Röntgen-Stadion ab sofort geschlossen

WDR 01:46 Min. Verfügbar bis 29.06.2028

Röntgen-Stadion schließt sofort FC Remscheid muss sich neue Heimat suchen

Stand:

Schon seit zwei Jahren sind Haupttribüne und Nordkurve des Röntgen-Stadions dicht - jetzt kann auch der Platz von den Vereinen nicht mehr genutzt werden. Grund sind bauliche Mängel, die sich drastisch verschlechtert hätten, sagt die Stadt Remscheid.

Karsten Schievelbusch vom FC Remscheid macht sich große Sorgen. Es sind nur wenige Tage bis zur neuen Saison und dann nun diese Hiobsbotschaft: Das Stadion wird ab sofort gesperrt. Das habe den Verein wie ein Blitz getroffen.

"Zwölf Tage vor Saisoneröffnung fällt die Veranstaltungsfläche weg. Natürlich absolutes Desaster." Karsten Schievelbusch, FC Remscheid
Mann mit roter Jacke steht im Stadion

Karsten Schievelbusch hat die Entscheidung überrascht

Ende des Stadions war nur "eine Frage der Zeit"

Mann mit Brille sitzt im Büro vor Computer

Thomas Neuhaus von der Stadt Remscheid zum Röntgen-Stadion

Erfahren hätten sie davon quasi nebenbei und ohne Vorwarnung. Grund der Sperrung des Platzes, so die Stadt Remscheid: bauliche Mängel - unter anderem auf der Tribüne. "Wir können unserer Verkehrssicherungspflicht nicht mehr nachkommen. Wenn Gefährdungen da sind, müssen wir handeln", so Thomas Neuhaus, Sozialdezernent der Stadt Remscheid. Der organisatorische und wirtschaftliche Aufwand sei nicht mehr tragbar.

Die Gefahrenstellen hätten sich immer mehr gehäuft, sodass das Ende des Stadions nur eine Frage der Zeit gewesen sei. Neue Investitionen kamen nicht infrage, da vor Jahren schon eine andere Verwendung für die Liegenschaft geplant wurde. Dort soll perspektivisch ein Outlet Center entstehen.

Neue Spielstätte in Lüttringhausen

Nun soll das Röntgen-Stadion zurückgebaut werden, der FC Remscheid wird seine Sachen erstmal woanders einlagern müssen. Und der Verein muss ab sofort auch auf seinem anderen Platz in Lüttringhausen spielen. Hier trainiert bereits der Nachwuchs, doch wichtige Infrastruktur wie etwa Räume zum Waschen der Trikots oder eine Tribühne für die Zuschauer fehlen.

Gespräche zwischen Stadt und Verein zum neuen Standort gab es aber bereits. Die Stadt Remscheid würde gerne rund 5,5 Millionen Euro aus dem NRW-Infrasturkturgesetz für den Ausweichplatz in Lüttringhausen bekommen. Damit könnten dann etwa Kunstrasen, eine Blockstufentribüne, und ein modernes Vereinsheim inklusive Umkleiden und Kabinen umgesetzt werden.

Alternativen für private Sportler

Aber auch viele Bürger, die das Stadion genutzt haben, brauchen jetzt einen neuen Ort. Die Stadt Remscheid bietet deshalb Beratungen zu alternativen Sportstätten und Trainingsmöglichkeiten an. Ansprechpartner ist der Fachdienst Sport und Freizeit.

Unsere Quellen:

  • Stadt Remscheid
  • Eindrücke und Gespräche der Reporterin vor Ort

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Bergisches Land29.06.2026, 19:30 Uhr

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