Damit dürften die Sicherheitsvorkehrungen am 1. Oktober 2026 rund um das Historische Rathaus in Münster extrem hoch sein. Und das nicht nur wegen des prominenten Festredners, den die Veranstalter heute bekanntgegeben haben.
Friedrich Merz (CDU) wird den diesjährigen Friedenspreis an die NATO überreichen. Generalsekretär Mark Rutte nimmt die Auszeichnung in Münster dann stellvertretend entgegen. Die Entscheidung der Jury, den Westfälischen Friedenspreis an ein Militärbündnis zu verleihen, ist umstritten.
Als Protest hat sich daraufhin ein Trägerverein für einen Alternativen Westfälischen Friedenspreis gegründet.
Nach Kritik: Bürgerdialog zum Thema Frieden geplant
Die Preisstifterin, die Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe, hat vielleicht auch deshalb ein umfangreiches Rahmenprogramm angekündigt, dass sich mit dem Themen Frieden und globale Sicherheit beschäftigen wird.
"Der Internationale Preis des Westfälischen Friedens 2026 ist mehr als eine Auszeichnung: Er ist der Rahmen für ein umfangreiches Programm, das die zentralen Fragen unserer Zeit aufgreift. Die Leitfrage lautet: Was braucht Frieden heute?“ Reinhard Zinkann, Vorsitzender Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe
Ein offener Bürgerdialog soll schon am 26. Mai 2026 den Auftakt machen. Dort wolle man über die Bedingungen von Frieden in einer veränderten Welt diskutieren. Auch die Bedeutung von gesellschaftlichem Zusammenhalt und wirtschaftlicher Sicherheit sollen dabei eine Rolle spielen.
Vatikan-Vertreter hält Laudatio für Jugendpreis
Auch der Laudator für den zweiten Friedenspreisträger wurde jetzt offiziell bekanntgegeben. Das Jugendnetzwerk "socioMovens - Giving Europe a Soul" erhält die Auszeichnung aus den Händen von Kardinal Michael Czerny. Er ist Migrationsbeauftragter des Heiligen Stuhls.
Der Internationale Preis des Westfälischen Friedens wird seit 1998 alle zwei Jahre vergeben und ist mit insgesamt 100.000 Euro dotiert.
Unsere Quellen:
- Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe e.V. (WWL)
Sendung: WDR.de, Friedrich Merz hält Laudatio für Friedenspreis an NATO, 27.04.2026, 12.00 Uhr.