Der Brand im Hohen Venn könnte durch eine landwirtschaftliche Maschine ausgelöst worden sein, heißt es von der Staatsanwaltschaft in Lüttich. Sie hat eine Untersuchung zur Brandursache eingeleitet, derzeit würden von den Ermittlern allerdings mehrere Hypothesen geprüft.
Eine endgültige Aussage sei deshalb noch nicht möglich. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft kann es noch mehrere Monate dauern, bis die abschließenden Gutachten vorliegen.
EU-Kommissarin vermutet menschlichen Ursprung
Am Dienstag Mittag hatte die für Krisenmanagement zuständige EU-Kommissarin Hadja Lahbib das Brandgebiet besucht. Nach Gesprächen mit Experten vor Ort sagte sie, der Brand sei ganz offensichtlich zu 100 Prozent menschlichen Ursprungs. Sie sprach von vermutlich unabsichtlichem, unbewusstem menschlichen Verhalten, das zu dem Brand geführt habe.
Mehr als 3.000 Hektar Hochmoorfläche sind mittlerweile verbrannt. 400 bis 600 Feuerwehrleute waren tagelang im Einsatz. Das Feuer ist inzwischen weitgehend gelöscht, allerdings flammen immer wieder Brandherde auf.
Weiter Einschränkungen in der Nähe des Brandgebiets
Die wichtigsten Straßen im Hohen Venn sind wieder geöffnet. Aber in der Nähe des Brandgebiets gelten weiterhin strikte Einschränkungen, unter anderem ist nur durchfahren erlaubt und die Geschwindigkeit ist auf 50 Stundenkilometer begrenzt.
Unsere Quellen:
- WDR-Korrespondent in Brüssel
- Staatsanwaltschaft Lüttich
- Vorangegangene WDR-Berichterstattung
Sendung: WDR Hörfunk, WDR aktuell, 25.08.2026, 21:00 Uhr