche Comebacks. 2002 streiken seine Hände dann endgültig. João Carlos Martins wird Dirigent und gründet in São Paulo sein eigenes Orchester. 2019, dank der Erfindung bionischer Handschuhe, gelingt ein überraschendes weiteres Comeback. Zum ersten Mal nach mehr als 20 Jahren spielt er wieder Klavier. 33 Millionen Menschen sehen weltweit das Instagram-Video. Heute wird er von Jung und Alt gefeiert und für sein soziales Engagement und seine Widerstandskraft bewundert. Für Mai 2025 hat Martins jetzt sein Abschiedskonzert für den Ort angekündigt, wo alles begann: in der New Yorker Carnegie Hall.
Ein Feature von Jean-Claude Kuner. Produktion: WDR/DLF Kultur 2022

Umgang mit den Tätern – NS-Erinnerungskultur heute

Umgang mit den Tätern – NS-Erinnerungskultur heute WDR 3 Kulturfeature 03.05.2025 53 Min. 28 Sek. Verfügbar bis 01.01.2099 WDR 3

Auch 80 Jahre nach dem Ende der NS-Herrschaft stellt sich die Frage: wie erinnern? Und: an wen? Stärker als früher wendet sich die Forschung heute den Tätern zu und nimmt die Verantwortung "ganz normaler" Menschen in den Blick.

Um herauszufinden, wie sich das nationalsozialistische Gedankengut in der Gesellschaft ausbreiten  und seine zerstörerische Kraft in alltäglicher Normalität entfalten konnte,  trifft Horst Konietzny Historiker und besucht Gedenkorte wie die Villa ten Hompel in Münster oder das EL-DE-Haus in Köln. In einem eigens entwickelten Stellvertreter-Experiment schlüpfen Freiwillige in die Rolle von NS-Tätern, um herauszufinden, wie wenig möglicherweise dazu fehlt, selbst zum Täter zu werden. Ein Feature von Horst Konietzny. Produktion: WDR 2025


Um herauszufinden, wie sich das nationalsozialistische Gedankengut in der Gesellschaft ausbreiten  und seine zerstörerische Kraft in alltäglicher Normalität entfalten konnte,  trifft Horst Konietzny Historiker und besucht Gedenkorte wie die Villa ten Hompel in Münster oder das EL-DE-Haus in Köln.
In einem eigens entwickelten Stellvertreter-Experiment schlüpfen Freiwillige in die Rolle von NS-Tätern, um herauszufinden, wie wenig möglicherweise dazu fehlt, selbst zum Täter zu werden.

Ein von Feature Horst Konietzny. Produktion: WDR 2025

Die Lieder der Pioniere oder der Soundtrack für die DDR

Die Lieder der Pioniere oder der Soundtrack für die DDR WDR 3 Kulturfeature 01.05.2025 53 Min. 39 Sek. Verfügbar bis 01.05.2099 WDR 3 Von Nora Bauer

Für die Staatsführung der DDR waren die Lieder 'Gebrauchsgegenstände': für die Identifikation mit Staat und Partei. Mit dem Ende der DDR verschwand auch ihre Staatsmusik. Nur Erinnerungen bleiben. // Von Nora Bauer/ WDR 2023/ www.radiofeature.wdr.de


Schreibende Arbeiter – Fließband, Stift und Schreibmaschine

Schreibende Arbeiter – Fließband, Stift und Schreibmaschine WDR 3 Kulturfeature 26.04.2025 54 Min. 13 Sek. Verfügbar bis 25.04.2030 WDR 3 Von Paul Kother

Um 1960 beginnen sich in BRD und DDR Arbeiterinnen und Arbeiter in organisierten Schreibgruppen zu treffen. Sie schreiben über Alltag und Arbeit und bilden sich. Eine Bewegung entsteht und fordert die etablierte Literaturszene heraus.// Von Paul Kother/ WDR 2023/ www.radiofeature.wdr.de


