Das neue und riesige Containerdorf in Erkrath
Bildquelle: WDR/Peter HildWDR. 2 Min. 35 Sek.. Verfügbar bis 02.09.2028.
Für viele Schülerinnen und Schüler in Erkrath-Hochdahl war ihre Rückkehr am Mittwoch ein Meilenstein - entsprechend wurde das neue Container-Schuldorf auch feierlich eröffnet.
Mehr als tausend Schüler von Realschule und Gymnasium werden die nächsten drei Jahre im neuen Containerdorf verbringen. Die meisten sind aber vor allem froh, nicht mehr pendeln zu müssen. Denn vor mehr als einem Jahr war das alte Hochdahler Schulzentrum abgebrannt, die Schüler mussten seitdem in ein leeres Schulgebäude in Düsseldorf ausweichen.
Labyrinth aus 600 Containern
Die 15-jährige Angelina ist froh, nicht mehr so früh aufstehen zu müssen.
Bildquelle: WDR/Peter HildDie 15-jährige Angelina geht in die 9. Klasse und kam am Morgen gut gelaunt auf ihren neuen Schulhof - trotz der Container: "Klar, Container sind ein bisschen doof. Aber es ist schön, wieder in Hochdahl zu sein und auch nicht mehr so früh aufstehen zu müssen", lachte sie.
Für Realschulleiter Uwe Heidelberg und seine Kollegen war es viel Umzugsstress in den letzten Wochen. Mit den neuen Räumen ist er trotz den von außen wenig ansprechenden Containern aber mehr als zufrieden: "Von innen ist es wirklich richtig toll, da könnte man es auch einige Jahre länger mit aushalten."
Container-Schuldorf: Größere Klassenräume und moderne Technik
Viele müssen sich erstmal zurechtfinden im Labyrinth der über 600 Container. Ist der Richtige endlich gefunden, geht es zum ersten Mal in die neuen Klassenräume. Viele sind größer als im alten, abgebrannten Schulzentrum und auch mit moderner Technik mit Smartboards ausgestattet.
Patrizia Klopotek von der Schulpflegschaft ist froh, dass die Schüler zurück sind.
Bildquelle: WDR/Peter HildPatrizia Klopotek engagiert sich in der Schulpflegschaft des Gymnasiums und ist aus mehereren Gründen froh über die Rückkehr: "So können wir wieder einen normalen Familienalltag haben, die Kinder haben hier einen Ganztag, bekommen ein warmes Mittagessen und es können auch wieder AGs stattfinden." Die Räume seien "sehr schön" geworden, alles sei neu und damit eine gute Lernumgebung für die Schüler.
"Ich bin beeindruckt, was in der kurzen Zeit geschaffen wurde. Man hat wieder kurze Wege, ist in vertrauter Umgebung. Alle sind wieder zurück in ihrem Nest." Uwe Heidelberg, Leiter Realschule Hochdahl
Container-Schuldorf in Erkrath: Positive Resonanz von allen Seiten
Realschulleiter Uwe Heidelberg ist zufrieden mit dem neuen Schuldorf
Bildquelle: WDR/Peter HildNicht nur bei den Eltern, auch bei vielen Schülerinnen und Schülern kommt ihre neue Übergangsschule am ersten Tag gut an: "Der Klassenraum sieht gut aus, hat Spaß gemacht, alle wiederzusehen, wir haben uns die Tische passend zurechtgestellt", erzählte Angelina aus der 9b nach den ersten Unterrichtsstunden.
Auch Realschulleiter Uwe Heidelberg geht zuversichtlich ins neue Schuljahr in der neuen, alten Heimat in Hochdahl: "Ich bin beeindruckt, was da in kurzer Zeit geschaffen wurde. Im Kollegium ist auch eine richtige Aufbruchstimmung zu spüren." Bis 2029 sollen Realschule und Gymnasium im Container-Schuldorf bleiben - dann soll der Neubau des Schulzentrums am alten, inzwischen geräumten Standort in Sichtweite des Schuldorfs fertig sein.
Unsere Quellen:
- Eindrücke des WDR-Reporters vor Ort
- Patrizia Klopotek, Schulpflegschaft Gymnasium Hochdahl
- Uwe Heidelberg, Leiter Realschule Hochdahl
- Schülerinnen und Schüler
- Stadt Erkrath
Sendung: WDR.de, Das neue und riesige Containerdorf in Erkrath, 02.09.2026, 17:00 Uhr
