Denkmalschutz bei der Sanierung der Kölner Oper

WDR 03:15 Min. Verfügbar bis 23.07.2028

Kölner Oper Hinter den Kulissen eines Milliardenprojekts

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Die Sanierung der Bühnen in Köln wurde abgeschlossen und ist gelungen. So sieht es zumindest der Stadtkonservator.

Kölns oberster Denkmalschützer Thomas Werner steht zwischen Baumaterialien vor den Eingängen des Opernhauses. Fünf gläserne ebenerdige Türen. Für ihn ein sichtbares Beispiel dafür, was der Architekt Wilhelm Riphahn Mitte der 1950er Jahre errichten wollte: Eine Bühne für alle Bürger.

Er zeigt auf den Bodenbelag im Erdgeschoss. Kein festliches Parkett empfängt die Besucher, sondern ein zwar schöner, aber eher schlichter Steinboden. "Es ist ein demokratisches Haus der Kultur, bewusst gesetzt gegen die Un-Kultur des Dritten Reiches.", sagt Thomas Werner. Erst auf dem Weg nach oben zum großen Foyer und dem Zuschauerraum wird es festlicher.

Kölner Oper für alle

Sehr sorgfältig wurden die früheren Farben wieder hergestellt. Denn jahrelang waren die gelben, roten oder blauen Wandfarben weiß überstrichen. Das ursprüngliche Konzept sei kaum noch erkennbar gewesen.

Stadtkonservator Thomas Werner im Eingabsbereich der Oper Köln

Stadkonservator Thomas Werner hat die Sanierung der Kölner Oper eng begleitet.

"Das war ja eine mutige Entscheidung für so einen modernen Bau damals", sagt der Denkmalschützer. Ein Gebäude, mit dem damals viele haderten. Spöttisch nannten die Bürger die Oper "Grabmal des unbekannten Intendanten".

Umstrittene Kölner Oper: Bau-Desaster lastet schwer auf Sanierung

Mit der Besonderheit des Gebäudeensembles derzeit durchzudringen, sei allerdings schwer, sagt er. Angesichts der fast achthundert Millionen Euro Baukosten und der jahrelangen Verzögerung der Baustelle.

Zusammen mit den Kosten für die Finanzierung wird das Projekt am Ende knapp 1,5 Milliarden Euro gekostet haben. Der Stadtkonservator hofft, dass irgendwann die besondere Bedeutung der Gebäude wieder in den Vordergrund rückt.

Kölner Oper öffnet im September 2026 für Besucher

Thomas Werner ist im Zuschauerraum angekommen. Es ist ein großer Saal, ausgestattet mit Balkonen. Jeder Sitzplatz hat die gleiche gute Sicht und den gleichen Klang.

Ohne die früher übliche zentrale Fürsten- oder Kaiserloge. So war es gedacht vom Architekten. Als ein demokratisches Kulturhaus, mit gleichen Rechten für alle. Einen ersten Eindruck gibt es für die Bürger im September. Dann sollen die Kölner Oper nach 14 Jahren Bauzeit wieder eröffnen.

Ein Denkmal für die Kultur

WDR 22.07.2026 00:30 Min. Verfügbar bis 22.07.2028

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Unsere Quellen:

  • Stadtkonservator Thomas Werner
  • Remigiusz Otrzonsek Architekt
  • Bühnen Stadt Köln

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Köln, 22.07.2026, 19:30 Uhr

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