Der Mord an Muhittin Güney ist bis heute nicht aufgeklärt
WDR. 01:48 Min.. Verfügbar bis 02.07.2028.
Die Ermittler haben die Spuren von damals neu ausgewertet. Dabei habe man "neue Ermittlungsansätze gewonnen", sagt die Polizei am Donnerstag. Einzelheiten dazu nennt sie "aus ermittlungstaktischen Gründen" aber nicht. Sie hängt Fahndungsplakate im Stadtgebiet auf und hofft, dass sich neue Zeugen melden.
Kampfspuren am Tatort
Am 29. Mai 1996 sind Spaziergänger in Köln-Ostheim morgens mit ihrem Hund unterwegs, als ihnen ein Mercedes neben einem Waldweg auffällt. Die Tür des Wagens ist geöffnet. Dann die grausige Entdeckung: Unweit des Autos liegt eine Leiche.
Schnell stellt sich heraus: Das Opfer ist der 31 Jahre alte Muhittin Güney. Er betreibt ein Sonnenstudio in Vingst und zwei Kioske in Rösrath. Seine Frau hatte ihn zuvor bei der Polizei als vermisst gemeldet.
Ermittler der Kölner Polizei untersuchen den Tatort.
Die Ermittler stellen damals fest, dass es am Tatort einen Kampf gegeben haben muss. Rund um den Wagen war das Erdreich aufgewühlt. Außerdem wurden viele Blutspuren gefunden. Güney wurde offenbar mit mehreren Messerstichen getötet, bevor sein Leichnam angezündet wurde. Warum der 31-Jährige getötet wurde und ob es einer oder mehrere Täter waren, ist bis heute völlig unklar.
Kölner Ermittler hoffen auf Hinweise
Auch 30 Jahre nach der brutalen Tat fehlt der entscheidende Hinweis, um den Mordfall aufzuklären. Deshalb geht die Cold-Case-Abteilung der Kölner Polizei erneut an die Öffentlichkeit. Die Staatsanwaltschaft hat für Hinweise, die zur Ermittlung und Festnahme des Täters oder der Täter führen, eine Belohnung in Höhe von 5.000 Euro ausgelobt.
Unsere Quellen:
- Polizei Köln
Sendung: WDR.de, Cold Case Muhittin Günay neu aufgerollt, 02.07.2026, 15.00 Uhr
