Ab sofort dürfen die Gastronomien am Brüsseler Platz wieder bis Mitternacht öffnen. Die Stadt Köln hat die bisherige Sperrstunde um 22 Uhr zurückgenommen. Anlass ist ein Beschluss des Verwaltungsgerichts Köln. Gegen die Entscheidung will die Stadt keine Beschwerde einlegen.
Gastronom hatte gegen verkürzte Öffnungszeiten geklagt
Der Betreiber des "Hallmackenreuther", hatte gegen die Sperrstunde geklagt. Ein Gericht gab ihm Recht und entschied, dass die Auflage der Stadt rechtswidrig war. Nach Einschätzung der Richter konnten die vorliegenden Lärmgutachten nicht als Grundlage für die Entscheidung dienen.
Der gewählte Messort und weitere Details in diesem Gutachten reichten dem Gericht nicht aus, um den Lärm der Außengastronomie allein zu bewerten. Deshalb hätte die Stadt die Gutachten für ihre Entscheidung nicht nutzen dürfen.
Entscheidung betrifft alle genehmigten Außenterrassen
Eigentlich galt der Gerichtsbeschluss zunächst nur für das Lokal "Hallmackenreuther". Die Stadt überträgt die Entscheidung nun aber auf alle Gastronomien am Brüsseler Platz. Damit dürfen alle genehmigten Außenterrassen wieder bis 24 Uhr geöffnet bleiben.
Der Streit um den Brüsseler Platz beschäftigt Gerichte und Stadtverwaltung seit Jahren. Anwohner fordern mehr Schutz vor nächtlichem Lärm, Gastronomen und Besucher verweisen auf die Bedeutung des Platzes als Treffpunkt. Seit vergangenem Jahr gilt dort abends außerdem ein Alkohol- und Mitführverbot, die Außengastronomie ist davon ausgenommen.
Unsere Quelle:
- Stadt Köln
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Köln, 06.08.2026, 18:09 Uhr