Kinder kommen aus Kölns Partnerstadt Dnipro

Die Kinder kommen aus Kölns Partnerstadt Dnipro

Bildquelle: WDR/Marion Liedl

Urlaub vom Krieg Hier können ukrainische Kinder einfach mal Kind sein

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Keine Alarme, keine Bomben: Ukrainische Kinder bekommen hier eine Pause vom Krieg. In ihrer Heimat haben sie Schlimmes erlebt.

Von Marion Liedl

Einfach zuhause am Bahnhof in den Zug steigen, das ist für die Kinder aus Dnipro undenkbar. Der Bahnhof ist ständig Ziel von russischen Drohnenangriffen. Also ging es über Umwege per Bus und Bahn in Richtung Rheinland. Nun sind sie endlich dort angekommen - 32 Kinder im Alter von acht bis 14 Jahren, aus Kölns Partnerstadt Dnipro.

Unbeschwerte Ferien erleben

Das zehntägige Sommercamp soll die Kinder auf andere Gedanken bringen. Sie sind im Jugendgästehaus der Bayer AG in Wermelskirchen untergebracht und sollen hier im Rheinland eine unbeschwerte Zeit erleben. Die 14-jährige Lisa ist froh, hier zu sein.

Lisa aus Dnipro genießt die Ruhe in Köln ohne Bombenalarm

Lisa aus Dnipro genießt die Ruhe in Köln ohne Bombenalarm

Bildquelle: WDR/ Marion Liedl

"Es gefällt mir sehr. Es gibt keinen Krieg hier, keine Alarme. Vor den Flugzeugen am Himmel muss man keine Angst haben, ganz anders als bei uns, da bedeuten Flugzeuge Gefahr", sagt die 14-jährige Lisa.

Der Krieg bestimmt den Alltag

In Kölns Partnerstadt Dnipro herrscht nach wie vor Krieg. Die Kinder in der Gruppe teilen alle das gleiche Schicksal. Alle haben ihren Vater verloren, weil er im Krieg gefallen oder verschollen ist. Das Leben zuhause ist schwer.

"Wir haben viele Alarme in Dnipro, dann müssen wir in den Keller und sitzen dort meist mehrere Stunden, wir gehen auch nicht in die Schule. Es gibt nur Distanzunterricht. Und wir haben ständig Angst, vor allem vor Safari-Drohnen. Sie versuchen, die Leute in den fahrenden Bussen zu töten." Lisa, 14 Jahre

Köln verlässlicher Partner

Seit zwei Jahren ist Köln offizielle Partnerstadt von Dnipro. Dazu gehört auch, dass Köln die Stadt in schwierigen Zeiten nicht allein lässt. Erst kürzlich war Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester zu Besuch in Dnipro, um Solidarität zu zeigen und Mut zu machen.

Das Sommercamp hat der Kölner Städtepartnerschaftsverein zusammen mit dem blau-gelben Kreuz organisiert. Ein Großteil der Reise wurde von der Bayer AG finanziert. Ohne Spenden wäre die Reise der Kinder nicht möglich gewesen.

Kinder sollen schöne Erinnerungen sammeln

Auf dem Programm stehen unter anderem ein Besuch im Phantasialand, in der Bayarena und im Kölner Dom. Auf den hat sich Lisa besonders gefreut.

"Ich habe viele Selfies gemacht, denn der Kölner Dom war mein Traum und ich wollte unbedingt dieses Foto meiner Familie und meinen Freunden zeigen, damit sie auch den Kölner Dom sehen." Lisa, 14 Jahre

Das Sommercamp schenkt den Kindern eine kleine Auszeit - fernab von Luftalarm und Krieg. Und hoffentlich schöne Erinnerungen, die lange bleiben.

Ukrainische Kriegskinder genießen Urlaub im Rheinland

WDR 13.08.2026 00:49 Min. Verfügbar bis 12.08.2028

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Unsere Quellen:

  • Städtepartnerschaftsverein Köln – Dnipro e.V.
  • Beobachtungen der WDR-Reporterin vor Ort
  • Bayer AG
  • Blau-Gelbes Kreuz e.V.

Sendung: WDR.de, Ukrainische Kinder zu Besuch im Rheinland, 14.08.2026, 05:04 Uhr

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