Bei Durchsuchungen an mehreren Orten wurden 21 Menschen festgenommen. Außerdem sicherten die Ermittler zahlreiche Beweise. Wo genau die Fabrik liegt, wollten Zoll und Staatsanwaltschaft zunächst nicht verraten. Nach WDR-Recherchen befindet sich die Produktionsstätte in einer Halle in einem Gewerbegebiet in Haan.
Maschinen, Tabak und fertige Verpackungen
Die Bilder aus der Halle zeigen, wie professionell die mutmaßlichen Täter vorgegangen sein sollen. Zu sehen sind mehrere Maschinen zur Zigarettenproduktion, große Mengen geschnittenen Tabaks sowie Kartons und Paletten für den Weitertransport der Ware. Nach Angaben der Ermittler soll die Gruppe in der versteckten Fabrik über Monate hinweg Zigaretten hergestellt haben. Die Produkte seien anschließend in gefälschte Markenverpackungen abgefüllt und ohne Zahlung von Steuern auf dem Schwarzmarkt verkauft worden.
Ermittler schon seit Monaten auf der Spur
Die Ermittlungen laufen demnach bereits seit Mai 2026. Gegen die Verdächtigen wird wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung und Hehlerei ermittelt. Wie viele Zigaretten insgesamt produziert wurden und wie hoch der Steuerschaden sei, ist bisher noch unklar.
Spezialeinheiten unterstützen Großrazzia
An der Aktion waren Zollkräfte aus Aachen, Düsseldorf, Duisburg, Dortmund, Köln und Münster beteiligt. Unterstützung kam außerdem von Beamten aus Berlin und Hannover.
Die Auswertung der sichergestellten Beweise laufen jetzt auf Hochtouren. Die Ermittler hoffen, dadurch weitere Erkenntnisse über die mutmaßliche Tätergruppe und deren Vertriebswege zu gewinnen.
Unsere Quellen:
- Nachrichtenagentur dpa
- Pressemitteilung des Zollfahndungsamtes Essen
- WDR-Recherchen
Sendung: 1Live Infos, 22.09.2026, 12:01 Uhr