An dem besonders heißen Wochenende Ende Juni hatten Unbekannte Boote zerstört und versenkt, in den Toiletten die Armaturen abgerissen und Abflüsse verstopft.
Außerdem hinterließen Besucher riesige Mengen an Müll. Für die Mitarbeiter und den Träger, die Arbeit Remscheid gGmbH, ein Schock, sagte Geschäftsführer Thilo Droste damals.
Und da die Mitarbeiter teilweise auch tagsüber angepöbelt wurden, ist nun ein Security-Dienst im Einsatz. Doch der kostet Geld, hinzu kommen Altschulden der Arbeit Remscheid gGmbH, u.a. noch Coronahilfen. Insgesamt fehlen dem Träger rund 100.000 Euro.
Preise mussten erhöht werden
Um das Geld wieder reinzuholen, hatte die Kräwi bereits die Preise für Pommes, Cola und Co angehoben. Und auch das Parken ist teurer geworden. Zusätzlich hatte der Betreiber überlegt, Eintritt zu nehmen. Doch das ist jetzt erst einmal vom Tisch.
Die Stadt bezahlt Rechnungen
Für die Sommerferien ist die Kräwi gerettet
Die Stadt Remscheid springt ein. Sie übernimmt sowohl die Rechnungen für die Vandalismus-Schäden, als auch die Kosten für den Sicherheitsdienst, bestätigt Thomas Neuhaus, Leiter des Sportamtes. Zunächst für die Zeit der Sommerferien. Insgesamt rund 40.000 Euro. Außerdem hilft ein Mitarbeiter des Sportamts aus, "um den Freizeitbetrieb am Leben zu halten", sagt Neuhaus. Zumindest für diese Saison ist die Kräwi also gerettet.
Unsere Quellen:
- Thilo Droste, Geschäftsführer Arbeit Remscheid gGmbH
- Thomas Neuhaus, Dezernent für Bildung, Jugend, Soziales, Gesundheit und Sport der Stadt Remscheid
Sendung: WDR.de, Stadt Remscheid rettet Freizeitpark Kräwi, 21.07.26, 13.00 Uhr
