Das Radstadion wird zu einer multifunktionalen Arena umgebaut. Nicht nur der Bahnradsport soll hier wieder seine Heimat bekommen. Auch für Volleyball- und Basketballspiele sowie Veranstaltungen soll die Halle genutzt werden.
Bis zu 4.500 Zuschauer werden dort Platz finden. Damit und durch die Höhe der Halle ist dann auch für die Volleyballerinnen des erfolgreichen Teams der DSHS Snow Trex der Aufstieg in die erste Liga möglich.
Kosten steigen um 26 Millionen Euro
Eine langersehnte Lösung, die im kommenden Jahr fertig sein soll. Geplant waren für den Bau ursprünglich 60 Millionen Euro. Bereits vor Baubeginn im Jahr 2024 wurden dann die Kosten mit 122 Millionen Euro angegeben. Als Grund nannte die Sportstätten GmbH damals die gestiegenen Preise im Baugewerbe. Jetzt gibt es nach WDR-Informationen eine weitere Steigerung um 26 Millionen Euro.
Kürzungen beim Breitensport
Das bedeutet, langfristig wird die Stadt den jährlichen Zuschuss an die Sportstätten GmbH erhöhen müssen, damit der Bau bezahlt werden kann. Zum Ärger von Jörg Detjen, Sprecher der Initiative "NOlympia Colonia", der früher Mitglied des Sportausschusses der Stadt war.
"Das fehlt dann im Sport-Etat. Und der Etat für Breitensport ist jetzt schon gekürzt worden. Also wird er eventuell noch weiter gekürzt werden müssen." Jörg Detjen, Sprecher der Initiative „NOlympia Colonia“
Im Entwurf für den städtischen Haushalt ist eine Kürzung der Gelder für den Breitensport von derzeit 5,2 Millionen Euro auf 4,6 Millionen Euro im Jahr 2028 vorgesehen. Zeitgleich sollen die Zuschüsse für die Sportstätten GmbH steigen und die Bewerbung für Olympia kostet 1,3 Millionen Euro.
Die Sportstätten GmbH schreibt auf Anfrage, dass sie die Kostensteigerung aktuell nicht bestätigen können.
Unsere Quellen:
- WDR-Reporter im Gespräch mit "NOlympia Colonia"-Sprecher Jörg Detjen
- Stellungnahme Kölner Sportstätten GmbH
Sendung: WDR.de, Erneute Kostensteigerung beim Bau, 18.09.2026, 18.00 Uhr