Tausende protestieren gegen Sozialreformen der Bundesregierung

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WDR 41 Sek. Verfügbar bis 26.09.2028

DGB-Demo in Essen Tausende protestieren gegen Sozialreformen der Bundesregierung

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Mehr als 10.000 Menschen kamen zur zentralen NRW-Kundgebung auf den Burgplatz. Es geht um Rente, Arbeitszeit und Gesundheit.

Pfiffe hallten über den Platz, kaum ein Fleck blieb frei: Am Samstagmittag war der Essener Burgplatz bis an den Rand gefüllt. Mehr als 10.000 Menschen kamen zur zentralen NRW-Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Zuvor waren die Demonstrierenden von der Altendorfer Straße durch die Innenstadt gezogen.

Tausende Menschen laufen bei einer Kundgebung durch Essen

Tausende Menschen laufen bei der Demo durch Essen

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Essen war eine von 15 Städten, in denen der DGB unter dem Motto "Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente." gegen die Sozialreformen der Bundesregierung protestierte.

"Was wir uns hart erarbeitet haben, das lassen wir uns nicht nehmen!" Yasmin Fahimi, DGB-Vorsitzende

Hauptrednerin war die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi. Sie wies den Vorwurf zurück, Beschäftigte arbeiteten zu wenig. "Unsere Sozialversicherungen sind kein Sparschwein, das die Regierung plündern kann, wenn die Kassen knapp werden", sagte Fahimi. Eine starke Wirtschaft entstehe durch Investitionen und gute Löhne, nicht durch den Abbau sozialer Sicherheit.

Ein Mann auf einer Bühne spricht bei einer DGB Kundgebung

Der DGB hatte zu einer Kundgebung aufgerufen.

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Konkret wehren sich die Gewerkschaften gegen eine Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag, ein höheres Renteneintrittsalter und das Aus für die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren. Auch Änderungen am Arbeitszeitgesetz lehnen sie ab. Mehr Investitionen wollen sie unter anderem über eine Steuer auf hohe Vermögen finanzieren.

Arbeitgeber kritisieren Aktionstag

Steffen Kampeter, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, warf dem DGB "rituelle Reformverweigerung" vor. Demografie, Fachkräftemangel und internationaler Wettbewerb ließen sich nicht wegdemonstrieren, sagte er. Die Bundesregierung betont dagegen, ihr Reformpaket solle den Sozialstaat erhalten.

Unsere Quellen:

  • WDR-Reporter vor Ort
  • DGB
  • Deutsche Presse-Agentur (dpa)
  • Bundesregierung

Sendung: WDR Fernsehen, WDR aktuell, 26.09.26, 16 Uhr

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