Die beiden 29 und 36 Jahre alten Männer waren für die Organisation und Lieferung der für das Labor benötigten Chemikalien zuständig, sagt die Staatsanwaltschaft. Deshalb hätten sie so eine wichtige Rolle für den Betrieb der Drogenküche in Hückelhoven gespielt. Aber nicht nur das: bei dem 29 Jahre alten Angeklagten geht die Staatsanwaltschaft sogar davon aus, dass er der eigentliche Drahtzieher der ganzen kriminellen Organisation war.
Chemikalien tonnenweise zu Rauschmittel verarbeitet
Die Staatsanwältin legte heute bei der Verlesung der Anklageschrift noch einmal Wert auf die Feststellung, wie professionell das Labor war, das die Gruppe aufgebaut hatte. Die Angeklagten sollen immer wieder in dutzenden Kartons die Grundstoffe für die Drogenküche geliefert haben. In der 500 Quadratmeter großen Industriehalle in Hückelhoven wurden die Chemikalien dann tonnenweise verarbeitet.
Als die Fahnder schließlich 2024 zuschlugen, stießen sie auf das größte Drogenlabor dieser Art, das der Zoll seit zwei Jahrzehnten ausgehoben hatte. In einem früheren Prozess wurden bereits Hintermänner des Labors zu hohen Haftstrafen verurteilt. Sie sollen jetzt in dem Prozess als Zeugen aussagen.
Drogenherstellung verlagert sich von den Niederlanden nach Deutschland
Bis heute gilt das ausgehobene Labor in Hückelhoven als Beispiel für die Verlagerung von hochprofessionellen, industriell ausgestatteten Drogenlaboren aus den Niederlanden ins deutsche Grenzgebiet, um dem dortigen Fahndungsdruck zu entgehen.
Unsere Quellen:
- Staatsanwaltschaft Aachen
Sendung: WDR 2 Aachen und die Region, Lokalzeit, 02.07.2026, 09:31 Uhr