Nocturnal – Variationen über John Dowland und Benjamin Britten

Nocturnal – Variationen über John Dowland und Benjamin Britten WDR 3 Kulturfeature 21.04.2025 54 Min. 29 Sek. Verfügbar bis 21.04.2099 WDR 3 Von Janko Hanushevsky

Die beiden britischen Komponisten John Dowland und Benjamin Britten trennen 400 Jahre. Janko Hanushevsky beleuchtet die Beziehung zwischen den beiden epochalen Instrumental-Meistern und findet eine gemeinsame melancholische Grundstimmung. // Von Janko Hanushevsky/ WDR 2025/ www.radiofeature.wdr.de


Das Haus Böhm – Eine Architektendynastie

Das Haus Böhm – Eine Architektendynastie WDR 3 Kulturfeature 19.04.2025 53 Min. 1 Sek. Verfügbar bis 18.04.2099 WDR 3 Von Marc Bädorf

Gottfried Böhm war einer der wichtigsten deutschen Architekten der Nachkriegszeit. Noch bis zu seinem Tod hat er eng mit seinen Söhnen zusammengearbeitet. Wie gehen sie mit dem gewaltigen Erbe des Vaters um?

Das Haus der Böhms liegt auf dem Kölner Römerberg, im Süden der Stadt. Es ist ein elegantes, weißes Haus, das Dominikus Böhm zu Beginn der 1930er Jahre baute und das seitdem das Herz einer Architektur-Dynastie in mittlerweile vierter Generation ist. Dominikus Böhm wurde Anfang des 20. Jahrhunderts als Kirchenbauer berühmt. Schon sein Vater Alois Böhm war Baumeister und begründete die Dynastie. Dann kam Enkel Gottfried Böhm, der nach 1945 den Wiederaufbau in Westdeutschland maßgeblich prägte. Und auch eine Architektin heiratete: Elisabeth Böhm. Heute treten seine Söhne Paul und Peter Böhm in die Fußstapfen ihres Vaters und Großvaters. Seitdem stellt sich ihnen immer wieder eine Frage: Wie mit dem architektonischen Erbe der Familie umgehen? Ein Feature von Marc Bädorf. Produktion: WDR 2023


Das Haus der Böhms liegt auf dem Kölner Römerberg, im Süden der Stadt. Es ist ein elegantes, weißes Haus, das Dominikus Böhm zu Beginn der 1930er Jahre baute und das seitdem das Herz einer Architektur-Dynastie in mittlerweile vierter Generation ist. Dominikus Böhm wurde Anfang des 20. Jahrhunderts als Kirchenbauer berühmt. Schon sein Vater Alois Böhm war Baumeister und begründete die Dynastie. Dann kam Enkel Gottfried Böhm, der nach 1945 den Wiederaufbau in Westdeutschland maßgeblich prägte. Und auch eine Architektin heiratete: Elisabeth Böhm. Heute treten seine Söhne Paul und Peter Böhm in die Fußstapfen ihres Vaters und Großvaters. Seitdem stellt sich ihnen immer wieder eine Frage: Wie mit dem architektonischen Erbe der Familie umgehen?

Ein Feature von Marc Bädorf. Produktion: WDR 2023

Der vierte Mann – Der Zitherspieler, Heurigenmusiker und Komponist Anton Karas

Der vierte Mann – Der Zitherspieler, Heurigenmusiker und Komponist Anton Karas WDR 3 Kulturfeature 12.04.2025 54 Min. 4 Sek. Verfügbar bis 11.04.2099 WDR 3 Von Alfred Treiber und Richard Goll

Für die Stadt Wien war Mitte April 1945 der Zweite Weltkrieg zu Ende. In der düsteren Nachkriegskulisse der geteilten Stadt drehte Carol Reed seinen Film "Der dritte Mann" - weltberühmt durch die Musik von Anton Karas.

