Tödlicher Zugunfall an unbeschranktem Bahnübergang im Münsterland
Lokalzeit Münsterland. 15.07.2025. 03:15 Min.. Verfügbar bis 15.07.2027. WDR. Von Ekkehard Wolff.
Obwohl die Gefahr der unbeschrankten Bahnübergänge bereits bekannt ist, kam es im Münsterland erneut zu zwei Zugunfällen. Betroffen sind ein Radfahrer sowie ein Autofahrer.
Tödlicher Zugunfall in Dülmen
In Dülmen laufen noch die Ermittlungen nach dem schweren Unfall an einem Bahnübergang. Dabei ist am Montag ein Fahrradfahrer ums Leben gekommen. Er wollte offenbar über die Gleise, obwohl der Zug schon in Sichtweite war. Der Zug erfasste den Radfahrer und verletzte ihn tödlich.
Bahnübergang ohne Schranken
Der Bahnübergang hat keine Schranken, das Warnblinklicht soll aber funktioniert haben. Die Polizei ermittelt jetzt, wie genau es zu dem tödlichen Unfall in Dülmen gekommen ist. Es wird überprüft, ob der Fahrradfahrer abgelenkt war. Die Bahnstrecke war wegen des Unfalls gestern bis in den Abend hinein gesperrt.
Zugunfall in Wersetimpen
Der zweite Unfall ereignete sich am Dienstagmorgen zwischen Münster und Telgte. Hier ist ein Zug mit einem Auto zusammengekracht. Ein 27-jähriger Autofahrer war aus dem Wersetimpen auf die Warendorfer Straße aufgefahren.
Vermutlich stand er mit seinem Auto noch auf den Bahnschienen, als der Zug kam. Der Unfall ging aber glimpflich aus. Laut Polizei gab es keine Verletzten. Der Fahrer und sein 36-jähriger Beifahrer sowie alle Zugpassagiere und der Lokführer blieben unverletzt. Die Strecke war bis etwa 08.30 Uhr gesperrt.
Es ist nicht der erste Unfall auf der Bahnstrecke, die wegen ihrer vielen unbeschrankten Bahnübergänge umstritten ist.
Unsere Quellen:
- WDR-Reporter
- Deutsche Bahn