Sänger der Toten Hosen, Campino, steht auf einer Bühne und singt

Die Toten Hosen in Düsseldorf Vorsicht bei dubiosen Ticketangeboten im Internet

Stand:

Auf Ticketbörsen und in den Sozialen Netzwerken gibt es viele Angebote für die ausverkauften Düsseldorf-Konzerte der Toten Hosen. Fans sollten hier aber besonders vorsichtig sein.

Die Vorfreude ist groß und die Enttäuschung umso größer. Immer wieder fallen Fans auf Ticketbetrüger rein. Sie zahlen teils mehrere hundert Euro, um ihre Idole live zu hören - und werden dann am Eingang abgewiesen. So erging es mehr als 100 Fans bei den Bad-Bunny-Konzerten vor zwei Wochen in Düsseldorf.

Viele Ticket-Angebote über Soziale Medien

Auch für die beiden ausverkauften Konzerte der Toten Hosen an diesem Wochenende gibt es über verschiedene Online-Ticketbörsen noch Angebote. Einige darunter auch augenscheinlich dubios. Unter den Kommentaren eines Instagram-Beitrags der Toten Hosen fallen immer wieder die gleichen Profile auf, die ihre Tickets zum Verkauf anbieten - teils von denselben Personen für unterschiedliche Konzertlocations.

Ein Klick auf die Profile der Anbieter macht noch misstrauischer - viele haben kaum Follower und keine eigenen Beiträge. Teilweise sind dazu auch noch die Profilfotos Stockfotos inklusive Wasserzeichen des Stockfoto-Anbieters. Ein Foto einer angeblichen Verkäuferin zeigt auch ein Muster-Landhaus im Saarland. Um von anderen Webseiten geklaute Bilder zu überführen kann die Google-Bildersuche helfen.

Gefälschte Tickets bei Bad-Bunny-Konzerten

Aber nicht jeder Ticketbetrüger ist so leicht zu enttarnen. Neben den eindeutig privaten Angeboten auf diversen Sozialen Netzwerken gibt es auch Online-Ticketbörsen, die auf den ersten Blick wie offizielle Ticketverkaufsstellen anmuten. Genau darauf war im Juni auch ein Bad-Bunny-Fan hereingefallen: "Ich hab Tickets online geholt über einen angeblichen Partner von Ticketmaster", sagte sie dem WDR. "Ich habe 700 Euro für drei Tickets gezahlt, um jetzt hier am Eingang abgewiesen zu werden."

Die Verbraucherzentrale NRW warnt deshalb auf ihrer Webseite vor solchen Ticketbörsen: "Sie haben es in erster Linie mit einem privaten Verkäufer zu tun, den Sie im Zweifel nicht einmal kennen. Das kann die Sache bei Problemen komplizierter machen, denn Sie haben keinen echten Ansprechpartner."

Personalisierte Tickets müssen umgeschrieben werden

Ein häufiges Problem sei auch die Personalisierung der Tickets. "Wer sein Ticket über einen Vermittler wie Viagogo, Ticketbande oder auch Ebay ergattert hat, läuft Gefahr, vor Ort keinen Zutritt zur Veranstaltung zu bekommen", so die Verbraucherzentrale. Tickets könnten in der Regel auf einen anderen Namen umgeschrieben werden, dafür können aber Fristen gelten. Die Verbraucherzentrale weist auch darauf hin, dass Vollmachten und Kopien des Personalausweises des eigentlichen Käufers vom Veranstalter nicht akzeptiert werden müssen.

Bitte kauft eure Karten nicht auf Plattformen wie Viagogo, Ticketbande, Ticketrocket, eBay, Kleinanzeigen, Tix & Travel und Konsorten Ticketshop der Toten Hosen

Auch im offziellen Ticketshop der Toten Hosen wird vor unautorisierten Ticketbörsen gewarnt: "Diese Anbieter sind von uns nicht autorisiert und werden von uns nicht mit Karten beliefert. Es kann sich daher nur um Fälschungen oder ungültige Karten handeln, mit denen kein Besuchsrecht zur Veranstaltung erworben wird, man also draußen bleiben muss."

Betroffene sollten Anzeige erstatten

Philip Raillon

WDR-Rechtsexperte Philip Raillon

Wer auf Ticketbetrug hereingefallen ist, sollte auf jeden Fall Anzeige erstatten, rät WDR-Rechtsexperte Philip Raillon: "Wenn das Ganze zum Beispiel über Kleinanzeigen gelaufen ist, stehen die Chancen gar nicht so schlecht, dass die Polizei den oder die Täter am Ende findet." Denn wer ein gefälschtes Ticket verkauft, kann sich je nach Einzelfall wegen Betruges strafbar machen.

Auch ein Sprecher der Polizei Düsseldorf hatte appelliert, Anzeige zu erstatten, nachdem mehrere Bad-Bunny-Fans offenbar gefälschte Tickets gekauft hatten: "So können wir Tatzusammenhänge herstellen. Es ist schwierig, aber wenn die Ermittlungen erfolgreich sind, können Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden." In Düsseldorf sind bisher 30 Anzeigen wegen gefälschter Bad-Bunny-Tickets eingegangen, teilte die Polizei am Freitag (03.07.) mit.

Wer im offiziellen Ticketverkauf keine Tickets ergattern konnte, sollte es am besten über offizielle Plattformen für den Ticketweiterverkauf versuchen. Hier sind auch für die Konzerte der Toten Hosen noch Tickets verfügbar - allerdings schließt der Weiterverkauf jeweils zwei Tage vor dem Konzert.

Tote Hosen: Vorsicht vor gefälschten Konzerttickets

WDR 02.07.2026 00:34 Min. Verfügbar bis 01.07.2028

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Unsere Quellen:

  • WDR-Rechtsexperte Philip Raillon
  • Verbraucherzentrale NRW e.V. auf ihrer Webseite
  • WDR.de
  • Instagram-Profil der Toten Hosen
  • verschiedene Ticketbörsen
  • Ticketshop der Toten Hosen

Sendung: WDR.de, Tote Hosen: Vorsicht vor gefälschten Konzerttickets, 02.07.2026, 18:50 Uhr

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