Verkohlte Baumstümpfe, verbrannte Erde, aus dem scheinbar unberührten Nadelteppich steigt Rauch auf: Das Feuer im Naturschutzgebiet Wolbeck Tiergarten hat seine Spuren hinterlassen. Dass sie nicht weit schlimmer sind, ist dem schnellen Eingreifen der Feuerwehr zu verdanken.
Löschzüge aus sechs Stadtteilen vor Ort
Gemeldet hatten das Feuer Piloten des Flugplatzes-Telgte. Fast 65 Einsatzkräfte und Löschzüge aus sechs Stadteilen rückten an, um den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Doch der war im dichten Unterholz erstmal nicht zu finden. Erst durch den Einsatz von Drohnen konnte der Brandherd ausgemacht werden.
Die Spuren des Feuers sind im Wald unübersehbar.
Auf einer Fläche von rund 500 Quadratmetern schwelte der Boden - der Grund weshalb noch immer Rauch aus dem Boden aufsteigt. Bei der Feuerwehr nennt man das ein Bodenfeuer.
Große Mengen Wasser waren nötig, um es einzudämmen. Die mitten ins Waldgebiet zu bekommen, stellte die Einsatzkräfte vor eine echte Herausforderung. Schließlich gelang es ihnen aber, das Feuer mit großen Tanklöschfahrzeugen unter Kontrolle zu bringen.
Auch Regen hilft erstmal nicht
Am Dienstagvormittag, 14. Juli, dem Tag nach dem Brand, ist im Wald schweres Spezialgerät unterwegs. Försterin Simone Eckermann koordiniert die Aufräumarbeiten. Ihr Team fällt Bäume, trägt verbrannte Pflanzenreste ab und sucht nach verborgenen Glutherden.
Försterin Simone Eckermann wünscht sich mehr Vorsicht von den Waldbesuchern.
Die Brandursache ist noch nicht geklärt, die Polizei schließt Brandstiftung nicht aus. Doch auch Unachtsamkeit reicht schon aus, um bei Trockenheit verheerende Brände auszulösen, wie Eckermann weiß: "Was auch zunimmt, sind viele Leute im Wald, die abseits der Wege gehen." Auch der Brand vom Montag sei mitten im Wald ausgebrochen, weit ab der Wege. "Da mach ich mir schon große Sorgen."
"Es müsste wirklich sehr, sehr lange sehr stark regnen, damit diese Waldbrandgefahr sich extrem absenken würde." Simone Eckermann, Försterin von Wald und Holz NRW
Mit Blick auf die anhaltende Trockenheit appelliert sie an alle Waldbesucher: "Bitte seid alle Vorsichtig, kein Feuer im Wald, kein Grillen, kein Parken auf trockenen Grasflächen, da springt der Funken schnell über!"
Unsere Quellen:
- Eindrücke der WDR-Reporterin Antje Kley vor Ort
- Feuerwehr Münster
Sendung: WDR 2 Münsterland, Lokalzeit, 14.07.2026, 12.30 Uhr