Der 1. April 2026. Drei Männer streiten in einem Cafe auf nahe der Solinger Innenstadt. Der Auslöser, so die Staatsanwaltschaft, wird rausgeworfen. Auf der Straße soll sich das Ganze fortgesetzt haben, mit Faustschlägen durch den Angeklagten.
Dann zog er ein Messer und stach zu, sagte der Staatsanwalt heute zu Prozessbeginn am Wuppertaler Landgericht. Drei Stiche treffen einen der Kontrahenten in den Unterbauch, zwei weitere bekommt der andere in den Brustbereich.
Rettung in letzter Sekunde
Er wird mit blutverschmierten Händen abgeführt. Das Leben der beiden Männer kann nur durch eine Notoperation gerettet werden. Der Beschuldigte gestand die Tat in einem knappen Statement heute, das er seinem Verteidiger überließ.
Er sagt, dass im Vorfeld Drogen eine Rolle gespielt haben, dass ihm das Ganze leid tut und dass er mehr nicht sagen möchte. Jochen Ohliger, Verteidiger
Nicht zurechnungsfähig und gemeingefährlich
Die beiden Opfer sind Nebenkläger im Prozess. Das Motiv ist für die Staatsanwaltschaft eindeutig: Sie attestiert dem Angeklagten eine „erheblich vermindert oder aufgehobene Zurechnungsfähigkeit“.
Mit anderen Worten: Er ist demnach schwer psychisch krank. Folgt dem Gericht dieser Sichtweise, dann steht der Mann vor einer dauerhaften Unterbringung in der Psychiatrie.
