Polizei geht Hinweis auf Sabotage am Kraftwerk Weisweiler nach
Bildquelle: Purvi Patel / WDR2 Min. 14 Sek.. Verfügbar bis 04.09.2028.
Am Freitag lief rund um das Gelände des Braunkohlekraftwerks Weisweiler ein Polizeieinsatz. Nach WDR-Informationen suchten die Beamten das Gebiet und die Umgebung nach verdächtigen Gegenständen in Zusammenhang mit einem Sabotageverdacht ab. Rund um das Kraftwerk und am Umspannwerk waren mehrere Mannschaftswagen der Polizei unterwegs. Auch eine Drohne war in der Luft, berichtet eine WDR-Reporterin.
Fahndung nach Tatverdächtigem
Die Polizei Köln bestätigt auf WDR-Anfrage, dass es ein Bekennerschreiben gibt, dieses soll von einem Mann aus Gevelsberg stammen. Nach ihm wird aktuell gefahndet. Bei Niederzier im Kreis Düren gab es nach WDR-Informationen einen SEK-Zugriff. Dabei wurde ein Laster gestürmt. Der gesuchte Tatverdächtige war nicht da. Die Polizei hat daraufhin die nähere Umgebung am Tagebau Hambach mit Spürhunden durchsucht. Am Freitagabend sicherte das Landeskriminalamt weitere Spuren.
Drähte sichergestellt
In Eschweiler-Weisweiler war ein Team der Kriminaltechnischen Untersuchungseinheit im Einsatz. Die Beamten fokussierten sich auf mehrere Stellen auf einem Feld und in einem Gebüsch in unmittelbarer Nähe des Kraftwerks und an einem Umspannwerk der RWE.
Die Beamten stellten zahlreiche dünne Drähte sicher. Ob diese im Zusammenhang mit den Sabotageversuchen stehen, ist noch unklar. Die Ermittlungen gehen weiter.
Nach Sabotageverdacht: Polizeikräfte untersuchen Umgebung des Kraftwerks Weisweiler
Eindrücke und Fotos der WDR-Reporter:
Sabotageverdacht: Weitere Einsätze im Rheinland
Am Umspannwerk in Dormagen-Gohr im Rhein-Kreis-Neuss waren die Ermittler am Donnerstagabend fündig geworden. Dort hatte ein Spaziergänger einen verdächtigen Gegenstand bemerkt und die Polizei gerufen. Dormagen war in einem Bekennerschreiben zu Vorfällen in Brandenburg nach Informationen der "tageszeitung" als mögliches Ziel genannt worden, allerdings auch das Kraftwerk Weisweiler.
WDR-Berichterstattung aus Dormagen:
Unsere Quellen:
- Polizei Aachen
- Polizei Köln
- Eindrücke der WDR-Reporterin vor Ort
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Aachen, 04.09.2026, 19:30 Uhr