DLRG und THW sind im Einsatz
00:59 Min.. Verfügbar bis 29.06.2028.
Immer wieder werden neue Boote am Neffelsee zu Wasser gelassen. Taucher lösen sich ab. Einsatzkräfte müssen sich ausruhen. Seit 8 Uhr am Montagmorgen läuft die erneute Suche. Auch Suchhunde sind bis zum Mittag am Uferbereich im Einsatz. Nachmittags dann die Gewissheit: Der vermisste Mann aus Düren lebt nicht mehr.
Hightech im Einsatz
Die Einsatzfahrzeuge der beteiligten Rettungskräfte
Die Einsatzkräfte hatten sich im Laufe des Nachmittags nur noch auf den See konzentriert. Die Taucher wurden unter anderem durch Sonargeräte und Unterwasserdrohnen unterstützt, mit denen sie das Wasser durchkämmten. Auch aus der Luft kontrollierte eine Drohne der Feuerwehr immer wieder den See.
Schwierige Suche
Das Problem: Der unter Naturschutz stehende See, für den ein Badeverbot gilt, ist an vielen Stellen mehr als 25 Meter tief. Das Wasser ist dunkel und trübe, entsprechend konnten die Taucher nur schwer etwas sehen.
THW muss spontan Bootszufahrt "bauen"
DLRG und THW suchen nach dem Vermissten
Zwischenzeitig hatten die Rettungskräfte sogar Probleme, ihre Boote zum Wasser zu bringen. Denn eine wirklich geeignete Stelle dafür gibt es an dem See nicht. Ein kleiner Weg zum Uferbereich wurde im Laufe der Zeit immer matschiger.
Damit die Fahrzeuge mit den Bootsanhängern nicht steckenbleiben, wurden kurzfristig 20 Tonnen grober Kies geordert. Den hat das THW dann mit einem Radlader zur Befestigung des Weges verteilt. So konnte die Suche dann auch am Nachmittag weitergehen.
Polizei: Alkohol im Spiel
Nach Angaben der Polizei soll der 39-jährige Vermisste am Sonntag zusammen mit Freunden am See gefeiert haben. Vermutlich unter Alkoholeinfluss soll er dann am Abend ins Wasser gestiegen sein. Kurze Zeit später rief er um Hilfe.
Einer seiner Freunde soll noch versucht haben, ihn zu retten, musste dann aber aufgeben und rief gegen 22 Uhr den Notruf. Der darauf folgende erste Sucheinsatz bis in die Nacht zum Montag blieb erfolglos. Am Montagmorgen rückten dann neben Feuerwehr und Polizei auch das THW, DRK und die DLRG zum Großeinsatz aus.
Zahlreiche Badeunfälle in NRW
Der Einsatz am Neffelsee ist einer von mehreren tragischen Badeunfällen in NRW. In den vergangen zwei Monaten sind bereits 15 Menschen in Flüssen und Seen ertrunken. Auch in Zülpich gab es bereits einen solchen Vorfall: Am vergangen Mittwoch wurde ein 85-jähriger Mann nach einer größeren Suchaktion im Seepark Zülpich tot aus dem Wasser geborgen.
Die DLRG weist deshalb noch einmal eindringlich darauf hin, dass das Baden in Seen ausschließlich in den dafür ausgewiesenen Bereichen erlaubt ist.
Unsere Quellen:
- Polizei Zülpich
- Beobachtungen des Reporters vor Ort
- Pressesprecher Polizei Euskirchen
- Pressemitteilung Polizei Euskirchen
Sendung: WDR 2 Rheinland, Lokalzeit, 29.06.2026, 15:31 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Bonn, 29.06.2026, 18:09 Uhr.