HandOfBlood sagt für Gamescom ab

WDR 00:35 Min. Verfügbar bis 24.07.2028

Gamingmesse in Köln YouTuber HandOfBlood kommt nicht zur Gamescom

Stand:

Die Gamescom in Köln ist das weltweit größte Gaming-Event. Mit YouTuber HandOfBlood bleibt eines der Gesichter der deutschen YouTube-Szene dem Event aber zum zweiten Mal in Folge fern.

Von Finn Tönjes

Das wird vielen Fans wehtun. Maximilian Knabe alias HandOfBlood wird nicht bei der diesjährigen Gamescom in Köln sein. Über LinkedIn machte INSTINCT3-CEO Johannes Gorzel das öffentlich. INSTINCT3 ist die Agentur, bei der Knabe unter Vertrag steht. Der YouTuber Knabe wird, wie schon im vergangenen Jahr, das Event vom heimischen Studio in Berlin-Spandau aus begleiten.

Laut Gorzel soll ein Außenreporter in Köln unterwegs sein, Knabe teste Spiele von zu Hause aus - das "bringt den Messe-Inhalten sogar mehr Reichweite, als wäre er selbst vor Ort."

Gründe für das Fernbleiben: Sicherheitsrisiken und "Gamescom-Seuche"

Als Gründe dafür, das Knabe nicht selber in Köln sein wird, nennt der Gorzel die Veränderung des Events in den 2010er Jahren. Die Gamescom sei bis dahin eine "echte Games-Messe" gewesen. Doch das Aufkommen der Influencer änderte das.

"Sinnbildlich war MonatanaBlacks Rundgang, der sogar zum Sicherheitsrisiko wurde", erklärt Gorzel. MontanaBlack ist ebenfalls Streamer und hat Millionen Fans. 2022 sorgte sein Besuch auf der Gamescom für einen Massenauflauf an Fans. Ein weiterer Aspekt, weshalb HandOfBlood fernbleibt: Laut Gorzel würden nach den anstrengenden Tagen viele Streamer krankheitsbedingt ausfallen. Und Fantreffen seien bei Streamern der Größenordnung von Max Knabe ohnehin kaum noch möglich.

Riesige Menschenmenge in einer Messehalle

Der Rundgang der Influencer Marcel Thomas Andreas Eris alias MontanaBlack (mittig im weißen Shirt und schwarzer Cap) und Marc Gebauer (links daneben im Anzug) sorgte 2022 für einen Massenauflauf an Fans auf der Gamescom.

Ein grundsätzliches Problem mit der Gamescom scheinen Max Knabe und seine Agentur nicht zu haben - so schreibt Gorzel weiter: Er finde "löblich", dass die Veranstalter die Sicherheitsfragen angingen, sie suchten den Austausch mit Akteuren wie HandOfBlood und versuchten, einen stärkeren Fokus auf Games zu setzen.

Wer ist HandOfBlood?

Maximilian Knabe, auch bekannt als HandOfBlood, ist einer der bekanntesten Streamer im deutschsprachigen Raum. Knapp drei Millionen Follower hat der 33-Jährige auf YouTube. Er ist vor allem bekannt für seine humorvolle Art, Spiele zu kommentieren und auch als Unternehmer tätig.

Was sagt der Veranstalter dazu?

Auf WDR-Anfrage teilt ein Sprecher der Gamescom mit, dass man in engem Austausch mit HandOfBlood und seinem Team stehe. Außerdem bliebe er auch in diesem Jahr Teil der Gamescom - "digital und mit Präsenz seiner Marken und Projekte, auch wenn er nicht persönlich vor Ort sein wird".

Die Nachfrage bei der Gamescom ist enorm: Alle Messestände sind einen Monat vor Event-Start ausgebucht - zum ersten Mal überhaupt. Damit es nicht zu voll vor Ort wird, planen die Veranstalter nicht mit einem neuen Besucherrekord. Letztes Jahr waren es über 350.000 Besucher.

Unsere Quellen:

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Köln, 24.07.2026, 19:30 Uhr

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