Kleines Wunder im Hürtgenwald: Zwei Wegekreuze bleiben beim historischen Waldbrand verschont.

Bildquelle: WDR/Julia Küppers

WDR 1 Min. 59 Sek. Verfügbar bis 25.08.2028

Brand im Hürtgenwald Zwei unversehrte Kreuze werden zum großen Symbol

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Kleines Wunder oder eine Wunschvorstellung? In Hürtgenwald haben zwei Wegekreuze den größten Brand der NRW-Geschichte überstanden.

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Julia Küppers

An vielen Stellen hat der Brand nur noch Asche hinterlassen. Lediglich ein paar wenige Bäume wurden hier verschont: Wie der Baum hinter dem Geyer Kreuz - er ist nicht verbrannt. Die kirchliche Ehrenamtliche Birgit Kaminski und der ehemalige Pfarrer Georg Neuenhofer haben sich ein Bild davon gemacht.

Kaminski hatte ein paar Bilder der Feuerwehr gesehen und schon auf christlichen Medien Interviews dazu gegeben. Sie ist den Tränen nahe: "Das gebe ich zu. Ich bin nah am Wasser gebaut und das sind Momente, wo man sagt, es tut gut zu sehen."

Waldbrand im Hürtgenwald: Pfarrer dankbar für Zusammenhalt

"Das Inferno stoppte wenige Zentimeter vor Jesus Christus," schreibt ein Redakteur auf der Webseite katholisch.de. Die Wahrheit ist: auch das zweite Kreuz wurde verschont - doch auf den Bildern gibt es auch noch andere Bäume, die nicht verbrannt sind.

Kreuze bleiben stehen trotz Feuer

Nach dem Feuer im Hürtgenwald ist vieles an Vegetation abgebrannt - einiges ist im Brandgebiet aber noch übrig.

Bildquelle: WDR/Julia Küppers

Eher symbolisch als Bild der Hoffnung nach den anstrengenden Tagen der Hürtgenwalder sieht es der ehemalige Pfarrer, der die Menschen in den vergangenen Tagen begleitet hat. Von einem Wunder möchte er aber nicht sprechen. Vielmehr von Dankbarkeit über den großen Zusammenhalt der Bevölkerung.

"Nachdenklich machen sollte es uns schon, was hier geschehen ist. Für mich ist Gott immer der Unbegreifliche, und auch hier begegnen wir irgendwie der Unbegreiflichkeit Gottes." Georg Neuenhofer, Pfarrer

Nach Feuer im Hürtgenwald: Wald in Gey darf nicht betreten werden

Das Forst- und Ordnungsamt sorgen sich, dass Menschen jetzt sofort zu den Kreuzen pilgern wollen. Das sei zu gefährlich, warnt Forstamtsleiter Jan-Valentin Wiesmeyer. Die Wege zu den Kreuzen sind gesperrt.

Wer trotzdem den Wald betritt, muss mit einer hohen Geldstrafe rechnen. Das Geyer Kreuz steht hier seit dem 16. Jahrhundert, es wird auch in paar Wochen noch da sein.

Unsere Quellen:

  • WDR-Gespräch mit Jan-Valentin Wiesmeyer, Forstamtsleiter
  • WDR-Gespräch mit Birgit Kaminski, Ehrenamtliche Pastoraler Raum
  • WDR-Gespräch mit Georg Neuenhofer, Pfarrer im Ruhestand
  • Beobachtungen der WDR-Reporterin vor Ort

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Aachen25.08.2026, 19:30 Uhr

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