Jeder Vierte in NRW kann sich keinen Urlaub leisten | WDR aktuell
WDR. 00:26 Min.. Verfügbar bis 16.07.2028.
NRW-Statistik : Jeder Vierte kann sich keinen Urlaub leisten
Stand:
Mehr als vier Millionen Menschen in NRW konnten sich 2025 keine Woche Urlaub außerhalb der eigenen vier Wände leisten.
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Jetzt mitdiskutierenFür einen Sommerurlaub wird es in diesem Jahr bei Angelina und Diego aus Köln nicht reichen. "Wenn überhaupt, dann machen wir einen Tagesausflug an den See oder fahren nach Holland", sagt Angelina. Es sei nicht das erste Mal, dass das Geld nicht für Urlaub reiche.
Diego und Angelina: Urlaub plus Studium - zu viel
Jetzt kommt hinzu, dass Diego nach dem Sommer ein Studium beginnen will. "Deshalb verzichte ich dieses Jahr lieber auf den Sommerurlaub, damit ich noch etwas Geld in der Hinterhand habe, falls es finanziell eng wird."
Jeder vierte Mensch in NRW kann sich offenbar keinen Urlaub leisten. Das teilte das Landesamt für Statistik am Donnerstag mit. Insgesamt 23,1 Prozent der NRW-Bevölkerung sei betroffen. Bundesweit lagen die Zahlen mit 20,9 Prozent deutlich niedriger.
Alleinerziehende und Singles ohne Urlaubsgeld
Besonders für Alleinerziehende ist die Finanzierung einer Urlaubsreise offenbar schwierig: 2025 war es fast der Hälfte von ihnen und ihren Kindern (46,8 Prozent) nicht möglich, für eine Woche in den Urlaub zu verreisen. Ein überdurchschnittlich hoher Wert zeigte sich auch bei Singles: Bei fast einem Drittel (32,3 Prozent) von ihnen fehlte 2025 ein ausreichendes Budget für eine Urlaubsreise.
Svenja: Die Eltern zahlen den Urlaub
Deshalb fährt Svenja aus Pulheim weiter jedes Jahr mit ihren Eltern in Urlaub - drei Wochen auf einen Campingplatz nach Spanien. Papa und Mama zahlen - "für einen eigenen Urlaub müsste ich erst sparen", sagt Svenja.
Ingrid: Lebenstraum Baltikumreise
Auch Rentnerin Ingrid aus Köln kann sich nur alle paar Jahre einen Urlaub leisten. Mit Baby- oder Katzensitting spart sie regelmäßig Geld zusammen. In diesem Jahr konnte sie sich damit einen Lebenstraum erfüllen: "Ich bin bis ins Baltikum gereist – in die Nähe meines Geburtsortes.“
Urlaubschancen nach Bildungsgrad in NRW
Ob Menschen genug Geld für einen Urlaub haben, hängt der Statistik zufolge auch mit ihrem persönlichen Bildungsweg zusammen. Unter den Menschen in NRW, die nur gering qualifiziert sind, haben rund 40 Prozent keinen finanziellen Spielraum für eine Reise. Bei Hochqualifizierten ist es nur rund jeder Zehnte.
Doch auch für Haushalte mit solidem Einkommen können Reisepläne angesichts der Preisentwicklung offenbar ins Wanken kommen. Im aktuellen NRW-Trend heißt es, jeder Vierte in NRW habe deshalb seine Urlaubspläne noch einmal überdacht. 25 Prozent wollen günstiger verreisen oder ganz auf eine Reise verzichten. 40 Prozent halten an ihren ursprünglichen Plänen fest.
Im Wohnmobil jedes Wochenende unterwegs
Ralf: Freitags fällt der Löffel
Ralf aus Nettersheim steht das bezahlbare Urlaubsglück vor der Tür - in Gestalt seines Wohnmobils: "Ich mache eigentlich jedes Wochenende Urlaub", sagt er zufrieden. "Freitags mittags lasse ich den Löffel fallen und dann bin ich bis Sonntagabend unterwegs - das ganze Jahr über." Mal gehe es nach Österreich, mal nach Belgien, Frankreich, Spanien oder Italien. "Ich habe schließlich lange genug dafür gearbeitet."
