Auf einem Bürgersteig steht eine Frau mit lila Warnweste und daneben kniet eine weitere Frau mit gelber Warnweste vor einer silbernen Schablone, wo "Rücksicht macht Wege breit" darauf geschrieben steht.

Tanja Eckers, Polizeihauptkommissarin (l.) und Nicole Stoffels, Mobilitätsmanagerin der Stadt Erkelenz (r.)

Bildquelle: WDR/Lilian Manthei

"Rücksicht macht Wege breit" Erkelenz setzt auf Sprühbilder

Stand:

Mit Sprühbildern auf Straßen und Wegen will die Stadt Erkelenz für ein besseres Miteinander im Verkehr sorgen. An elf Stellen sollen die Botschaften daran erinnern, auf andere Verkehrsteilnehmer Rücksicht zu nehmen.

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Lilian Manthei

Mit Handschuhen und Sprühflaschen knien Nicole Stoffels, Mobilitätsmanagerin, und Tanja Eckers von der Verkehrssicherheitsberatung der Polizei auf einem geteilten Bordstein im Zehnthofweg in Erkelenz. Mit weißer Farbe füllen sie die ausgelassenen Felder einer Schablone, die auf dem Boden liegt. Als sie fertig sind, steht "Rücksicht macht Wege breit" auf dem Pflaster.

Eine Frau mit Brille und ein Mann mit dunkler Jacke schauen in die Kamera. Im Hintergrund stehen Bäume.

Das Paar Timo und Mandy Schmidt

Bildquelle: WDR/Lilian Manthei

Denn Rücksichtnahme vermissen viele Verkehrsteilnehmer immer wieder: "Das Problem ist, dass zu viele Menschen diesen Weg nutzen und es deshalb ein absolutes Chaos ist", sagt Timo Schmidt, der gerade seinen siebenjährigen Sohn von der anliegenden Grundschule abgeholt hat.

Streit zwischen Auto- und Radfahrer eskaliert

Und dort, wo es auf Straßen eng wird, können Menschen aneinander geraten. Erst vergangene Woche eskalierte laut Polizei Heinsberg in Wassenberg ein Streit zwischen einem Auto- und einem Radfahrer. Einer der beiden soll auf den anderen eingeschlagen haben.

Ein warnendes Dreieck ist mit weißer Farbe auf den Boden gesprüht. In der Mitte vom Dreieck sitzt ein Geist auf einem Fahrrad. Darunter steht "Seite wechseln!".

Ein kleines Gespenst auf dem Fahrrad warnt vor Geisterfahrern auf dem Radweg.

Bildquelle: WDR/Lilian Manthei

Gegen Vorfälle wie diesen und für mehr Rücksichtnahme im Straßenverkehr knien Eckers und Stoffels nun auf der Straße. "Es gibt zwei Schablonen. Die eine behandelt das Thema "Rücksicht macht Wege breit". Die andere das Thema Geisterfahrer", erklärt Stoffels. Auf der zweiten Schablone sitzt ein kleines Gespenst auf einem Fahrrad. Es soll auf Radfahrer aufmerksam machen, die auf der falschen Straßenseite unterwegs sind.

An diesen Stellen kann es in Erkelenz schon mal brenzlig werden

An insgesamt elf Orten in Erkelenz sollen die Sprühbilder Verkehrsteilnehmer erinnern, Rücksicht aufeinander zu nehmen.

Eine Frau im gestreiftem Oberteil schaut in die Kamera. Im Hintergrund stehen Bäume und links ist eine Straße sichtbar.

Nicole Stoffels, Mobilitätsmangerin der Stadt Erkelenz

Bildquelle: WDR/Lilian Manthei

Die Farbe hält im besten Fall ein Jahr auf dem Boden. So lange soll sie die Verkehrsteilnehmer an gegenseitige Rücksicht erinnern. Doch auch darüber hinaus hofft Stoffels, mit der Aktion Wirkung zu zeigen: "Dass man eben guckt, wer noch unterwegs ist, dass man auch rechtzeitig ausweicht und nicht draufhält."

Rücksicht im Straßenverkehr

Bildquelle: WDR / Lilian Mathei

WDR 2 Min. 21 Sek. Verfügbar bis 21.09.2028

Unsere Quellen:

  • Beobachtungen der WDR-Reporterin vor Ort
  • Kreispolizei Heinsberg
  • Stadt Erkelenz

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Aachen, 21.09.2026, 19:30 Uhr

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