Jahrelang wurde geplant, mehrfach musste der Start verschoben werden. Am Freitagabend war es dann endlich so weit: Im neuen Open-Air-Park in Düsseldorf fand eines der größten Rockkonzerte des Jahres statt! Rund 80.000 Menschen erlebten die US-Band System of a Down in der neuen Location auf dem Düsseldorfer Messegelände.
Fans aus ganz Deutschland, Niederlande und Belgien
Für die Alternative-Metal-Band war es ein seltenes Gastspiel in Deutschland: Neben Düsseldorf stand nur noch Berlin auf dem Tourplan. Entsprechend groß war der Andrang.
Die Fans reisten aus ganz Deutschland sowie den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und Frankreich an.
Verkehrschaos vor Konzertbeginn
Vor dem Konzert kam es rund um das Gelände zu einigen organisatorischen Problemen. Viele Besucher berichten von Verkehrschaos bei der Anreise - sowohl mit dem Auto als auch mit der Bahn. Ein Grund war die Sperrung der Bahnstrecke zwischen Köln und Düsseldorf nach einem Brandanschlag.
Auch der Veranstalter D.Live bestätigte dem WDR, dass es zu Verzögerungen bei der Anreise gekommen sei. Viele Menschen seien mit dem Auto angereist ohne vorher ein Parkticket gebucht zu haben, heißt es in einer Mitteilung. Diese mussten umgeleitet werden, was stellenweise zu Staus geführt habe.
Probleme mit Online-Tickets wegen schlechtem Empfang
Zudem war das Mobilfunknetz teilweise so stark ausgelastet, dass einige Besucher keinen Empfang hatten und ihre digitalen Tickets zunächst nicht aufrufen konnten.
"Hier haben wir jetzt gerade genug Empfang, um unsere Tickets herunterzuladen. Dafür mussten wir jetzt den ganzen Weg zurücklaufen, denn weiter vorne ist das nicht möglich. Das ist echt schrecklich", berichtet ein Konzertbesucher. Andere hatten vorsorglich Screenshots gemacht. Wer Freunde auf dem riesigen Gelände treffen wollte, hatte ein echtes Problem.
Vom Veranstalter hieß es am Samstag auf WDR-Anfrage man nehme die Kritikpunkte ernst und wolle an einigen Stellen nochmal nachschärfen.
Entspannte Festival-Atmosphäre
Auf dem Gelände selbst entspannte sich die Lage dann. Der Einlass lief freundlich und geordnet. Es gab ausreichend Toiletten und auch überall Wasserspender bei den sommerlichen Temperaturen.
Und als die Musiker auf die Bühne kamen, waren bei den meisten Fans die Stapazen vergessen. Auf dem Gelände kam schnell Festival-Feeling auf. Die Vorbands Acid Bath und Queens of the Stone Age heizten dem Publikum ein, bevor System of a Down gegen 21:30 Uhr die Bühne betrat.
Moshpits, Crowdsurfer und ausgelassene Stimmung
Schon mit dem ersten Song B.Y.O.B. war die Stimmung ausgelassen: Vor der Bühne entstanden Moshpits, Crowdsurfer wurden über die Menge getragen, und auch auf den Tribünen hielt es kaum jemanden auf den Sitzen. Auch weiter hinten auf dem weitläufigen Gelände war die Band aus Kalifornien gut zu hören.
Dass im Minutentakt Flugzeuge den Düsseldorfer Flughafen überflogen, verlieh der Kulisse zusätzlich einen besonderen Charakter.
So bleibt von der Premiere vor allem ein Eindruck: Die Anreise sorgte zwar für Gesprächsstoff, auf dem Konzertgelände selbst überwog am Ende aber die Begeisterung.
Unsere Quellen:
- Beobachtungen der Reporterin vor Ort
- Stellungnahme des Veranstalters D.LIVE
Sendung: WDR5, Der Tag um 12, 11.07.2026, 12:00 Uhr.