Türsteherin in Münster: Warum Security-Frauen Konflikte oft fast automatisch entschärfen
Bildquelle: Ann-Christin Voßkühler/WDRWDR. 00:46 Min.. Verfügbar bis 03.08.2028.
Türsteherin in Münster : "Man hat als Frau eine ganz andere Wirkung"
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Antonia Stroetmann sorgt für Sicherheit in den Münsteraner Clubs und könnte sich keinen anderen Job mehr vorstellen. Sie wünscht sich mehr Frauen im Sicherheitsgewerbe. Warum sie glaubt, dass so mancher Konflikt gar nicht erst eskalieren würde.
"Wir sind das erste Gesicht, was die Menschen abends sehen", strahlt die 46-Jährige zu Dienstbeginn am Freitagabend bei der B-Side in Münster. Ihr ist es wichtig, dass alle gut gelaunt den Club betreten. Die erste Begegnung zwischen ihr und den Partygästen ist dabei entscheidend.
Traumjob Security-Frau: "Ich liebe diesen Job"
Als Frau habe sie oft eine andere Verhandlungsbasis. "Junge Männer sind mir gegenüber ganz anders als zum Beispiel bei meinem Kollegen, man hat als Frau eine ganz andere Wirkung."
Antonia Stroetmann kontrolliert vorm Club die Taschen der Gäste.
Bildquelle: Ann-Christin Voßkühler/WDRMänner werden bei ihr nicht so schnell aggressiv, deshalb fühle sie sich auch immer sicher. Seit Jahren steht sie nachts stundenlang draußen, kontrolliert Tickets, Taschen und Ausweise.
"Man lernt extrem viel über Menschen und ich kann fast alle von weitem schon einschätzen. Wer könnte Probleme machen, mit wem wird es entspannt." Antonia Stroetmann, Türsteherin
Bei der Taschenkontrolle achtet sie besonders auf harte und spitze Gegenstände wie Glasflaschen und Messer. "Gerade auf einer Studentenparty kommt es schon mal vor, dass eigener Alkohol mitgebracht wird."
Als Frau in der Männerdomäne
Vor allem während der Fußball-Saison ist die 46-Jährige in ganz Nordrhein-Westfalen unterwegs. "Ich arbeite total gerne in NRW, wir ticken doch irgendwie alle gleich." Freuen würde sich die Türsteherin über mehr Unterstützung von Frauen in ihrem Job. Sie ist sich sicher, dass einige Veranstaltungen sogar friedlicher laufen würden, wenn nur Frauen den Sicherheitsdienst übernehmen würden.
Frauen in der Sicherheitsbranche
- Bei Wach- und Sicherheitsdiensten arbeiten deutlich weniger Frauen als Männer. 2022 waren es laut Hans-Böckler-Stiftung 21 Prozent.
- Ähnlich sieht es in anderen sicherheitsrelevanten Branchen aus. Bei der Polizei waren es laut Statistischem Bundesamt 2020 bundesweit knapp 30 Prozent.
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Unsere Quellen:
- Gespräch mit Türsteherin Antonia Stroetmann
- Eindrücke der WDR-Reporterin vor Ort
- Hans-Böckler-Stiftung
- Statistisches Bundesamt
Sendehinweis: WDR.de, So tickt NRW - 23 Uhr: Traumjob Türsteherin, 03.08.2026, 12:30 Uhr