Der Film ist heute ein Klassiker: Orson Welles spielt den skrupellosen Penicilin-Schmugler Harry Lime, der sich immer wieder vor seiner Verhaftung durch die unterirdischen Abwasserkanäle absetzt. Zu der beklemmenden Atmosphäre des Films trug nicht zuletzt die Zithermusik von Anton Karas bei. Für den Heurigenmusiker aus einfachen Verhältnissen war der Film der Beginn einer erstaunlichen Karriere – eine Audienz bei Papst Pius XII inbegriffen. Alfred Treiber und Richard Goll haben Anton Karas 1978 zu Aufnahmen getroffen - es war sein letzter öffentlicher Auftritt. Ihr Hörbild wird für diese Sendung ergänzt um eine Reportage von Michael Marek, der dieser Tage bei einer historischen Stadtführung auf Harry Limes Spuren in das Wiener Kanalsystem abgetaucht ist. Ein Feature von: Alfred Treiber und Richard Goll


Der Film ist heute ein Klassiker: Orson Welles spielt den skrupellosen Penicilin-Schmugler Harry Lime, der sich immer wieder vor seiner Verhaftung durch die unterirdischen Abwasserkanäle absetzt. Zu der beklemmenden Atmosphäre des Films trug nicht zuletzt die Zithermusik von Anton Karas bei. Für den Heurigenmusiker aus einfachen Verhältnissen war der Film der Beginn einer erstaunlichen Karriere – eine Audienz bei Papst Pius XII inbegriffen. Alfred Treiber und Richard Goll haben Anton Karas 1978 zu Aufnahmen getroffen - es war sein letzter öffentlicher Auftritt. Ihr Hörbild wird für diese Sendung ergänzt um eine Reportage von Michael Marek, der dieser Tage bei einer historischen Stadtführung auf Harry Limes Spuren in das Wiener Kanalsystem abgetaucht ist.
Ein Feature von: Alfred Treiber und Richard Goll

Der Kunstraub von Düsseldorf – Wie aus Verlust Kultur entsteht

Der Kunstraub von Düsseldorf – Wie aus Verlust Kultur entsteht WDR 3 Kulturfeature 05.04.2025 54 Min. 11 Sek. Verfügbar bis 04.04.2099 WDR 3 Von Stefan Zednik

Ein historischer Skandal: der Kernbestand der Alten Pinakothek in München ist zweifelhafter Herkunft. Es handelt sich dabei um die Bilder der ehemals weltberühmten Düsseldorfer Gemäldegalerie. Der lange Kampf um die Rückgabe blieb erfolglos. Doch dem Kunststandort Düsseldorf hat das nicht geschadet.

Als im November des Jahres 1805 Arbeiter damit beginnen, die Bilder der weltberühmten Düsseldorfer Gemäldesammlung transportgerecht in Kisten zu verpacken, sind die Bürger der Stadt empört. Allen Eingaben zum Trotz ist der der regierende Fürst entschlossen, die in 200 Jahren gewachsene Kunstsammlung abtransportieren zu lassen, darunter mehr als 50 Bildern allein von Rembrandt. Über ein halbes Jahrhundert lang währt der Kampf um eine Rückgabe, bis schließlich die mittlerweile herrschende Preußische Regierung den endgültigen Verbleib in München verfügt. Und doch wird Düsseldorf mit seiner "Malerschule" im 19. Jahrhundert zu einem Zentrum der innovativen Kunst, im 20. Jahrhundert gar zu einer Art Welthauptstadt der Avantgarde. Kann Kulturverlust ein Motor für die Entstehung von Kultur sein? Ein Feature von Stefan Zednik


Als im November des Jahres 1805 Arbeiter damit beginnen, die Bilder der weltberühmten Düsseldorfer Gemäldesammlung transportgerecht in Kisten zu verpacken, sind die Bürger der Stadt empört. Allen Eingaben zum Trotz ist der der regierende Fürst entschlossen, die in 200 Jahren gewachsene Kunstsammlung abtransportieren zu lassen, darunter mehr als 50 Bildern allein von Rembrandt.
Über ein halbes Jahrhundert lang währt der Kampf um eine Rückgabe, bis schließlich die mittlerweile herrschende Preußische Regierung den endgültigen Verbleib in München verfügt. Und doch wird Düsseldorf mit seiner "Malerschule" im 19. Jahrhundert zu einem Zentrum der innovativen Kunst, im 20. Jahrhundert gar zu einer Art Welthauptstadt der Avantgarde. Kann Kulturverlust ein Motor für die Entstehung von Kultur sein?
Ein Feature von Stefan Zednik

