Kabel-Diebstähle in Köln: Immer mehr E-Ladesäulen beschädigt
Bildquelle: News4 Video-Line TVLokalzeit aus Köln. 08.08.2025. 33 Sek.. Verfügbar bis 08.08.2027. wdr.
Wer sein Auto in Köln an einer E-Ladesäule aufladen möchte, steht oft vor einer beschädigten Station. In den vergangenen Monaten hat die Polizei einen starken Anstieg der Kabel-Diebstähle beobachtet. Die Rede ist von Diebstählen im zweistelligen Bereich.
Für die Nutzer bedeuten die Diebstähle oft, dass sie mehrere Tage oder sogar Wochen auf die beschädigte Ladestation verzichten müssen.
Kupferdiebe sorgen für enormen Schaden
Die Diebe haben es auf das Kupfer in den sogenannten CCS-Kabeln abgesehen. Der Schrottwert des Kupfers in den Kabeln an den Schnellladestationen liegt nur bei rund 50 Euro. Für die Betreiber sind die Kosten für die Reparatur und die entgangenen Einnahmen aber deutlich höher und können einen Schaden von mehreren Tausend Euro verursachen. Dazu kommt, dass nach der Reparatur jede Schnelladesäule erneut geeicht werden muss.
Die TankE GmbH, ein Tochterunternehmen der RheinEnergie, spricht inzwischen von einem Schaden im sechsstelligen Bereich. Sie betreibt in Köln über 1.100 öffentliche Ladepunkte und bestätigt die zunehmenden Diebstähle.
Auch in Bonn und weiteren NRW-Städten werden die Kabel-Diebstähle an der Ladeinfrastruktur zunehmend zum Problem.
Betreiber wollen Maßnahmen ergreifen
Die Betreiber der Ladesäulen in Köln wollen in Zukunft dafür sorgen, dass Schnellladesäulen besser vor Vandalismus und Diebstahl geschützt werden. Die TankE GmbH teilte mit, dass sie dazu mit den Herstellern im Austausch sei, um zum Beispiel eine robustere Bauweise der Ladestationen zu entwickeln. Außerdem hoffen die Betreiber, dass Anwohner, die Kabeldiebstähle beobachten, diese schnell bei der Polizei melden.
Die Stadt Köln hatte vor kurzem angekündigt, ein Gutachten zur Ladeinfrastruktur in der Stadt anfertigen zu wollen. Bis 2035 sollen demnach alle Veedel in Kooperation mit verschiedenen Anbietern mit einer ausreichenden Zahl an Ladesäulen ausgestattet werden.
Unsere Quellen:
- Stadt Köln
- Polizei Köln
- TankE GmbH