In den Talsperren sinken die Pegel

03:03 Min. Verfügbar bis 24.06.2028

Dauer-Hitze im Bergischen In den Talsperren sinken die Pegel

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Seit Tagen liegen die Temperaturen bei über 30 Grad und zum Wochenende soll es sogar noch heißer werden. Genügend Wasser - sei es zum Trinken oder zum Abkühlen - ist deshalb das A und O. Doch wie steht aktuell es um die Reserven in den bergischen Talsperren?

Der Pegelstand der Wupper-Talsperre ist tatsächlich schon recht niedrig - nur bis zur Hälfte ist sie noch gefüllt. Das sei erstmal nicht dramatisch, sagt Susanne Fischer vom Wupperverband. Doch wenn der Pegel weiter sinke, werde das Baden langsam unattraktiv, da man über Steine und Schlamm zum Wasser laufen müsse.

Bei andauerder Hitze und sinkendem Pegel bestehe außerdem die Gefahr, dass sich Blaualgen entwickeln. Das könne dann im schlimmsten Fall zu einem Badeverbot führen.

Mann steht vor See und Talsperre

Julian Bielak, Projektleiter Kräwinkler Brücke

Noch sei das nicht der Fall, man beobachte aber mit Sorge, dass der Pegel täglich weiter sinke, so Julian Bielak vom Freizeitpark "Kräwi" an der Wuppertalsperre. Eine Einschränkung wegen der Hitze gibt es schon: Wer auf dem Gelände Shisha rauchen will, muss das wegen der Trockenheit vorher anmelden.

Bever-Talsperre noch gut gefüllt

Bei der Bever-Talsperre bei Hückeswagen sieht es dagegen aktuell noch besser aus. Die bei Badefreunden sehr beliebte Talsperre ist laut Wupperverband noch zu 84 Prozent gefüllt - ein Badeausflug zur Abkühlung ist also problemlos möglich.

Frau vor Brunnen und Haus von Wupperverband

Susanne Fischer, Sprecherin Wupperverband

Ob die Pegelstände der bergischen Talsperren so niedrig werden wie im vergangenen Jahr, könne man noch nicht voraussagen, meint der Wupperverband. "Das ist wie der Blick in die Glaskugel", sagt Sprecherin Susanne Fischer. Klar sei: wenn es zwischendurch nicht auch mal regnet, gehen die Füllstände immer weiter zurück.

Pegelstand bei Großer Dhünn-Talsperre könnte besser sein

Bei Wupper- und Bever-Talsperre handelt es sich um sogenannte "Brauchwasser-Talsperren" - die Große Dhünn-Talsperre im Rheinisch-Bergischen Kreis dagegen ist eine Trinkwasser-Talsperre und schon seit einigen Wochen nur noch bis zur Hälfte gefüllt.

Die Große Dhünn-Talsperre ist die zweitgrößte Trinkwasser-Talsperre Deutschlands. Wenn sie voll ist, reicht das zwei Jahre lang für das Versorgungsgebiet. Wenn sie leer ist, dauere es allerdings auch ziemlich lange, bis sie wieder voll ist, erläutert der Wupperverband.

Die Trinkwasser-Talsperren Kerspe und Herbringshausen sind dagegen aktuell gut gefüllt - sie liegen bei rund 90 Prozent.

Wupperverband: "Sensibel mit Wasser umgehen"

Insgesamt ist die Lage etwas besser als im Vorjahr - das Frühjahr sei nicht so trocken gewesen wie 2025, so der Wupperverband.

Trotzdem mahnt Susanne Fischer: "Wir merken bei diesem Wetter immer wieder, dass Wasser ein kostbares Gut ist. Deshalb sollten wir sensibel damit umgehen."

In den Talsperren sinken die Pegel

WDR Studios NRW 24.06.2026 00:48 Min. Verfügbar bis 23.06.2028 WDR Online

Unsere Quellen:

  • Wupperverband
  • Eindrücke des Reporters vor Ort

Sendung: WDR 2 Bergisches Land, Lokalzeit, 24.06.2026, 15:31 Uhr Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Bergisches Land, 24.06.2026, 19:30 Uhr

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