Im Astral-Bereich – Der Anthroposoph Joseph Beuys und Rudolf Steiner, der Künstler

Im Astral-Bereich – Der Anthroposoph Joseph Beuys und Rudolf Steiner, der Künstler WDR 3 Kulturfeature 28.03.2025 53 Min. 44 Sek. Verfügbar bis 29.03.2099 WDR 3 Von Manuel Gogos

Rudolf Steiner zog an und stieß ab. Noch 100 Jahre nach seinem Tod scheiden sich an dem Begründer der Anthroposophie die Geister. Doch Steiners Impulse wirken bis heute fort.// Von Manuel Gogos/ WDR 2011/ www.radiofeature.wdr.de


Immer anders – Der Komponist Pierre Boulez

Immer anders – Der Komponist Pierre Boulez WDR 3 Kulturfeature 22.03.2025 54 Min. 11 Sek. Verfügbar bis 21.03.2099 WDR 3 Von Thomas von Steinaecker

So vielseitig wie er war kein anderer Musiker des 20. Jahrhunderts. Pierre Boulez war Komponist, Dirigent, Theoretiker, Gründer von Institutionen und Visionär. Ein Portrait zum 100.Geburtstag. // Von Thomas von Steinaecker/ WDR 2025/ www.radiofeature.wdr.de


Master of Desaster – Armin Boehm malt die Gegenwart

Master of Desaster – Armin Boehm malt die Gegenwart WDR 3 Kulturfeature 15.03.2025 52 Min. 23 Sek. Verfügbar bis 14.03.2099 WDR 3 Von Thorsten Jantschek

Für eine Ausstellung in der König Galerie in Berlin arbeitet Armin Boehm an großformatigen Gesellschaftspanoramen. Sie zeigen grelle Figurenkonstellationen, die aktuelle Krisen aufgreifen – ein verstörendes Update der Neuen Sachlichkeit.// Von Thorsten Jantschek/ DLF 2024/ www.radiofeature.wdr.de


„Ich habe mit Engeln und Teufeln gerungen“ – Lebensspuren der Dichterin Mascha Kaléko

„Ich habe mit Engeln und Teufeln gerungen“ – Lebensspuren der Dichterin Mascha Kaléko WDR 3 Kulturfeature 08.03.2025 54 Min. 22 Sek. Verfügbar bis 07.03.2099 WDR 3 Von Simone Hamm

Ihre Gedichte spiegeln das Lebensgefühl im Berlin der 1920er Jahre, begeistern mit Sprachwitz und leiser Selbstironie. Doch Mascha Kaléko fand erst spät ihren Platz in der Literaturgeschichte.// Von Simone Hamm/ SWR 2025/ www.radiofeature.wdr.de


Schnitzel with Noodles – wie der Film „The Sound of Music“ Österreich erfand

Schnitzel with Noodles – wie der Film „The Sound of Music“ Österreich erfand WDR 3 Kulturfeature 01.03.2025 52 Min. 7 Sek. Verfügbar bis 28.02.2099 WDR 3 Von Marisa Gierlinger

„Die Deutschen sind die Nazis – und die Österreicher springen singend in den Bergen herum“ – das vermittelt „The Sound of Music“ Millionen Zuschauern auf der ganzen Welt. Warum kennt den Film in Österreich und Deutschland kaum jemand? // Von Marisa Gierlinger/ BR 2024/ www.radiofeature.wdr.de


Wir haben Krieg, die Probe fällt aus – Das Kyiv Symphony Orchestra

Wir haben Krieg, die Probe fällt aus – Das Kyiv Symphony Orchestra WDR 3 Kulturfeature 22.02.2025 55 Min. 26 Sek. Verfügbar bis 21.02.2099 WDR 3 Von Franziska Sophie Dorau 

