Aufbau der Düsseldorfer Rheinkirmes startet bei Hitze
WDR. 02:33 Min.. Verfügbar bis 24.06.2028.
Eine Gruppe Arbeiter montiert vorsichtig eine Gondel am großen Riesenrad auf der Düsseldorfer Rheinkirmes. Bei vielen von ihnen perlt der Schweiß von der Stirn. Einige haben ihre Shirts ausgezogen. Helme müssen sie aber trotz der Hitze tragen.
Früher Start und mehr Wasser beim Kirmesaufbau
Schwitzende Arbeiter bauen das Riesenrad auf
"Unsere Mitarbeiter fangen früh morgens zwischen fünf und sechs Uhr an und hören zur Mittagszeit wieder auf", erklärt Riesenrad-Chefin Wiebke Bruch. Alles andere mache bei den Temperaturen keinen Sinn. "Die Jungs trinken natürlich mehr und wir stellen auch mehr Wasser zur Verfügung als sonst", sagt die Schaustellerin. Und Sonnencreme gibt es auch.
Peter Wilmering baut seine Losbude auf
Auch an der großen Losbude von Peter Wilmering wird nur so viel wie nötig gearbeitet. "Wir müssen jetzt mit Hydraulikstempeln den Wagen hochheben und mit Wasserwaagen in die Waage stellen", sagt er. Zwischendurch gibt es viel Wasser. Wenn die Glückslosbude nach etwa zwei Stunden sicher steht, machen Wilmering und sein Team Schluss: "Das ist mir zu heiß!"
Kirmesfähren-Betreiber hat keine Angst vor Niedrigwasser
Viele Düsseldorfer freuen sich in diesem Jahr aus einem besonderen Grund auf die Kirmes. Denn nach verschiedenen Problemen in den vergangenen Jahren soll die Kirmesfähre um ersten Mal seit 2019 wieder fahren. Wenn alles klappt, können Besucherinnen und Besucher dann wieder zwischen Festgelände und Altstadt über den Rhein schippern.
Einige schauen allerdings gerade mit etwas Sorge auf den Rheinpegel. Kann die Fähre auch fahren, wenn dieser weiter sinkt? Betreiber Hajo Schäfer ist da noch entspannt. "Unsere Schiffe sind so gebaut, dass wir einen relativ geringen Tiefgang haben. Da haben wir eigentlich keine Sorge", erklärt er zuversichtlich. Man müsse den Anlegesteg halt nur weit genug ins Wasser schieben.
Hartgesottene Kirmes-Aufbauer
Achterbahn-Aufbauer Eddie macht die Hitze nichts aus
Vom Steg und vom Kassenhäuschen für die Kirmesfähre ist übrigens noch nichts zu sehen. Dafür steht schon ein Teil der großen, blauen Achterbahn. Betreiberin Angela Bruch ist gerade im Wohnwagen und kocht. Auch sie berichtet, dass ihre Mitarbeitenden wegen der Hitze extra früh mit der Arbeit anfangen.
Einer der Achterbahn-Aufbauer heißt Eddie und weiß gar nicht, wo das Problem ist, als er auf die hohen Temperaturen angesprochen wird. Ja, es sei heiß, meint der Mann mit kurzer Hose und gelben Helm. Aber was soll´s. Um drei Uhr am Nachmittag sei Feierabend.
Hitze schlecht für´s Kirmesgeschäft
Riesenrad-Chefin Wiebke Bruch
Um den Zeitplan für den Aufbau müsse man sich keine Sorgen machen, meint übrigens Riesenrad-Chefin Wiebke Bruch. Bis zum Start der Düsseldorfer Rheinkirmes am 17. Juli sei es ja noch was hin. Die Schaustellerin hofft nur, dass es während der Kirmes nicht so eine brutale Hitze gibt. Denn das sei nicht gut für´s Geschäft.
Ansonsten freut sie sich auf die Kirmes. Ihre traditionsreiche Schaustellerfamilie hat hier in der Landeshauptstadt ein Heimspiel: "Das ist absolut was Besonderes, weil wir hier zuhause sind", sagt sie: "Hier am Rhein an der Pole-Position, besser kann es ja nicht sein."
Unsere Quellen:
- WDR-Reporter vor Ort
- Schaustellerinnen und Schausteller
- Fährbetreiber Hajo Schäfer
Sendung:
WDR 2 Rhein und Ruhr, Lokalzeit, 24.06.2026, 12:30 Uhr
WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Düsseldorf, 24.06.2026, 19:30 Uhr
