E-Scooter-Fahrer spielen mit ihrem Leben
02:14 Min.. Verfügbar bis 15.07.2028.
"In meiner Klinik ist vor wenigen Tagen ein 15-jähriger Junge gestorben." Mit diesen Worten eröffnet Kinderarzt Dr. Florian Babor seinen eindringlichen Post auf Instagram. Eine "kleine Unaufmerksamkeit" auf dem E-Roller habe zudem zu einem fatalen Unfall geführt, so Babor weiter. Der Kinderarzt hat eine klare Haltung: Er hält E-Roller für sehr gefährlich. 12.000 Unfälle bundesweit im vergangenen Jahr, mit 27 Toten, nennt er als Beleg.
Zu zweit auf dem E-Scooter
Wie aber sieht die Realität auf Wuppertals Straßen aus? Wir machen den Test in Oberbarmen, am Kreuz der Bahnhöfe von Bus, Bahn und Schwebebahn. Hier sind immer viele, meist junge E-Scooter-Fahrer unterwegs. In nicht einmal einer Stunde, beobachten wir gleich mehrere Roller, auf denen nicht ein, sondern gleich zwei Jugendliche unterwegs sind. Damit riskieren die Jugendlichen nicht nur ein Bußgeld, sondern setzen sich auch einer großen Gefahr aus.
Kinderarzt Babor mahnt in seinem Post auf Instagram weiter: "Die Dinger sind viel zu schnell. Und aufgrund der winzigen Räder kann jede Bordsteinkante zur tödlichen Falle werden." Während er das sagt, sind in seinem Video im Hintergrund schockierende Unfallbilder zu sehen.
Kinderarzt kritisiert fehlende Helmpflicht
Eins macht den Düsseldorfer Kinderarzt besonders wütend: Die fehlende Helmpflicht. "Warum gibt es keine Helmpflicht für E-Scooter-Fahrer?" Ein Helm hätte vielleicht einige, der insgesamt 27 tödlichen E-Scooter-Unfälle aus dem letzten Jahr verhindern können. Viele der bisher über 2.000 Kommentierenden auf Instagram geben ihm recht. Seinen eigenen Kindern verbietet Kinderarzt Babor die Nutzung der Roller.
Generell dürfen Jugendliche einen E-Scooter im Privatbesitz bereits ab 14 Jahren fahren, das Leihen von Leih-E-Scootern ist ab 18 Jahren erlaubt.
Unsere Quellen:
- Instagrampost Dr. Florian Babor, Kinderarzt
- Beobachtungen WDR-Reporter vor Ort
Sendung: WDR.de, E-Scooter-Fahrer spielen mit ihrem Leben, 16.07.2026, 15:01 Uhr
