Neue DNA-Erkenntnis bei Fällen von Sassen und Ruf
Bildquelle: Polizei DüsseldorfWDR. 00:54 Min.. Verfügbar bis 17.08.2028.
Auch Jahrzehnte nach dem Verschwinden der beiden Schülerinnen Deborah Sassen und Claudia Ruf versucht die Polizei weiter die beiden Fälle aufzuklären. Die Ermittler vermuteten dabei einen Zusammenhang zwischen den Cold Cases. Doch ein DNA-Abgleich konnte diese Vermutung nicht bestätigen.
DNA-Proben in Cold Cases stimmen nicht überein
Die DNA-Probe des Verdächtigen im Fall Sassen stimme laut Staatsanwaltschaft Mönchengladbach nicht mit der sichergestellten Täter-DNA im Fall Ruf überein.
"Es gibt verschiedene Parallelen zwischen den beiden Fällen", begründet Florian Scheffel von der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach den DNA-Abgleich. Beide Mädchen verschwanden im Jahr 1996, nicht weit voneinander entfernt. Die Ermittler hatten deshalb nicht ausgeschlossen, dass beide Mädchen demselben Serienmörder zum Opfer gefallen sein könnten.
Debbie Sassen verschwand auf dem Heimweg von der Schule
Deborah Sassen verschwand am 13. Februar 1996 auf dem Heimweg von ihrer Grundschule in Düsseldorf-Wersten. Die Polizei geht davon aus, dass die damals Achtjährige ermordet wurde. Seit Anfang dieses Jahres haben die Cold-Case-Ermittler einen Verdächtigen im Visier.
Von Debbies Leiche fehlt aber weiter jede Spur. Ermittler haben im Frühjahr dieses Jahres nach neuen Hinweisen intensiv in Düsseldorf gesucht. Die Ermittlungen dauern an. Laut dem in Düsseldorf zuständigen Staatsanwalt Murat Ayilmaz nehme die Auswertung alter Speichermedien viel Zeit in Anspruch.
Claudia Ruf verschwand kurz danach in Grevenbroich
Nur drei Monate nach dem Verschwinden von Debbie Sassen war im Mai 1996 in Grevenbroich-Hemmerden die damals elfjährige Claudia Ruf verschwunden. Beide Stadtteile liegen an der A46 und sind nur rund 20 Kilometer voneinander entfernt.
Die Leiche der elfjährigen Claudia war zwei Tage später rund 65 Kilometer entfernt an einem Feldweg bei Euskirchen entdeckt worden. Das Kind war entführt, vergewaltigt und erdrosselt worden.
Erst mit Hilfe verbesserter DNA-Analysemethoden konnte an alten Beweismitteln des Mordfalls doch noch Täter-DNA festgestellt werden. Daraufhin hatte die Polizei mehrere Massen-Gentests durchgeführt. Ein Treffer war aber ausgeblieben.
Unsere Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
- Vorangegangene WDR-Berichterstattung
- Gespräch mit Florian Scheffel von der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach
- Gespräch mit dem Düsseldorfer Staatsanwalt Murat Ayilmaz
Sendung: WDR 2, WDR 2 für Rheinland, Ruhrgebiet und Niederrhein, 17.08.2026, 8:30 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Düsseldorf, 17.08.2026, 19.30 Uhr