Der Aachener Dom ist Weltkulturerbe.

Keine Eintrittsgebühr: Andere Maßnahmen sollen Einnahmen steigern

Trotz Eintritt beim Kölner Dom Besuch im Aachener Dom bleibt kostenlos

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Wegen gestiegener Kosten nimmt der Kölner Dom jetzt Eintritt. Der Aachener Dom verzichtet vorerst darauf. Was sich dennoch ändert.

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Ingo Wagner

12 Euro müssen Erwachsene beim Kölner Dom nun bezahlen, wenn sie ihn betreten wollen. In Aachen will man darauf erstmal verzichten. Aber ganz ausgeschlossen ist es nicht, dass man vielleicht später auch einmal auf die Einführung von Eintrittsgeldern zurückgreifen muss.

Teure Erhaltung des Weltkulturerbes

Denn die Unterhaltung des Aachener Doms ist teuer. Die reinen Baukosten für die ständig notwendigen Restaurierungsarbeiten am Aachener Dom betragen jährlich rund 1,2 Millionen Euro. Derzeit werden zum Beispiel die Fialen auf der Matthiaskapelle und der Annakapelle des Doms erneuert - eine schwierige und aufwendige Arbeit.

Dazu kommen noch Aufwendungen für Personal und Energie. Um die Kosten auffangen zu können, muss die Verwaltung des Aachener Doms Wege finden, um die Einnahmen zu erhöhen.

Aachener Dom braucht mehr Geld

Im Laufe des Jahres sollen zum Beispiel die Preise für die Führungen im Dom angehoben werden. Außerdem will man die Touristen, wie Domprobst Rolf-Peter Cremer es formuliert, stärker für eine finanzielle Unterstützung des Doms sensibilisieren. Sie werden stärker auf den Bedarf des Doms hingewiesen und können über eine digitale Spendensäule ganz einfach bargeldlos spenden.

Mosaik im Aachener Dom

Aufwändig saniert: Die prächtigen Mosaike im Gewölbe

Zudem soll der Dombauverein ausgebaut werden: Der hat zur Zeit rund 2.900 Mitglieder, die durch ihre regelmäßigen Beiträge zum Erhalt des Doms beitragen. Im Laufe des Jahres will man sich bemühen, deren Zahl zu erhöhen.

Zuschüsse des Bistums

Besonders wichtig sind für den Dom aber auch die Zuschüsse des Bistums. Das Bistum greift dem wichtigsten katholischen Bauwerk in Aachen immer wieder mit Kirchensteuermitteln unter die Arme. Allerdings, räumt Rolf-Peter Cremer ein, könnten diese Zuschüsse langfristig wegen der sinkenden Kirchensteuereinnahmen und Sparmaßnahmen geringer ausfallen.

Deshalb will man in Aachen genau beobachten, wie sich die Situation beim Kölner Dom entwickelt. Und vor allem natürlich, wie sich die Einführung der Eintrittsgelder auf den Besucherbetrieb und die Teilnahme an den Gottesdiensten auswirkt.

Eintritt im Aachener Dom bleibt kostenlos

WDR 01.07.2026 00:42 Min. Verfügbar bis 30.06.2028 WDR Online

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Unsere Quellen:

  • Aachener Dom
  • Gespräch mit Dompropst Rolf-Peter Cremer

Sendung: WDR 2 Aachen und die Region, Lokalzeit, 01.07.2026, 6:31 Uhr

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