Fahrgästen fiel ein Mann auf, der sehr aggressiv war. Sie riefen den Zugbegleiter - und der kümmerte sich. Bei dem angesprochenen Mann kam das allerdings gar nicht gut an. Er bespuckte den Mitarbeiter der DB Regio und schlug ihm mehrfach auf die Hände.
Als der Zug in Nottuln-Appelhülsen anhielt, konnte der Mann entkommen. Der angegriffene Zugbegleiter fuhr weiter nach Münster. Dort ging er direkt zur Bundespolizei und zeigte den Angreifer an.
Kleine Bodycams sollen die Arbeit von Zugbegleitern sicherer machen.
Bildquelle: WDR/Christian DavidDie Bundespolizei wusste schon von dem Vorfall. Der Mann war kurz darauf in einen anderen Zug nach Münster gestiegen und hatte dort direkt wieder Stress gemacht. Das hatte ein Lokführer gemeldet.
Auf dem Bahnsteig einkassiert
Die Bundespolizisten machten sich sofort auf den Weg zum Gleis - die sogenannte "Haard-Bahn" braucht nur 14 Minuten von Nottuln-Appelhülsen bis Münster. Auf dem Bahnsteig konnten sie den Beschuldigten stellen.
Die Videoaufnahmen aus dem Zug wurden gesichert, ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der Zugbegleiter konnte seine Arbeit nicht fortsetzen. Er suchte einen Arzt auf.
Eigensicherung geht vor
Wenn es im ÖPNV Stress gibt, sich selbst in Sicherheit bringen, dann die Polizei rufen.
Bildquelle: BundespolizeiDie Bundespolizei lobt das besonnene Vorgehen aller Beteiligten. Sich selbst nicht in Gefahr zu bringen, sei das Wichtigste. Dann sollte man aus sicherem Abstand die Polizei informieren oder den Vorfall im nächsten Bahnhof bei der Bundespolizei anzeigen - so wie es der betroffene Zugbegleiter gemacht hat.
Unsere Quellen:
- Bundespolizei Münster
Sendung: WDR2, WDR2 für das Münsterland, 22.09.2026, 13:30 Uhr