Wo waren Sie am 11. September 2001 | WDR aktuell

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WDR 1 Min. 32 Sek. Verfügbar bis 11.09.2028

Münsteraner erinnern sich Wo wart ihr am 11. September 2001?

Stand:

Die Welt stand still: Auch 25 Jahre nach dem Anschlag auf das World Trade Center in New York sind die Ereignisse in allen Köpfen.

Von
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Marco Poltronieri

Diesen Tag wird man wohl nie vergessen: Wer damals, am 11. September 2001, mitverfolgt hat, wie zwei Passagierflugzeuge in die Türme des World Trade Centers in New York geflogen sind, konnte nicht glauben, was er da sah.

Terroranschläge 11. September 2001

Die Terroranschläge am 11. September 2001 sind im kollektiven Gedächtnis verankert.

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Die Ereignisse haben sich tief ins Bewusstsein der Zeitzeugen eingegraben und wirken bei vielen bis heute nach. Wir haben in Münster spontan Menschen gefragt, wie sie die Ereignisse damals mitbekommen und wie sie sie erlebt haben.

Eine Frau steht vor einem Gemälde und schaut in die Kamera.

Ines von Patow, Kunstvermittlerin

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"Meine Mutter rief an, aus der Schweiz. Sie sagte: 'Ines, mach mal den Fernseher an. Du glaubst es nicht, also, die Technik heutzutage, was da möglich ist - jetzt lassen die schon Flugzeuge durch Häuser fliegen'. Also, meine Mutter war damals schon sehr alt, sie hat das einfach nicht gecheckt, sie hatte außerdem den Ton am Fernseher ausgestellt. Hinterher war sie am Boden zerstört!"

Eine Frau mit Brille steht im Verkaufsraum einer Bäckerei.

Alessia Cero, Bäckerei-Fachverkäuferin

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"Ich saß zuhause vor dem Fernseher und hab gesehen, wie ein Flieger in das World Trade Center krachte. Ich dachte zuerst, wie kann sich der Pilot so verfliegen, das geht doch gar nicht, man sieht doch diese Wolkenkratzer! Und dann kam der andere Flieger, und dann wussten wir so langsam Bescheid."

Ein Mann mit Brille steht vor einem Ragel mit Weinflaschen.

Rolf Lange, Weinhändler

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"Mich rief eine Kollegin im Weinladen an und sagte: Ein Flugzeug ist in New York abgestürzt! Ich hab' dann nachgeguckt und gesehen, was passiert ist. Abends saß ich vor dem Fernseher und hab' geheult. Es war ein Anschlag auf alles, woran ich geglaubt hab."

Ein Mann sitzt auf einer Hantelbank und lächelt in die Kamera.

Michael Geldermann, Fitness-Trainer

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"Ich hab' damals meine Freundin und meine Mutter angerufen 'schaltet mal den Fernseher an!' Das war surreal, 'ne Ikone ist zusammengebrochen, das war Wahnsinn. Ich bin vom Fernseher nicht mehr weggekommen. Nachher standen alle in einer Menschentraube um den Fernseher herum, zwischen den Fitnessgeräten. Erschreckend!"

Ein Mann mit Brille steht vor einer Schrankwand und lächelt in die Kamera.

Elias Röge, Physiotherapeut

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"Ich war damals drei Jahre alt und mit meinen Eltern auf Mallorca. Und obwohl ich so klein war, hab ich schon mitbekommen, dass irgendwas nicht stimmt. Anschließend, auf dem Rückflug, war das totale Chaos am Flughafen. Alles wurde streng kontrolliert, es war der pure Stress."

Ein Mann mit Brille steht vor einer Haustür.

Mustafa Schat, Mitarbeiter der Handwerkskammer

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"Es gab viele Emotionen! Es hat auch Angst und Unsicherheit geschürt. Ich dachte: was passiert jetzt wohl, mit uns, mit den kommenden Generationen und mit mir. Und was wird wohl aus dem Nahen Osten? Ich hatte unglaubliche Angst, was auf unser Leben zukommen würde."

Ein Mann steht in einem Buchladen und schaut in die Kamera.

Peter Seiler, Buchhändler

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"Wir waren an der Ardeche, auf einem sehr abgelegenen Campingplatz. Irgendwann gab es ein Gerücht, das hielt sich den ganzen Tag, aber niemand wusste was genaues. Es war dann aber doch so, dass wir ein Stück weit verunsichert waren und beschlossen dann, uns ins Auto zu setzen und in die nächst größere Stadt zu fahren, um 'ne deutsche Zeitung zu bekommen."

Eine Apothekerin steht hinter dem Verkaufstresen in einer Apotheke.

Sabine Ölerich, Apothekerin

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"Wir waren mit der Familie auf Formentera, in einem winzig kleinen Ort. Es gab keinen Fernseher, kein Internet, kein Handy. Wir haben es tatsächlich erst einen Tag später erfahren. Da waren wir irgendwo anders, in einem Laden, da lief der Fernseher, und da haben wir`s gesehen. Wir waren geschockt! Dann waren wir total hinterher, an Infos zu kommen, aber die Zeitungen, die auf der Insel ankamen, waren immer schon zwei Tage alt."

Eine Frau mit Brille steht in einem Lagerraum.

Miriam Görge, Verlagsmitarbeiterin

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"Wir waren auf einer Fähre, es ging von Irland aus zurück nach Deutschland. Wir waren auf hoher See, als das passierte. Auf einmal stand unser Schiff still, nichts ging mehr. Das ging stundenlang so. Es war sehr beängstigend, wenn man so mitten auf dem Wasser ist und sieht, oh Gott, Terror in New York, und was ist mit uns jetzt ! Erklärungen gab`s keine. Wir wußten nicht, kommen wir überhaupt noch nach Hause, wie geht es weiter."

"Wo waren Sie am 11. September 2001?"

WDR 10.09.2026 1 Min. 44 Sek. Verfügbar bis 09.09.2028 Von Simon Lenartz

Unsere Quellen:

  • Interviews mit Menschen aus Münster

Sendung: WDR.de, "Wo waren Sie am 11. September 2001?", 11.09.2026, 5:34 Uhr

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