Polizeieinsätze in Köln: Blockaden bei Deutz AG und SPD-Zentrale aufgelöst
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In Kalk blockierten am Freitagnachmittag etwa 300 Menschen ein Werkstor an der Deutz AG, auch vermummte Personen. Die Polizei brauchte Stunden um die Blocke aufzulösen. Zuvor hatten Aktivisten die SPD-Zentrale in der Kölner Innenstadt besetzt. Auch diese Aktion löste die Polizei auf.
Nach mehreren Stunden konnte die Polizei die Blockade an der Deutz AG auflösen. Aktuell werden die Aktivisten einzeln rausgeführt und ihre Personalien aufgenommen.
Wie schon am Morgen bei der SPD-Zentrale war auch in Köln-Kalk die Bereitsschaftspolizei mit einem größeren Aufgebot im Einsatz. Laut WDR-Reporter vor Ort in Kalk handelte es sich um etwa 300 Menschen, die sich an der Deutz AG versammelt hatten. Dort blockieren sie das Servicelager des Motoren-Herstellers. Der Motorenbauer Deutz hatte zuletzt angekündigt, seine Rüstungssparte deutlich ausweiten zu wollen.
Sprechchöre: "Rheinmetall entwaffnen!"
Demonstranten und Polizisten am Servicelager der Deutz AG in Köln-Kalk
Auf den Bannern und Plakaten der Demonstranten ist unter anderem zu lesen: "Stop Genozid Gaza". In Sprechchören ist zu hören: "Rheinmetall entwaffnen!"
Erst am Donnerstag hatte eine linke Initiative gegen Rüstung im Wohnviertel von Rheinmetall-Firmenchef Armin Papperger in Meerbusch demonstriert. Mehr dazu unter diesem Link:
Deutz AG: Blockade "nicht akzeptabel"
Die Deutz AG äußerte sich zu der Versammlung auf WDR-Anfrage: "Jeder hat das Recht seine Meinung frei und friedlich zu äußern, aber bitte im Rahmen der Regeln", so ein Firmensprecher. "Das gewaltsame und vermummte Blockieren unseres Servicelagers in Kalk und die damit verbundene Gefährdung für unsere Mitarbeiter ist nicht akzeptabel." Man hoffe, dass die Arbeitsabläufe ohne große Verzögerung weiterlaufen können.
Die SPD-Zentrale sei am Vormittag von etwa 20 Menschen besetzt worden. Die Polizei habe ihre Personalien aufgenommen und werde entsprechend Verfahren einleiten, sagte der Polizeisprecher. Draußen vor der SPD-Zentrale sei es außerdem zu einer Spontanversammlung gekommen. Die Aktion wurde mittlerweile aufgelöst.
Unsere Quelle:
- Polizei Köln auf WDR-Anfrage
- WDR-Reporter vor Ort
- Deutz AG auf WDR-Anfrage