Im April 2022, kurz nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine, bricht das renommierte Kyiv Symphony Orchestra zu einer Tournee auf. Bald wird klar, dass sie nicht in ihre Heimat zurückkehren können. Die Reise wird zum Exil.// Von Franziska Sophie Dorau - rbb/ORF 2024 - www.radiofeature.wdr.de


Verwundungen – Die Schriftstellerin Rachel Cusk

Verwundungen – Die Schriftstellerin Rachel Cusk WDR 3 Kulturfeature 15.02.2025 43 Min. 54 Sek. Verfügbar bis 14.02.2099 WDR 3 Von Thomas David

Seit Erscheinen ihrer gefeierten "Outline"-Trilogie gilt Rachel Cusk als eine der innovativsten Schriftstellerinnen weltweit. Auch in ihrem jüngsten Buch "Parade" zeigt sie, was ein Roman im 21. Jahrhundert leisten kann.// Von Thomas David/ WDR 2025/ www.radiofeature.wdr.de


Caravan. Soundtrack für den Kampf um Demokratie in Thailand

Caravan. Soundtrack für den Kampf um Demokratie in Thailand WDR 3 Kulturfeature 08.02.2025 53 Min. 49 Sek. Verfügbar bis 07.02.2099 WDR 3 Von Ernst Weber

Die Musik der Band "Caravan" hat in Thailand Kultstatus. Sie begleitete den studentischen Widerstand gegen die Militärdiktatur in den 1970er Jahren. Ernst Weber hat ehemalige Bandmitglieder in Thailand getroffen.// Von Ernst Weber/ ORF 2024/ www.radiofeature.wdr.de


Thomas Harlan und seine Erkundungen zum "Vierten Reich"

Thomas Harlan und seine Erkundungen zum "Vierten Reich" WDR 3 Kulturfeature 01.02.2025 53 Min. 48 Sek. Verfügbar bis 31.01.2099 WDR 3 Von Beate Ziegs

Der Filmemacher und Schriftsteller Thomas Harlan hat sich zeit seines Lebens mit den Verbrechen der Nationalsozialisten beschäftigt. Als Sohn des Nazi-Regisseurs Veit Harlan prangerte er die Karrieren der Mörder nach Kriegsende an.// Von Beate Ziegs - DLF/rbb 2008 - www.radiofeature.wdr.de


Der Magier von Zwickledt – Der Zeichner und Dichter Alfred Kubin

Der Magier von Zwickledt – Der Zeichner und Dichter Alfred Kubin WDR 3 Kulturfeature 25.01.2025 45 Min. 28 Sek. Verfügbar bis 24.01.2099 WDR 3 Von Susanne Ayoub

In einem mittelalterlichen Anwesen in der Nähe von Passau verbrachte der Künstler Alfred Kubin mehr als die Hälfte seines Lebens. Hier entstand der Großteil seiner grafischen Werke und auch sein einziger Roman.// Von Susanne Ayoub/ ORF 2024/ www.radiofeature.wdr.de


50 Jahre The Köln Concert

50 Jahre The Köln Concert WDR 3 Kulturfeature 18.01.2025 53 Min. 55 Sek. Verfügbar bis 17.01.2099 WDR 3 Von Noemi Schneider

Es drohte ein riesiger Reinfall zu werden - und wurde ein legendärer Erfolg! Mit "The Köln Concert" hat Keith Jarrett Generationen von Zuhörern und Musikern inspiriert und bewegt.// Von Noemi Schneider/ DLF 2025/ www.radiofeature.wdr.de


Der Eindringling mit der Katsina Maske – Aby Warburg in den Pueblo-Gesellschaften

Der Eindringling mit der Katsina Maske – Aby Warburg in den Pueblo-Gesellschaften WDR 3 Kulturfeature 11.01.2025 54 Min. 14 Sek. Verfügbar bis 10.01.2099 WDR 3 Von Egon Koch

Der Kunsthistoriker Aby Warburg unternahm 1895/96 eine Reise durch den Südwesten der USA. Seine Neugier wirkt bis heute nach in den indigenen Gemeinschaften.// Von Egon Koch/ DLF 2024/ www.radiofeature.wdr.de