Unsere Quellen:
- Statistisches Landesamt
- Nachrichtenagentur dpa
- Befragung von Menschen aus Köln, Pulheim und Nettersheim
Sendung: WDR.de, Jeder Vierte kann sich keinen Urlaub leisten, 16.07.2026, 10:53 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, WDR aktuell, 16.07.2026, 12:45 Uhr
13 Kommentare
Kommentar 13: Anonym schreibt am 18.07.2026, 14:19 Uhr :
Bald kann sich Bundesotto gar Nichts mehr leisten, denn das Establishment aus Politik und Wirtschaft will ihn bekanntlich zu seinem Vorteil und seiner Lobbyisten zur EU-Welthochleistungsmelkkuh für den ganzen Planeten machen ! Das ist nun mal sein trauriges Lebensschicksal in von ihm wummswummsverdummten D ! Über Spanien lacht die Sonne nd über WeltKuli-Michel inzwischen die ganze Welt. Bleibt lieber Uuhause, wer es sich noch leisten kann, denn wer will sich weltweit schon ständig verspotten lassen.
Kommentar 12: Staatsmelkkuh Rosie schreibt am 18.07.2026, 12:45 Uhr :
Eheblich verantwortlich hierfür ist eine dt. staatliche Volksverarmungspolitik mittels den inzwischen OECD -weit höchsten Belastungen an öffentlichen Abgaben , deretwegen maßgeblich allein innerhalb eines Jahres ca. 288.000 Deutsche ins benachbarte Ausland migrierten.Das bleibt öffentlich weitgehend unbemerkt, weil im Gegenzug eine ähnlich hohe Anzahl von Migranten kommen, meist dürftig gebildet, wenn überhaupt .als sog Einwanderung in die Sozialsysteme aus unterentwickelten Ländern der 3. Welt. Das kostet primär die Deutschen in D nach Expertise des Sozialökonomen Raffelshüschen ,Uni Freiburg, künftig ca. 5 Billionen Euro. Hinzu kommen die Billion-Euro teure Weltklimarettung, die Bedienung des dt. Subventionsdchungels ,eine künftige jahrelange Wirtschaftsrezession, die erst am Anfang steht, noch erheblich schlimmer wird, mit Massenarbeitslsigkeit, Privat-/UnternehmensInsolvenzen, überschuldeten Staatskassen. Es wird also noch erheblich schlimmer kommen ! Armer Otto !
Kommentar 11: D ist S/M-Kuli-Land ! schreibt am 18.07.2026, 11:42 Uhr :
Das ist nun wahrlich auch kein Wunder, denn der den Deutschen administrativ aufoktroyierte, hergetrommelte teure "Alahu -Akbar",Merzel ; Warken,Reiche,Radovan, Klingbeil &Co. machen uns, besonders aber dort, wo der geringste Widerstand besteht, also die eher kleinen Leute , z.B.Rentner, zum Vorteil ihrer gesamten affinen Lobbyisten in der gesamten Welt Alle alle oder anders formuliert; die die bereits am dicksten sind, die dicksten Finanzinvestoren , die dicksten Finanzinvestoren , die dicksten Bauern mit den dicksten Schweinen , die besonders in den Medien, den Tausenden -TV-laber-shows die dicksten Kullertränen ausdrücken, kriegen auch immer ohne Gegenleistung, geschenkt, die dicke Staatskohle, durchweg illegal z.B. gemäß Art. 20 Abs 3 GG (Sozialstaatsklausel),so daß D immer weniger seine Kernpflichten gemäß GG erfüllt !
Kommentar 10: Paul S. schreibt am 17.07.2026, 14:08 Uhr :
WDR, da wird auf die Tränendüse gedrückt wegen Urlaub, was sich jeder Vierte nur leisten kann? Dazu mag ich vermerken, Urlaubsreisen sind freiwillig und nicht gesetzlich vorgeschrieben. Wer sich Reisen leisten kann, warum soll einer verzichten? Wer nicht kann, da hilft die Zeitenwende auch nichts. Das Geld fehlt bei Menschen die weniger Einkommen oder Rente haben. Das gab es früher auch schon. Die jetzige Generationen wollen alles auf einmal haben. Erst arbeiten, sparen, dann verreisen...das wär der normale Weg. Heutzutage denkt man anders? Müssen junge Familien mit kleine Kinder (Babys) sich schon die weite Welt anschauen? Zum Beispiel das heiße Afrika? Soll der Staat es finanzieren?
Kommentar 9: Franziska 1 schreibt am 16.07.2026, 16:36 Uhr :
Auch vor 30 Jahren konnte sich ein Fünftel in der Bevölkerung keinen Urlaub leisten. Das Einkommen war in dieser Zeit ebenfalls sehr unterschiedlich. In der jetzigen Zeit tut man so, als wenn eine Urlaubsreise ins Ausland mit Kind und Kegel politisch gewährleistet werden müsste. Ansprüche für eine Reise im Urlaub, dazu bedarf es schon manchen Luxus- Verzicht im Vorfeld. Umsonst schenkt der Staat nichts. Das Einkommen wird nie für alle Bürger gleich sein. Es ist halt so, der eine kann ohne Geldnot verreisen der andere nicht. Urlaub machen auf Kredit ist keine gute Idee. Einen schönen Urlaub kann man auch ohne viel Geld erleben, Angebote dazu gibt es in Deutschland genug. Ob am Wasser, in den Alpen oder bei einen Bauernhof, wo Kinder sich bestimmt nicht langweilen und genug Abwechslung haben. Nur jeden Tag am Strand liegen, deswegen benötigt man keine lange Flugreise.
