Angriff in Essener Berufskolleg: Haftbefehl wegen versuchten Mordes
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Nach der Messerattacke an einem Berufskolleg in Essen gibt es einen neuen Haftbefehl. Bisher saß der 17-jährige mutmaßliche Täter wegen versuchten Totschlags in U-Haft. Jetzt wirft ihm die Bundesanwaltschaft zweifachen versuchten Mord vor.
Vor knapp drei Wochen soll ein 17-jähriger Schüler an einem Berufskolleg in Essen eine Lehrerin mit einem Messer schwer verletzt haben. Anschließend soll er das Messer einem ihm unbekannten Mann in den Rücken gestochen haben. Der Jugendliche wurde kurz darauf in der Nähe festgenommen. Bei der Festnahme wurde er angeschossen und dabei so schwer verletzt, dass er auf eine Intensivstation kam.
Mittlerweile sitzt er in Untersuchungshaft. Bisher basierend auf einem Haftbefehl des Essener Amtsgerichts wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung. Jetzt hat ein Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof den Haftbefehl erneuert. Denn die Bundesanwaltschaft wirft ihm mittlerweile zweifachen versuchten Mord vor.
Bundesanwalt erhärtet Vorwürfe nach Messerattacke
Der Jugendliche wollte die Opfer aus niederen Beweggründen und heimtückisch töten, sagt die Bundesanwaltschaft. Sie geht davon aus, dass er aus einer radikal-islamistischen Überzeugung heraus gehandelt hat. An der Alten Synagoge in Essen soll er nach weiteren Opfern gesucht haben.
Die Tat war geeignet "die innere Sicherheit der Bundesrepublik zu beeinträchtigen", steht in einer Erklärung der Bundesanwaltschaft. Zwei Tage vor der Tat soll der Jugendliche den Plan entwickelt haben, selbst in den Heiligen Krieg gegen angebliche Ungläubige zu ziehen.
Unsere Quellen:
- Bundesanwaltschaft
- Nachrichtenagentur dpa
- Polizei Essen