Stadt Köln muss 5.000 Euro Zwangsgeld zahlen
WDR. 00:33 Min.. Verfügbar bis 15.07.2028.
Es ist eines der langwierigsten Streitthemen in Köln - und beschäftigt die Gerichte seit Jahren. Jetzt geht der Konflikt um den nächtlichen Lärm am Brüsseler Platz in die nächste Runde. Erst Mitte des Monats hatte das Kölner Verwaltungsgericht entschieden, dass die Stadt Köln ein Zwangsgeld in Höhe von 5.000 Euro zahlen muss. Das Geld sollte in die Justizkasse des Landes Nordrhein-Westfalen fließen.
Das will die Stadt aber offenbar nicht einfach so hinnehmen. Sie hat jetzt Beschwerde vor dem Oberlandesgericht in Münster eingelegt. Damit steht die Entscheidung auf dem Prüfstand.
Gericht rügt Stadt Köln, weil Maßnahmen nicht ausreichen
Grund für das Zwangsgeld ist, dass die Stadt aus Sicht des Verwaltungsgerichts ihrer Verpflichtung bislang nicht ausreichend nachgekommen ist, nach 22 Uhr für Ruhe auf dem Brüsseler Platz zu sorgen. Zwei Anwohnern ist es nach wie vor zu laut.
Zwar habe die Stadt verschiedene Maßnahmen ergriffen, diese hätten den nächtlichen Lärm aber bislang nicht wirksam reduziert. Seit mehr als 20 Jahren streiten sich am Brüsseler Platz Anwohner, Gastronomen und feiernde Besucher über den Lärm, der oft bis tief in die Nacht andauert.
Seit März gibt es ein Alkoholverbot am Brüsseler Platz
Bereits zuvor hatten Gerichte entschieden, dass die Stadt Köln wirksame Maßnahmen gegen den Lärm auf dem Platz ergreifen muss. Welche Maßnahmen dafür notwendig sind, ist allerdings umstritten.
Diskutiert wurden unter anderem Sperrungen oder eine Einzäunung des Platzes in den Nachtstunden. Seit März 2026 gilt täglich ab 21 Uhr ein strenges Alkoholverbot auf dem Platz und in den angrenzenden Straßen.
Die Stadt will vor allem rechtssichere Lösungen finden. Manche Maßnahmen würden vermutlich zu weit führen und später vor Gericht wieder gekippt werden.
Unsere Quellen:
- Verwaltungsgericht Köln
- dpa
Sendung: WDR.de, Brüsseler Platz in Köln: Zoff um Partylärm geht in die nächste Runde, 28.07.2026, 11:53 Uhr
