Sie liegen auf Bürgersteigen, Radfahrer müssen drumherum fahren, manchmal versperren sie sogar Hauseingänge. E-Scooter, die einfach so auf Radwegen oder Bürgersteigen abgestellt werden, sind für viele ein Ärgernis. Dortmund regelt nun ihr Parken.
Abstellverbot soll umgehend kommen
Der Ausschuss für Mobilität im Dortmunder Rathaus hat jetzt noch einmal auf die Tube gedrückt. In großen Teilen der Innenstadt soll schnellstmöglich ein Abstellverbot außerhalb von etwa 100 markierten Flächen gelten. Wer Leihroller ausleihen oder abgeben will, kann das dann nur noch innerhalb dieser Zonen machen.
Wild-geparkte E-Scooter, die Gehwege blockieren: Bald ein seltenes Bild in Dortmund?
Viele Dortmunder haben sich bereits über die großen, weißen Rechtecke auf dem Boden in der westlichen Innenstadt gewundert. Die gibt es schon seit Monaten. Seit ein paar Tagen hängen dort auch blau-weiße Schilder. Sie weisen auf eine Abstellzone hin. Seitdem stellen dort schon viele Fahrer freiwilig ihre Leihroller ab.
In Dortmund gibt es bereits Verbotszonen
Technisch ist das Verbot kein Problem. Verleiher können das in ihren Apps regeln. Wer versucht, seinen Roller außerhalb der eingezeichneten Flächen abzustellen, kann sich nicht ausloggen. Er oder sie muss also weiter eine Leihgebühr bezahlen. Am Dortmunder Phoenixsee gibt es schon seit Jahren ein solches Parkverbot, am Hauptbahnhof seit einigen Wochen.
Der Antrag, das Parkverbot umgehend umzusetzen, kam von der SPD, den Grünen und Linken. Sie betonen, dass sie Leihroller nicht grundsätzlich verdammen. Sharing-Angebote wie die von Scooter-Verleihern seien "ein wichtiger Bestandteil einer modernen, vernetzten und klimafreundlichen Mobilität", schreiben die drei Fraktionen.
Erneut Thema im Dortmunder Rat: Abstellverbote und wildes Parken von E-Scootern
Die Diskussion um ein Abstellverbot von Scootern gibt es schon seit fünf Jahren. Vor Jahren hatte der Rat das Parkverbot bereits beschlossen. Nur die Umsetzung durch die Stadtverwaltung ließ auf sich warten. Tiefbauamtsleiterin Sylvia Uehlendahl versprach im Ausschuss, dass das Parkverbot technisch "bis Ende Juli" umgesetzt werden würde.
Private Roller nicht betroffen
Auf das Versprechen wollten sich die Politiker im Ausschuss für Mobilität gestern lieber nicht verlassen. Sie forderten die Verwaltung auf, die Verbotszonen schon jetzt schrittweise "scharf zu schalten". Anfang Juli muss sich auch der Rat mit dem Thema befassen. Private Roller sind von der Regelung nicht betroffen. Die dürfen überall geparkt werden, wo man auch Fahrräder abstellen kann.
Unsere Quellen:
- Beobachtungen des WDR-Reporters im Ausschuss für Mobilität, Infrastruktur und Grün
- Stadt Dortmund
- Antrag der Fraktionen SPD, B90/Die Grünen, Volt, Die Linke, Tierschutzpartei
Sendung: WDR.de, Parkverbot für E-Scooter auf Gehwegen, 01.07.2026, 06:15 Uhr
