Giraffen-Dame Maoli zieht im Kölner Zoo ein | Video
WDR. 00:31 Min.. Verfügbar bis 11.03.2037.
Gespannt richten sich alle Blicke auf die Transportkiste im Kölner Zoo. Langsam öffnen die Mitarbeitenden die Tür. Vorsichtig streckt Maoli den Kopf hinaus, bevor sie die ersten Schritte in ihrem neuen Zuhause wagt. Die Giraffe hat die Fahrt von Dortmund nach Köln gut überstanden und erkundet ihre Umgebung vorsichtig, aber sehr entspannt. Auch das frische Laub, das extra für sie bereitgestellt wurde, frisst sie sofort von der Decke.
Giraffen-Spezialtransport von Dortmund nach Köln
Der Transport der bis zu fünf Meter großen Tiere ist eine logistische Herausforderung. Giraffen dürfen ausschließlich stehend transportiert werden, da ihr empfindliches Herz-Kreislauf-System im Liegen kollabieren könnte. Deshalb kommt die erste Giraffen-Kuh in einem Spezialanhänger mit höhenverstellbarem Dach nach Köln, der bis zu 5,50 Meter hoch ist.
In ihrem neuen Zuhause angekommen, heißt es jetzt erst einmal: ankommen und eingewöhnen. Die modernisierte Giraffenanlage ist nahezu fertig. Jetzt soll Maoli die neue Umgebung in aller Ruhe erkunden. Doch das nicht alleine: Die zweite Giraffen-Dame Penda kommt ebenfalls bald an. Die beiden kennen sich bereits aus dem Dortmunder Zoo. Aus Südfrankreich kommt bald noch ein Giraffen-Bulle dazu. Doch noch ist es zu heiß für den Transport.
Giraffen Maoli und Penda sind Hoffnungsträger einer bedrohten Art
Maoli und Penda gehören zu den Kordofan-Giraffen, deren Art sehr bedroht ist. Es gibt nur 182 Tiere in ganz Europa und im Kölner Zoo soll bald die Nachzucht gelingen. Die Kordofan-Giraffe stammt ursprünglich aus den trockenen Savannen, Steppen und Buschländern Zentralafrikas. Ihre Verbreitungsgebiete liegen im nördlichen Kamerun, Tschad, in der Zentralafrikanischen Republik und dem westlichen Sudan.
Die Giraffen wurden entweder Opfer von Jägern, die ihr Fleisch weiterverkaufen wollten, oder aber die großen Tiere übersahen die Zäune, die die Massai in der Vergangenheit um ihr privates Land errichtet hatten.
Jetzt beginnt die Eingewöhnung im Kölner Zoo
Wie lange die Giraffen brauchen, um sich in ihrem neuen Zuhause zurechtzufinden und zu merken, wo Wasser und Futter sind, hängt ganz vom Wesen der Tiere ab. Das könne ein paar Tage dauern oder direkt klappen, sagt Zoo-Direktor Theo Pagel. Am vergangenen Wochenende durften Besucher das neue Giraffenhaus zum ersten Mal besichtigen - von innen und auch von außen. Mit Maoli gibt es seit heute die erste tierische Bewohnerin.
Unsere Quellen:
- Gespräche und Beobachtungen der WDR-Reporterin vor Ort
- Kölner Zoo
Sendung: WDR.de, Neue Giraffen-Weibchen im Kölner Zoo, 06.07.2026, 11:31 Uhr
Erstveröffentlichung am 06.07.2026