Kommentar 8: Johann Moritz schreibt am 16.07.2026, 16:20 Uhr :
Und das ist eine Meldung wert? Bei so ziemlich jedem Menschen gibt es Jahre, in denen man entweder nicht die Zeit oder nicht das Geld hat, um in Urlaub zu fahren. Selbst dann, wenn man offiziell als "Gutverdiener" gelistet wird. Dann besteht der "Urlaub" aus einem Zoobesuch mit der Familie, den man sich mühsam vom Mund abgespart hat. Die Ursachen können vielfältig sein - beispielsweise Insolvenz des Arbeitgebers, Pflegeheimkosten eines Angehörigen, Studienkosten eines Kindes, längere eigene Krankheit.
Kommentar 7: Rosi schreibt am 16.07.2026, 15:50 Uhr :
Urlaub bei 4 Kindern ist nicht immer drin und teilweise fällt der Urlaub bei der Arbeit weg, da wir Eltern bei Krankheit oder Kitaschließung uns frei nehmen müssen. Mein Mann zahlt leider auch für weitere Kinder bis 18 Jahren Unterhalt. Deshalb hat er noch einen weiteren Job. Im Unterhaltsrecht spielt die eigene Familie keine Rolle. Hauptsache die alleinerziehende Mutter, die ja auch liiert ist finanziell gut gestellt. Büchergeld für die Schule, Fahrkarten und Kitabeiträge sowie Essen werden für uns nicht günstiger. Für die alleinerziehende Mutter schon. Jetzt sparen wir für den nächsten Herbsturlaub in den Niederlanden. Dafür wird dieser dann doppelt so schön, weil wir darauf hingearbeitet haben.
Kommentar 6: Vater schreibt am 16.07.2026, 15:18 Uhr :
Wie soll das auch gehen? Ein Flug mit Frau und 2 Kindern kostet Holzklasse in der Ferienzeit nach Nairobi 7500 Euro. Dazu 4 Wochen Vor-ort am Diany Beach ca. 6000 Euro, plus Ferienhaus 4000 Euro und das ohne Safari, da braucht es nochmal 2000 Euro. Wer hat denn 20.000 Euro für einen Familien Kenya Urlaub?
Kommentar 5: Frau José Knuman-Meeuwsen schreibt am 16.07.2026, 14:09 Uhr :
Alles wird immer teurer und viel Geld geht nach der Armee. Dann bleibt nicht viel mehr ubrig fur andere Sachen.
Kommentar 4: Thomas schreibt am 16.07.2026, 12:30 Uhr :
Wir (2 Erwachsene, 2 Kinder) gehören dazu. Seit Corona keine gemeinsame Urlaubsreise. Wir sind beide Vollzeit berufstätig. Die Kinder gehen für 2 Wochen in Ferienfreizeit. Ich arbeite an einem NRW Flughafen. Dadurch sehe ich seit heute, wer morgen definitiv nicht den letzten Schultag wahrnimmt. Schämt euch
Kommentar 3: Miss Marple schreibt am 16.07.2026, 12:28 Uhr :
Es leuchtet mir absolut nicht ein, warum das ein so entscheidendes Thema sein soll. Als wären Urlaubsreisen so ungemein wichtig! Wenn das unsere einzige Sorge ist, haben wir keine! Wir sind damals als ich Kind war (ich bin mittlerweile Mitte 50) auch schon so gut wie nie verreist, und auch heute gestalte ich meinen Urlaub stets zu Hause. Es gibt doch wohl wirklich wichtigere Dinge als eine Urlaubsreise! Auch zu Hause kann man seinen Urlaub superschön gestalten - auch mit Kindern! Es gibt so vieles, was man unternehmen kann vor der eigenen Haustür! Mit den Kindern in den Zoo fahren, an den See, mal in den Wald gehen, in den Freizeitpark oder was auch immer. Und sich einfach mal entspannt zurücklehnen und ein Buch lesen zu dürfen, das ist doch ebenfalls Urlaub! Um zu urlauben, muss man jedenfalls sicherlich nicht verreisen.